Polizei sucht fieberhaft nach Brandstiftern von Vorra

Flammen in Asylunterkünften, fremdenfeindliche Parolen an einer Hauswand - das Entsetzen über die Brandanschläge von Vorra noch immer groß. Die Polizei bemüht sich um Aufklärung, Bürger wollen ein Zeichen gegen Rechts setzen.
| dpa
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Blick am 13.12.2014 in Vorra (Bayern) auf einen durch einen Brand zerstörten Gasthof. In der Nacht zum 12.12. hatten im Ortskern des Dorfes im Kreis Nürnberger Land ein ehemaliger Gasthof, ein nahe gelegenes Wohnhaus sowie eine Scheune gebrannt. In die Gebäude sollten in der kommenden Woche Asylbewerber einziehen.
Daniel Karmann/dpa 20 Blick am 13.12.2014 in Vorra (Bayern) auf einen durch einen Brand zerstörten Gasthof. In der Nacht zum 12.12. hatten im Ortskern des Dorfes im Kreis Nürnberger Land ein ehemaliger Gasthof, ein nahe gelegenes Wohnhaus sowie eine Scheune gebrannt. In die Gebäude sollten in der kommenden Woche Asylbewerber einziehen.
Eine Polizistin hält am 13.12.2014 in Vorra (Bayern) Fahndungszettel zum Brandanschlag in der Gemeinde in den Händen. Die Polizei sucht fieberhaft nach den Verbrechern.
dpa 20 Eine Polizistin hält am 13.12.2014 in Vorra (Bayern) Fahndungszettel zum Brandanschlag in der Gemeinde in den Händen. Die Polizei sucht fieberhaft nach den Verbrechern.
Eine Polizistin hält am 13.12.2014 in Vorra (Bayern) Fahndungszettel zum Brandanschlag in der Gemeinde in den Händen. Die Polizei sucht fieberhaft nach den Verbrechern.
dpa 20 Eine Polizistin hält am 13.12.2014 in Vorra (Bayern) Fahndungszettel zum Brandanschlag in der Gemeinde in den Händen. Die Polizei sucht fieberhaft nach den Verbrechern.
Eine Polizistin hält am 13.12.2014 in Vorra (Bayern) Fahndungszettel zum Brandanschlag in der Gemeinde in den Händen. Die Polizei sucht fieberhaft nach den Verbrechern.
dpa 20 Eine Polizistin hält am 13.12.2014 in Vorra (Bayern) Fahndungszettel zum Brandanschlag in der Gemeinde in den Händen. Die Polizei sucht fieberhaft nach den Verbrechern.
Vorra - Kreis Nürnberger Land" ist auf dem Ortsschild der Gemeinde Vorra (Bayern) am 13.12.2014 zu lesen.
dpa 20 Vorra - Kreis Nürnberger Land" ist auf dem Ortsschild der Gemeinde Vorra (Bayern) am 13.12.2014 zu lesen.
Weitere Bilder aus Vorra.
dpa 20 Weitere Bilder aus Vorra.
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Blick am 13.12.2014 in Vorra (Bayern) auf eine weiß überstrichene Hauswand, an der zuvor Hakenkreuze und fremdenfeindliche Parolen zu sehen waren.
dpa 20 Blick am 13.12.2014 in Vorra (Bayern) auf eine weiß überstrichene Hauswand, an der zuvor Hakenkreuze und fremdenfeindliche Parolen zu sehen waren.
Blick am 13.12.2014 in Vorra (Bayern) auf eine weiß überstrichene Hauswand, an der zuvor Hakenkreuze und fremdenfeindliche Parolen zu sehen waren.
dpa 20 Blick am 13.12.2014 in Vorra (Bayern) auf eine weiß überstrichene Hauswand, an der zuvor Hakenkreuze und fremdenfeindliche Parolen zu sehen waren.
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Mitarbeiter der Spurensicherung stehen am 12.12.2014 in Vorra (Bayern) an einem durch einen Brand beschädigtem Gebäude. In der Nacht hatten im Ortskern des Dorfes im Kreis Nürnberger Land ein ehemaliger Gasthof, ein nahe gelegenes Wohnhaus sowie eine Scheune gebrannt. In die Gebäude sollten in der kommenden Woche Asylbewerber einziehen.
Daniel Karmann/dpa 20 Mitarbeiter der Spurensicherung stehen am 12.12.2014 in Vorra (Bayern) an einem durch einen Brand beschädigtem Gebäude. In der Nacht hatten im Ortskern des Dorfes im Kreis Nürnberger Land ein ehemaliger Gasthof, ein nahe gelegenes Wohnhaus sowie eine Scheune gebrannt. In die Gebäude sollten in der kommenden Woche Asylbewerber einziehen.
Mitarbeiter der Spurensicherung stehen am 12.12.2014 in Vorra (Bayern) an einem durch einen Brand beschädigtem Gebäude. In der Nacht hatten im Ortskern des Dorfes im Kreis Nürnberger Land ein ehemaliger Gasthof, ein nahe gelegenes Wohnhaus sowie eine Scheune gebrannt. In die Gebäude sollten in der kommenden Woche Asylbewerber einziehen.
