Bayern-Trainer Kovac gelassen Ribéry muss raus - und macht auf beleidigt

Bedient: Franck Ribéry (links) bei seiner Auswechslung. Für ihn kommt Serge Gnabry (rechts) ins Spiel. Foto: imago/Eibner

Der FC Bayern siegt und siegt, Trainer Niko Kovac moderiert so gut er kann seine Rotation im Kader der Stars. Und doch tanzt da immer wieder einer aus der Reihe: Diesmal hadert Franck Ribéry mit seiner Auswechslung.

 

Gelsenkirchen/München - Es ist noch gar nicht lange her, dass Arjen Robben nach seiner Auswechlung grantelnd in die Kabine flüchtete - beim 3:0-Sieg der Münchner in Stuttgart wurde der Niederländer in der 77. Minute ausgewechselt, für ihn kam James ins Spiel.

Am Samstag dann der Auftritt von Franck Ribéry: Sichtlich genervt schlich der Franzose beim 2:0-Erfolg der Bayern auf Schalke in der 84. Minute vom Rasen, war ganz und gar nicht damit einverstanden, dass er für Serge Gnabry Platz machen musste.

Bayern-Trainer Niko Kovac wird in diesen Tagen immer wieder dafür gelobt ja gerühmt, dass er den richtigen Umgang mit seinen Top-Spielern findet, dass er die Rotation im Kader so wunderbar moderiert: Als Spieler denken, als Trainer handeln - das scheint seine Devise zu sein. (Lesen Sie hier: Was Kovac alles richtig macht)

Mal verhilft er Renato Sanches zu einer Gala in seiner Heimat und in der Champions League, mal lässt er Thomas Müller draußen, in Gelsenkirchen musste nun auch wieder Robben auf der Bank schmoren. Das hatte der Niederländer auch schon beim Saison-Auftakt gegen Hoffenheim so erlebt - und entsprechend rüde reagiert: "Ja, natürlich war ich sauer. Ich bin eine Person, die immer offen und ehrlich ist." 

Kovac über Ribéry: "Nein, er war überhaupt nicht sauer"

Ausgerechnet die erfahrenen Robben und Ribéry zeigen sich dünnhäutig wenn sie nicht durchspielen dürfen. Dabei hatte Kovac sein routiniertes Duo "Robbéry" gerade erst wieder über den grünen Klee gelobt. "Naturtalent und Arbeitstalent miteinander vereint bei beiden. Die beiden wollen immer gewinnen. Und sind fit, sehr fit. Das dient natürlich der Prävention. Sie sind in positiver Weise besessen", sagte der Coach auf der Spieltags-PK vor dem Schalke-Spiel.

Der 46-Jährige reagierte am Samstag - vermutlich nicht zuletzt angesichts seiner beachtlichen Startserie mit sieben Siegen in sieben Pflichtspielen gelassen auf den Mini-Affront von Ribéry. "Nein, er war überhaupt nicht sauer", behauptete der Bayern-Trainer steif und fest am Sky-Mikrofon. "Ich hab' ihm gesagt, dass er ein super Spiel gemacht hat, dass der Serge (Gnabry, d. Red.) auch ein paar Minuten spielen will. Wir sind eine Mannschaft, alles in Ordnung."

Ärger um Schalkes di Santo nach Disput

Auf Schalker Seite kritisierte Trainer Domenico Tedesco seinen Stürmer Franco di Santo wegen des Wortgefechts nach dessen Auswechslung im Spiel gegen die Bayern München harsch. "Wir reden ihn stark, und dann ist es enttäuschend. Etwas gute Erziehung wäre da nicht so verkehrt", sagte Tedesco beim TV-Sender Sky.

Di Santo war in der 65. Minute ausgewechselt worden, daraufhin hatte der Stürmer seinen Unmut gegenüber Tedesco deutlich gemacht. "Das geht gar nicht", sagte Schalkes Torhüter und Kapitän Ralf Fährmann. Und Manager Christian Heidel ergänzte: "Domenico hat ihm die richtige Antwort gegeben. Wenn er sich nicht benommen hat, wird es intern eine Strafe geben. Di Santo solle sich ein Beispiel an Bayern-Stürmer Robert Lewandowski nehmen, "wie er die Auswechslung akzeptiert hat".

 

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