AZ-Kommentar Transferstau beim FC Bayern: Hasan Salihamidzic, die Zeit drängt!

Unter Druck: Hasan Salihamidzic muss beim FC Bayern bald weitere Toptransfers liefern. Sagt Patrick Mayer, Fußballchef der AZ Digital. Foto: imago/Revierfoto

Der FC Bayern scheitert offenbar reihenweise bei Wunschspielern. Dabei wäre es dringend notwendig, dass Toptransfers gerade jetzt finalisiert würden. Ein Kommentar.

 

34:33 Grad - gemessen an den Temperaturen liegt das aufgeheizte München aktuell sogar vor der Emilia-Romagna. In jener italienischen Urlaubsregion im Norden, die für gutes Essen wie Tortellini und rohen Schinken bekannt ist, fand die U21-EM hauptsächlich statt.

Druck auf Hasan Salihamidzic steigt

Deutschland hat am Sonntagabend das Finale 1:2 gegen Spanien verloren. Zwischen Bologna und Reggio nell' Emilia fuhr auch Hasan Salihamidzic hin und her, der Sportdirektor des FC Bayern. Auf der Suche nach verborgenen und weniger verborgenen Schätzen des europäischen Fußballs. Das berichten Medien übereinstimmend. Es dürften anstrengende Tage für den 42-Jährigen sein. Nicht nur wegen der Hitze.

Der Druck steigt auf den Bosnier. Offenbar ein Wunschkandidat nach dem nächsten entscheidet sich gegen die Bayern. Und das sind die Bayern nicht gewohnt. Leroy Sané von Manchester City soll abgeneigt sein, der Spanier Rodrigo hat sich für ebenfalls für die Skyblues entschieden, Ozan Kabak zieht es vom VfB Stuttgart zum FC Schalke. Und aus London, zu Callum Hudson-Odoi (FC Chelsea), gibt es seit Monaten keinen Vollzug zu vermelden. Aktuell hat das Werben des Rekordmeisters auf dem Transfermarkt daher eher was von einer Suche nach den Lösungen B. 

Dabei wäre es wichtig, dass Toptransfers gerade jetzt, Anfang Juli, zur Mannschaft stoßen. Denn: Am 8. Juli beginnt die Sommervorbereitung des FC Bayern an der Säbener Straße. Es folgt die Audi Summer Tour in den USA.

Neue Hierarchie beim FC Bayern gesucht

Diesmal haben die Topteams nicht die Hypothek, dass mehrere Stars erst spät ins Training einsteigen können, weil sie bei einer Fußball-EM oder Weltmeisterschaft waren. Beim Rekordmeister geht es nach den Abgängen von Mats Hummels, James, Rafinha, Franck Ribéry und Arjen Robben sowie dem Rätselraten um die Zukunft von Jérôme Boateng nicht nur darum, eine neue Mannschaft zu formen, sondern auch, diesem neuen Team eine neue Hierarchie zu geben. Und das funktioniert am besten, wenn Fußballer zusammenarbeiten.

Der Sportdirektor aber kann keine Erfolgsmeldungen verkünden, während Kontrahent BVB einen Spieler nach dem nächsten verpflichtet - und fünf Tage früher ins Training einsteigt. Mit dem Ex-Bayern und neuen Leader Hummels.

Klar, gehört es zum Geschacher obligatorisch dazu, dass Wechsel hinausgezögert und gegen Ende der Transferperiode (31. August) nochmal um Millionen gefeilscht wird. Doch die Zeit drängt, für Hasan Salihamidzic!  

 

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