Beeindruckende Zahlen FC Bayern: Robert Lewandowski, der fast Unkaputtbare

Kommt selten vor: Robert Lewandowski wird den Bayern verletzungsbedingt vier Wochen fehlen. Foto: Sven Hoppe/dpa

Vier Wochen wird Robert Lewandowski dem FC Bayern fehlen. Ein Blick in die Krankenakte des Polen zeigt: Noch nie fiel Lewandowski so lange aus wie jetzt. Ohnehin ist der 31-Jährige beinahe unkaputtbar.

 

München - Beim FC Bayern ist Topstürmer Robert Lewandowski so etwas wie der VW Käfer. Er läuft und läuft und läuft...

Der 31-Jährige absolviert beinahe jedes Pflichtspiel für die Münchner, in seiner sechsten Saison für den deutschen Rekordmeister befindet er sich in der Form seines Lebens und schießt Tore wie am Fließband. Umso schwerer wiegt nun die Tatsache, dass Lewy wegen einer Schienbeinverletzung für mindestens vier Wochen ausfallen wird.

Robert Lewandowski so gut wie nie verletzt

Eine Situation, die die Bayern-Bosse eigentlich nicht kennen: Seit seinem Wechsel zu den Münchnern im Sommer 2014 lief Lewandowski in 275 Pflichtspielen auf, erzielte dabei 230 Tore und legte 52 weitere auf. Trotz dieser dauerhaften körperlichen Belastung war er übergreifend nur an 107 Tagen verletzt und verpasste dadurch lediglich 14 Spiele (die aktuelle Fehlzeit schon miteinberechnet).

Zum Vergleich: Sein Kollege Kingsley Coman, der erst eine Saison später wechselte, kommt seit seinem Wechsel bereits auf 397 Verletzungstage und 67 verpasste Spiele. Zusammengefasst hat der Franzose den Bayern also schon 13 Monate gefehlt!

Nasenbein- und Kieferbruch: Vier Tage später ist Lewandowski zurück

Auch an der Schwere der Verletzungen zeigt sich Lewandowskis Robustheit. Während sich Coman mit langwierigen Verletzungen herumschlagen musste (163 Tage und 31 Spiele Pause alleine wegen seiner beiden Syndesmosebandrisse), weist die Krankenakte des Polen bisher weniger schwere Verletzungen auf.

Am schmerzhaftesten lesen sich noch die Verletzungen, die er sich am 28. April 2015 im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund (1:3 n. E.) zugezogen hatte. In der Verlängerung prallte Lewandowski mit BVB-Keeper Mitch Langerak zusammen, die Folgen waren ein Kiefer- und Nasenbeinbruch, eine Gehirnerschütterung, eine Rippenprellung und eine Schultereckgelenkprellung.

Doch Lewandowski, der eigentlich Unkaputtbare, fiel danach nur vier Tage lang aus und verpasste lediglich ein Spiel, bevor er wieder auf dem Platz stand. Bisher hat Lewandowski in seiner Laufbahn nie mehr als zwei Spiele hintereinander aufgrund einer Verletzung gefehlt – die kolportierten sechs Spiele, die aktuell genannt werden, sind also ein Novum.

Die Unkaputtbar-Formel: Fitness, richtige Ernährung, guter Schlaf

Dass Lewandowski so wenig anfällig für (schwere) Verletzungen ist, hat seine Gründe. Neben den normalen Trainingseinheiten hält er sich auch in seinem privaten Fitnessraum fit – teilweise absolviert er Übungen, die nur seine Konzentration stärken sollen.

Der Bayern-Star legt großen Wert auf gesunde Ernährung – frittiertes Essen und Fast Food gibt es im Hause Lewandowski nicht. Auch beim Thema Schlaf überlässt der Topstürmer nichts dem Zufall und engagierte dafür extra einen Schlafcoach, der für die optimalen Bedingungen im Schlafzimmer sorgte: Kein blaues Licht, kein Fernseher, eine hochwertige Matratze und ein spezieller Geruch, zudem eine Raumtemperatur, die nie mehr als 21 Grad beträgt.

Auch diese Maßnahmen dürften mit Sicherheit dabei geholfen haben, dass Lewandowski bislang von schweren Verletzungen wie Bänder- oder Muskelrissen verschont geblieben ist. Bleibt zu hoffen, dass sich daran in Zukunft nichts ändern wird.

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