"Schnapsidee": Söder strikt gegen Berlin-Pläne für Wohnungen

In Berlin soll unter bestimmten Umständen Privateigentum enteignet werden können. In Bayern bewertet man das als Schnapsidee – und kündigt eine Initiative im Bundesrat an.
AZ/dpa |
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Enteignungen sind für CSU-Chef Markus Söder ein Tabu – er will per Bundesrat ein Verbot durchsetzen. (Archivbild)
Enteignungen sind für CSU-Chef Markus Söder ein Tabu – er will per Bundesrat ein Verbot durchsetzen. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa

CSU-Chef Markus Söder will per Bundesrat die Enteignung von privaten Wohnungsunternehmen in Deutschland verbieten lassen. Derartige Pläne, wie es sie in Berlin gebe, seien "eine Schnapsidee. Das ist der Tod des privaten Wohnungsbaus und reiner Sozialismus. Das lehnen wir ab und werden deswegen über den Bundesrat eine Initiative starten, die solche Enteignungen verbietet", sagte der bayerische Ministerpräsident in seiner Regierungserklärung im Landtag in München.

Söder strikt gegen Berlin-Idee für Bayern

Im März hatten CDU und SPD im Berliner Abgeordnetenhaus ein sogenanntes Vergesellschaftungsrahmengesetz beschlossen. Es soll aber erst nach einer verfassungsrechtlichen Überprüfung in Kraft treten. Das Gesetz legt fest, dass "Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel" unter bestimmten Bedingungen in Gemeineigentum überführt werden können. 

Grundlage dafür ist, dass die Enteignung dem Gemeinwohl dient und ein "allgemeines Versorgungsinteresse" breiter Schichten der Bevölkerung an Gütern und Dienstleistungen der Daseinsvorsorge sicherstellt. Jegliche Vergesellschaftungen müssen aber verhältnismäßig sein und sind nur gegen eine angemessene Entschädigung zulässig.

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