Bericht zu Störungen erwartet Wieder Pannen bei der S-Bahn - SPD fordert Antworten

Auch die aktuelle Kälteperiode war mitverantwortlich für die Pannen-Serie der Münchner S-Bahn. (Archivbild) Foto: dpa

Eine Störung nach der anderen bei der Münchner S-Bahn – jetzt schon vier Tage in Folge. Jetzt wird aus dem Desaster für Pendler ein Politikum für den Freistaat.

 

München - Wegen der anhaltenden Pannenserie bei der Münchner S-Bahn fordert die Landtags-SPD Rechenschaft von der Staatsregierung. "Das S-Bahn-Chaos im Verantwortungsbereich des Freistaats wird ein parlamentarisches Nachspiel haben", kündigte Fraktionschef Markus Rinderspacher an. Am Donnerstag waren es Signalstörungen auf der Stammstrecke, die bis in den Nachmittag Verspätungen und Zugausfälle zur Folge hatten. Seit Wochenbeginn verging kein Tag ohne massive Probleme.

S-Bahn-Problem in München: Welche Maßnahmen helfen?

In einem Antrag verlangt die SPD einen Bericht der Regierung im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Landtags zu Störungen durch die anhaltende Kälteperiode und zu Maßnahmen, um die Probleme zu beheben. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft plane, finanziere und kontrolliere als Tochter des Freistaats den gesamten S-Bahn-Verkehr im Großraum München. "Sie soll in dem Bericht die vom Betreiber DB Regio AG garantierte Winterfestigkeit der S-Bahn München darlegen."

Gleich zwei Signalstörungen auf der Stammstrecke bremsten am Mittwochmorgen im Berufsverkehr sämtliche Linien aus. Züge fielen aus, andere endeten früher auf den Strecken. Fahrgäste waren gezwungen, auf U-Bahnen, Busse und Trams umzusteigen – oder sich andere Wege zu suchen zum Arbeitsplatz oder zur Schule. So waren auch die alternativen Verkehrsmittel völlig überfüllt.

Am Montag hatte es wegen Defekten massive Einschränkungen auf der Stammstrecke gegeben. Dienstag legte eine Stellwerkstörung den Bahnverkehr von und zum Flughafen lahm. Mittwoch war am Morgen der Ostbahnhof wegen einer Weichenstörung gesperrt. Die Stammstrecke quer durch die Münchner Innenstadt ist die wichtigste Verkehrsader in der Landeshauptstadt. Rund 840.000 Menschen nutzen die S-Bahn. Das sind mehr als zwei Drittel der Passagiere im Schienenverkehr Bayerns.

"Die Pannenserie ist politisch hausgemacht", sagte Rinderspacher. Die Staatsregierung müsse ihre Kontrollpflichten wahrnehmen und bei den Verkehrsunternehmen im eigenen Verantwortungsbereich auf Verbesserungen pochen. Bayern bezahle schließlich für das Angebot.

Auch hält er mehr Informationen für die Kunden für zwingend. "Wenn Tausende wartende Pendler auf den Bahnsteigen frieren und bibbern, brauchen sie wenigstens verlässliche Ansagen, ob und wann die S-Bahn kommt." Es gehe auch um die Frage nach Entschädigungen.

 

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