Nach Kohleausstieg bleibt Windräderbau streng limitiert

München (dpa/lby) - Der Bau von Windrädern in Bayern unterliegt auch nach dem vom Bund beschlossenen Ausstieg aus der Kohleenergie weiter hohen formellen Beschränkungen. CSU, Freie Wähler, FDP und AfD stimmten am Donnerstag gegen die Abschaffung der umstrittenen 10H-Regelung.
| dpa
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München (dpa/lby) - Der Bau von Windrädern in Bayern unterliegt auch nach dem vom Bund beschlossenen Ausstieg aus der Kohleenergie weiter hohen formellen Beschränkungen. CSU, Freie Wähler, FDP und AfD stimmten am Donnerstag gegen die Abschaffung der umstrittenen 10H-Regelung. Nur SPD und Grüne stimmten für den SPD-Antrag. Dieser hatte mit Blick auf den Kohleausstieg und zur Sicherung der Energieversorgung die Förderung des Windanlagenbaus gefordert.

Die 10H-Regelung gilt in Bayern seit 2014. Sie besagt, dass der Mindestabstand eines Windrads zur nächsten Wohnsiedlung mindestens das Zehnfache der Bauhöhe betragen muss - bei einer Rotorhöhe von 200 Metern also zwei Kilometer. In der Praxis wurden seither kaum noch neue Windräder beantragt und gebaut. Gab es 2013 noch rund 400 Genehmigungsanträge, waren es 2017 nur noch vier Anträge.

Spätestens 2038 soll in Deutschland das letzte Braunkohlekraftwerk vom Netz gehen. Da bis 2022 auch das letzte deutsche Kernkraftwerk abgeschaltet werden soll, ist in Süddeutschland längst eine Debatte um die Energieversorgung entbrannt. Auch die CSU fürchtet steigende Preise und Probleme bei der Versorgungssicherheit, weil der Bau der Energieleitungen für Windenergie von Norden nach Süden stockt.

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