250 Spiele, 202 Tore für Bayern! Lewandowskis Jagd auf den Müller-Rekord ist eröffnet

Robert Lewandowski vom FC Bayern München jubelt. Foto: Matthias Balk/Archiv/dpa

Robert Lewandowski trifft zweimal gegen Köln und macht weiter Jagd auf Gerd Müllers Bestmarke. Der FC Bayern ist (zu) abhängig von ihm.

 

München - Vor Robert Lewandowski (31) ist keine Bayern-Ikone mehr sicher – auch Carsten Jancker nicht. Mit seinen Saisontoren acht und neun am Samstag gegen den 1. FC Köln stellte Lewandowski eine Bestmarke ein, die zuletzt Stürmer-Koloss Jancker in der Spielzeit 2000/01 für die Münchner erreicht hatte: An jedem der ersten fünf Spieltage traf Jancker damals (insgesamt waren es sechs Tore). Lewandowski hat nun ebenfalls in den fünf Auftaktpartien getroffen. Und ein Ende ist nicht in Sicht!

Sind gar die legendären 40 Treffer von Gerd Müller (Saison 1971/72) drin? Lewandowski wollte dies nicht verneinen, darüber zu reden sei aber "noch zu früh", sagte er mit einem Schmunzeln. "Natürlich will ich viele Tore erzielen", sagte er, "aber wir müssen abwarten, ob es funktioniert."

Bei seiner Auswechslung in der 72. Minute wurde der Super-Knipser mit sehr viel Applaus bedacht. Lächelnd warf der Starstürmer seiner Ehefrau Anna auf der Tribüne eine Kusshand zu und schritt stolz in Richtung Ersatzbank, wo er sich auch von den Kollegen und Trainer Niko Kovac den verdienten Beifall abholte.

Robert Lewandowski: 250 Spiele, 202 Tore und 47 Vorlagen

Lewy, der Rekordjäger. In sieben Partien dieser Spielzeit hat er nun bereits elf Tore erzielt. Neun Treffer in fünf Bundesliga-Spielen gelangen nur dem Gladbacher Peter Meyer vor 52 Jahren. Nach 250 Pflichtspielen für Bayern steht der Pole nun bei der sagenhaften Bilanz von 202 Toren und 47 Vorlagen. Er ist also ziemlich genau in jeder Partie direkt an einem Treffer beteiligt. Irre!

"Für das Oktoberfest ist es immer schön, wenn Bayern mit einem Sieg und vier Toren da steht", sagte Lewy nach dem Köln-Triumph, der ganz im Zeichen des neuen Traumduos Lewandowski/Philippe Coutinho stand.

FC Bayern: Angewiesen auf Robert Lewandowski

Gönnerhaft gestattete der in der Vergangenheit nicht immer spendable Lewandowski dem brasilianischen Neuzugang per Elfmeter sein erstes Bayern-Tor – und wurde anschließend von den Kollegen dafür gefeiert. Kapitän Manuel Neuer sprach von einer "super Geste von Lewy", Joshua Kimmich war sogar positiv überrascht. "Das hätte ich nicht erwartet", sagte der Nationalspieler beim nächtlichen Auftritt im ZDF-"Sportstudio" und ergänzte: "Mit zwei Toren im Rücken fällt das glaube ich leichter."

Kimmich räumte allerdings auch eine gewisse Abhängigkeit von Lewandowski ein. "Wir sind schon darauf angewiesen, dass er gesund und fit bleibt", sagte der 24-Jährige und nannte Thomas Müller und Serge Gnabry ("Er macht das beim DFB überragend") als Alternativen für die Sturmspitze. Aber klar ist: Keiner kann einen Lewandowski in der aktuellen Verfassung ersetzen. Vor Saisonbeginn hatte sich Coach Kovac intern für Mario Mandzukic (33) starkgemacht. Doch letztlich lehnte die Klubführung eine Rückkehr des Ex-Bayern-Stars von Juventus Turin ab. Das wird sich nicht rächen – solange Lewy weiter nach Belieben trifft.

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