CSU stellt sich gegen Social-Media-Altersgrenze

CDU und SPD sind sich einig: Kinder und Jugendliche brauchen Schutz in sozialen Netzwerken. Der dritte Koalitionspartner zieht nicht mit, wenn es um eine Altersgrenze geht.
dpa |
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Die CSU will beim Social-Media-Verbot für Kinder nicht mitziehen. (Archivbild)
Die CSU will beim Social-Media-Verbot für Kinder nicht mitziehen. (Archivbild) © Elisa Schu/dpa
Berlin

Die Pläne von CDU und SPD zur Einführung einer Altersgrenze für Social-Media-Plattformen wie Tiktok und Instagram stoßen beim Koalitionspartner CSU auf wenig Gegenliebe. "Diese Verbotsdebatte geht an der Wirklichkeit vorbei", sagte der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Hoffmann, der "Augsburger Allgemeinen". Den richtigen Umgang mit Social-Media lernten Kinder und Jugendliche nicht durch Verbote. 

Wichtig sei die Stärkung der Medienkompetenz in Kombination mit einem besseren Schutz vor jugendgefährdenden Angeboten. Dafür müsse die Politik die Betreiber der Plattformen in die Pflicht nehmen, anstatt Kindern und Jugendlichen mit pauschalen Verboten den Raum zur Ausbildung digitaler Fähigkeiten zu nehmen.

Die CDU hatte sich auf ihrem Parteitag für ein Mindestalter von 14 Jahren für soziale Medien ausgesprochen, bis zum 16. Lebensjahr gebe es ein "besonderes Schutzbedürfnis". Auch die SPD fordert eine Altersgrenze von 14 Jahren und Jugendversionen der Plattformen für alle unter 16.

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