Daniel Karmann/dpa 20 Mitarbeiter der Spurensicherung stehen am 12.12.2014 in Vorra (Bayern) an einem durch einen Brand beschädigtem Gebäude. In der Nacht hatten im Ortskern des Dorfes im Kreis Nürnberger Land ein ehemaliger Gasthof, ein nahe gelegenes Wohnhaus sowie eine Scheune gebrannt. In die Gebäude sollten in der kommenden Woche Asylbewerber einziehen.
Der Schriftzug «Kein Asylat (Asylant) in Vorra» und Hakenkreuze sind am 12.12.2014 in Vorra (Bayern) an einer Hauswand zu lesen. In der Nacht hatten im Ortskern des Dorfes im Kreis Nürnberger Land ein ehemaliger Gasthof, ein nahe gelegenes Wohnhaus sowie eine Scheune gebrannt. In die Gebäude sollten in der kommenden Woche Asylbewerber einziehen.
Daniel Karmann/dpa 20 Der Schriftzug «Kein Asylat (Asylant) in Vorra» und Hakenkreuze sind am 12.12.2014 in Vorra (Bayern) an einer Hauswand zu lesen. In der Nacht hatten im Ortskern des Dorfes im Kreis Nürnberger Land ein ehemaliger Gasthof, ein nahe gelegenes Wohnhaus sowie eine Scheune gebrannt. In die Gebäude sollten in der kommenden Woche Asylbewerber einziehen.
Der Schriftzug «Kein Asylat (Asylant) in Vorra» und Hakenkreuze sind am 12.12.2014 in Vorra (Bayern) an einer Hauswand zu lesen. In der Nacht hatten im Ortskern des Dorfes im Kreis Nürnberger Land ein ehemaliger Gasthof, ein nahe gelegenes Wohnhaus sowie eine Scheune gebrannt. In die Gebäude sollten in der kommenden Woche Asylbewerber einziehen.
Daniel Karmann/dpa 20 Der Schriftzug «Kein Asylat (Asylant) in Vorra» und Hakenkreuze sind am 12.12.2014 in Vorra (Bayern) an einer Hauswand zu lesen. In der Nacht hatten im Ortskern des Dorfes im Kreis Nürnberger Land ein ehemaliger Gasthof, ein nahe gelegenes Wohnhaus sowie eine Scheune gebrannt. In die Gebäude sollten in der kommenden Woche Asylbewerber einziehen.
Der Schriftzug «Kein Asylat (Asylant) in Vorra» und Hakenkreuze sind am 12.12.2014 in Vorra (Bayern) an einer Hauswand zu lesen. In der Nacht hatten im Ortskern des Dorfes im Kreis Nürnberger Land ein ehemaliger Gasthof, ein nahe gelegenes Wohnhaus sowie eine Scheune gebrannt. In die Gebäude sollten in der kommenden Woche Asylbewerber einziehen.
Daniel Karmann/dpa 20 Der Schriftzug «Kein Asylat (Asylant) in Vorra» und Hakenkreuze sind am 12.12.2014 in Vorra (Bayern) an einer Hauswand zu lesen. In der Nacht hatten im Ortskern des Dorfes im Kreis Nürnberger Land ein ehemaliger Gasthof, ein nahe gelegenes Wohnhaus sowie eine Scheune gebrannt. In die Gebäude sollten in der kommenden Woche Asylbewerber einziehen.
Der Schriftzug «Kein Asylat (Asylant) in Vorra» und Hakenkreuze sind am 12.12.2014 in Vorra (Bayern) an einer Hauswand zu lesen. In der Nacht hatten im Ortskern des Dorfes im Kreis Nürnberger Land ein ehemaliger Gasthof, ein nahe gelegenes Wohnhaus sowie eine Scheune gebrannt. In die Gebäude sollten in der kommenden Woche Asylbewerber einziehen.
Daniel Karmann/dpa 20 Der Schriftzug «Kein Asylat (Asylant) in Vorra» und Hakenkreuze sind am 12.12.2014 in Vorra (Bayern) an einer Hauswand zu lesen. In der Nacht hatten im Ortskern des Dorfes im Kreis Nürnberger Land ein ehemaliger Gasthof, ein nahe gelegenes Wohnhaus sowie eine Scheune gebrannt. In die Gebäude sollten in der kommenden Woche Asylbewerber einziehen.
Der Schriftzug «Kein Asylat (Asylant) in Vorra» und Hakenkreuze sind am 12.12.2014 in Vorra (Bayern) an einer Hauswand zu lesen. In der Nacht hatten im Ortskern des Dorfes im Kreis Nürnberger Land ein ehemaliger Gasthof, ein nahe gelegenes Wohnhaus sowie eine Scheune gebrannt. In die Gebäude sollten in der kommenden Woche Asylbewerber einziehen.
Daniel Karmann/dpa 20 Der Schriftzug «Kein Asylat (Asylant) in Vorra» und Hakenkreuze sind am 12.12.2014 in Vorra (Bayern) an einer Hauswand zu lesen. In der Nacht hatten im Ortskern des Dorfes im Kreis Nürnberger Land ein ehemaliger Gasthof, ein nahe gelegenes Wohnhaus sowie eine Scheune gebrannt. In die Gebäude sollten in der kommenden Woche Asylbewerber einziehen.

