AZ-Kommentar zum Transfermarkt So droht der FC Bayern an Anziehungskraft zu verlieren

Hasan Salihamidzic braucht bald Ergebnisse. Ansonsten wird die Kritik am Sportdirektor des FC Bayern immer lauter. Meint Patrick Mayer, Fußballchef der AZ Digital. Foto: AZ-Montage, imago/Sven Simon

Der FC Bayern kann auf dem Transfermarkt keine Erfolgsmeldungen verkünden. Stattdessen hadern die Münchner Bosse öffentlich mit der Gehälterexplosion. Das Signal an die internationalen Topstars ist (aktuell) alarmierend. Ein Kommentar.

 

Es ist müßig für den FC Bayern in diesen Tagen. Und das liegt nicht an den heißen Temperaturen während des USA-Trips samt aufpolierter Hochglanz-Fotos für die PR-Maschinerie.

Der Transferstau plus Absagen in Reihe passt so gar nicht zum Münchner Selbstverständnis. Es wirkt, als müssten die Bosse von der Säbener Straße regelrecht lernen, mit derlei ungewohnten Erfahrungen umzugehen.

FC Bayern: Die Realität ist ernst!

Er wisse nicht, wo das noch hinführen solle, meinte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge erfrischend ehrlich zu mittlerweile irrwitzigen Summen. Und Trainer Niko Kovac sprach schelmisch Jobempfehlungen für England aus, mit dem Hinweis, Fußballer könnten in der Premier League das Doppelte verdienen. Ironie?

Die Realität ist ernst! Sepp van den Berg, Rodrigo, Callum Hudson-Odoi, Kai Havertz, Adrien Rabiot, Julian Brandt, Matthijs de Ligt, Ozan Kabak und Luka Jovic - die Liste der Spieler, die sich gegen den FC Bayern entschieden haben, wird in diesem Sommer länger und länger. Dass Leroy Sané (Manchester City) und Ousmane Dembélé (FC Barcelona) nicht gerade auf einen Wechsel nach München drängen, ergänzt das verunsicherte Bild, das der Rekordmeister in seinen Transferbemühungen abgibt.

Kein Zweifel, so haben sich die Bayern ihren Umbruch 2.0 nach den sinnigen Verpflichtungen von Kingsley Coman, Corentin Tolisso, Niklas Süle, Leon Goretzka und Serge Gnabry in den vergangenen zwei Jahren nicht vorgestellt.

FC Bayern: Nur ein Top-Transfer mit Aha-Effekt kann helfen

Dass sich die Bosse zieren, ausschweifend am enthemmten Transfergeschacher teilzunehmen; dass Vorstandsboss und Trainer explodierende Gehälter anmahnen; dass Spieler öffentlich die eigene Wettbewerbsfähigkeit infrage stellen und Sportdirektor Hasan Salihamidzic in die Pflicht nehmen - das Signal, das der FC Bayern in diesen Tagen an die internationalen Superstars entsendet, ist alarmierend. So droht der Klub an Anziehungskraft zu verlieren.

Helfen kann in dieser Gemengelage wohl nur eines: ein Top-Transfer mit Aha-Effekt!

 

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