Auch in Fürth ein Sieg Ziereis und die Löwen: Blaue Serientäter

Spielentscheidende Szene: Markus Ziereis trifft zum 1:0. Foto: sampics/Augenklick

Nach langer Magerkost gewinnen die Löwen bei der SpVgg Greuther Fürth II mit 2:0 und feiern den fünften Sieg in Folge. "Wir haben unsere Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht", sagt Goalgetter Markus Ziereis.

 

München/Fürth - Grün-weißes Stadion. Grün-weiße Kleeblätter auf dem Rasen. Und auch einige Fans der Spielvereinigung Greuther Fürth hatten sich in den Sportpark Ronhof verirrt. Der war zu drei Seiten leer.

Und dann diese weiß-blaue Südkurve: "Hier regiert der TSV" und "Hurra, Hurra, die Löwen, die sind da!", hallte es von dort auf den Rasen und die restlichen Ränge. Rund 1.500 Löwen-Fans sorgten trotz Dauer-Nieselregen für eine prächtige Stimmung – und schrien ihre Elf zum Sieg.

Das 2:0 (0:0) des TSV 1860 am Mittwochabend bei der Reserve des Zweitligisten lieferte nach den vier Heimspiel-Erfolgen in Serie den Beleg: Die Löwen können’s auch auswärts! Allerdings hatten sie auch diesmal deutlich mehr Mühe als von den Sechzgern wohl erhofft: Markus Ziereis (63.) und Nico Karger (69.) schossen die Elf von Trainer Daniel Bierofka nach langer Magerkost zum etwas glücklichen Auswärtssieg, es war der fünfte Sieg für Sechzig in Folge. Blaue Serientäter.

"Schau' ma mal, wie lange das noch so weitergeht mit meinen Toren", sagte Matchwinner Ziereis, ebenfalls ein Serientäter (sechs Tore in fünf Spielen). "Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Wir haben nicht gut angefangen. In der zweiten Halbzeit sind wir über den Willen gekommen und haben unsere Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht."

Karger erzielt fast ein Blitz-Tor

Auch Trainer Daniel Bierofka war "froh, dass wir heute drei Punkte geholt haben. Auch, wenn die Fürther im unteren Tabellendrittel steht, haben sie viele Spiele knapp und unglücklich verloren. Sie haben eine gute Mannschaft, das haben sie auch gezeigt." Hier lesen Sie die Stimmen zum Spiel

Ohne den gesperrten Torjäger Sascha Mölders, dafür mit Simon Seferings im Team (und auf der Acht) sowie Ziereis an vorderster Front begannen die Gäste aus Giesing mit dem Selbstbewusstsein des Spitzenreiters – und fast mit einem Blitz-Tor: Nico Karger war nach einem Fürther Ballverlust plötzlich durch und scheiterte mit seinem Schuss aus rund 14 Metern an Kleeblatt-Schlussmann Marius Funk – ein Abspiel zum mitgelaufenen Ziereis hätte wohl die Führung bedeutet (1.).

Nico Karger legte zum 2:0 nach. Foto: sampics/Augenklick

Ab Spielminute elf gab's den nächsten Chancen-Hattrick der Löwen: Karger zum Zweiten, doch auch diesmal konnte der Flügelflitzer Keeper Funk mit einem Distanzschuss nicht überwinden. Seferings Nachschuss wurde geblockt und schließlich war es Berzel, dessen abgefälschter Versuch knapp am Tor vorbeitrudelte (12.).

In der Folge durfte Fürth auch drei Mal: Freistoß von Nik Omladic (21.), sowie zwei gefährliche Schüsse von Sammy Ammari (24.) und Tolcay Cigerci (31.) – 1860-Torhüter Marco Hiller entschärfte sie alle. Trotzdem schrie Bierofka wütende Kommandos übers Spielfeld, weil sich seine Elf zunehmend in die Defensive drängen ließ.

Schwacher Kindsvater muss für Koussou weichen

Zu wenig Torgefahr, kaum Spielfluss aus der Defensive heraus, die zudem wackelte – Sechzigs Auftritt passte zum Schmuddelwetter.

Die Pause nutzte ein sichtlich unzufriedener Bierofka zur Hereinnahme von Nono Koussou für den schwachen Benjamin Kindsvater. Kurios: Die Partie musste nach wenigen Ballkontakten von Schiedsrichter Luka Beretic kurz unterbrochen werden, weil eine Leuchtfackel auf das Spielfeld flog – von der Gegengeraden.

Am Spielstand änderte sich weiterhin nichts: Dominik Sollfrank köpfte kurz darauf beinahe ins eigene Tor, Jan Mauersberger knapp neben dasselbe. Als Bierofka nach einigen Fürther Angriffen und einem Abseitstor durch Tim Danhoff erneut tobte, kamen Ziereis und Karger – und sorgten für einen mühsamen, unansehlichen und hart umkämpften Arbeitssieg der Sechzger. Weil der FC Bayern II gegen die SpVgg Bayreuth mit 5:0 gewann, beträgt der Vorsprung weiter zwölf Punkte.

Lesen Sie hier: Guillermo Vallori und sein Hilfsangebot für die Löwen

 

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