Flammen in Asylunterkünften, fremdenfeindliche Parolen an einer Hauswand - das Entsetzen über die Brandanschläge von Vorra noch immer groß. Die Polizei bemüht sich um Aufklärung, Bürger wollen ein Zeichen gegen Rechts setzen.

Nach der Brandstiftung in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Vorra bei Nürnberg suchen die Ermittler fieberhaft nach den Tätern. «Die arbeiten so schnell wie möglich und sehr penibel», sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Samstag am Rande des CSU-Parteitags in Nürnberg. Er warnte aber davor, mit allzu raschen Ergebnissen zu rechnen. Die Ermittlungen seien sehr aufwendig. Beispielsweise müssten DNA-Spuren am Tatort analysiert und abgeglichen werden.

Unbekannte hatten am späten Donnerstagabend in dem 1700-Einwohner-Ort einen als Flüchtlingsunterkunft umgebauten Gasthof samt Scheune sowie ein frisch renoviertes Wohnhaus in Brand gesteckt. Auf einem Nebengebäude sprühten die Unbekannten eine Naziparole sowie zwei Hakenkreuze. Alle Gebäude liegen im Zentrum des idyllischen Ausflugsorts und sind etwa per Auto nur rund 50 Minuten von Nürnberg entfernt.

Nach Angaben einer Nürnberger Polizeisprecherin sind inzwischen etliche Hinweise bei der 20-köpfigen Sonderkommission «Vorra» eingegangen. «Bisher ist aber noch keine heiße Spur dabei», sagte sie. Auch dem Verdacht, hinter der Tat könne möglicherweise eine mutmaßliche rechtsextreme Gruppe stecken, die sich seit längerer Zeit in einem Wochenendhaus oberhalb von Vorra trifft, werde nachgegangen. Einzelheiten wollte die Polizeisprecherin nicht nennen.

Am Tatort waren unterdessen auch am Samstag Kripo-Spezialisten mit der Spurensicherung beschäftigt. Die Ermittler hoffen daneben auf Hinweise aus der Bevölkerung. Am Vormittag verteilten Polizeibeamte in dem Ort rund 1000 Handzettel und Fahndungsplakate, auf denen die Soko «Vorra» um Mithilfe bei der Suche nach den Tätern bittet. Für Hinweise zur Aufklärung der Tat wurde zudem eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.

Auf Drängen der Polizei ließ die Gemeinde noch am Samstag die von den unbekannten Tätern an eine Hauswand gesprühten rechtsextremen Parolen überstreichen. «Mann muss ja nicht noch für die Werbung machen», sagte Bürgermeister Volker Herzog (SPD). Die ausgebrannten Gebäude standen auch am Samstag unter Polizeibewachung. Vor den Anwesen, aus denen noch immer intensiver Brandgeruch drang, bildeten sich am Samstag immer wieder kleine Gruppen von Bürgern, die diskutierten.

CSU-Chef Horst Seehofer wies unterdessen den Vorwurf der Grünen zurück, seine Partei trage indirekt eine Mitschuld an dem Brandanschlag. «Wer uns als Sympathisanten oder Verursacher darstellt, der grenzt sich für mich als Gesprächspartner aus», sagte Seehofer am Rande des CSU-Parteitags in Nürnberg.

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hatte der CSU vorgeworfen, sie habe in den vergangenen Monaten mit wiederholten populistischen Vorstößen zu einer Verschärfung des Meinungsklimas beigetragen. In der CSU habe seit 40 Jahren niemand etwas mit Rechtsradikalismus zu tun, sagte Seehofer. «Das ist völliger Quatsch.»

Am Sonntag plant die örtliche Kirchengemeinde einen Gedenkgottesdienst. Als Zeichen der Solidarität mit Asylbewerbern wollen Bürger anschließend eine Menschenkette um die ausgebrannten Gebäude bilden, wie Pfarrer Björn Schukat am Samstag berichtete.

Der evangelische Geistliche berichtete am Samstag, der Brandanschlag gebe nicht im geringsten die Stimmung in Vorra gegenüber den erwarteten Flüchtlingen wieder. «Bei manchen war sogar ein Stück Vorfreude zu spüren». Es gebe nur ganz wenige, die Vorbehalte gegenüber den Asylbewerbern geäußert hätten.

Anders als in anderen Ortschaften sei die Bevölkerung mit Unterstützung eines Asylsozialberater seit Monaten gut auf die Ankunft der Ausländer vorbereitet worden. Ein schon vor Monaten gegründeter Unterstützerkreis sei bereit gewesen, die Flüchtlinge zu betreuen. «In Vorra wurde eigentlich alles richtig gemacht», unterstrich Schukat.

 

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