CSU lehnt Zuwanderungsregelung für Ungelernte kategorisch ab

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann lehnt neue Zuwanderungsmöglichkeiten für Ungelernte nach Deutschland kategorisch ab. "Ich halte die Forderung von Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer für völlig abwegig", sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München.
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Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern, hält eine Rede. Foto: Matthias Balk/Archiv
dpa Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern, hält eine Rede. Foto: Matthias Balk/Archiv

München/Berlin - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann lehnt neue Zuwanderungsmöglichkeiten für Ungelernte nach Deutschland kategorisch ab. "Ich halte die Forderung von Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer für völlig abwegig", sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München. Herrmann reagierte damit auf eine Forderung Kramers nach einer entsprechenden Regelung im geplanten Fachkräftezuwanderungsgesetz. Diese widerspricht aber auch den Bestrebungen der Unionsfraktion im Bundestag.

"Trotz der hervorragenden Lage am Arbeitsmarkt gibt es in Deutschland immer noch mehr als 2,2 Millionen Arbeitslose. Auf die sollten sich die Bemühungen der Arbeitgeber konzentrieren", betonte Herrmann. Laut Bundesagentur für Arbeit seien im September in Deutschland 12,3 Prozent der Ausländer arbeitslos gewesen. "Es sind noch viele ungelernte Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt vorhanden. Die Arbeitgeber sollten sich darum bemühen, diese in Arbeit zu bringen anstatt weitere ungelernte Arbeitskräfte aus dem Ausland zu holen."

Arbeitgeberpräsident Kramer sieht dies anders: "Es geht uns eben nicht nur ausschließlich darum, den Akademiker oder bereits ausgebildeten Fachmann ins Land zu holen", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag). "Das Gesetz muss auch ermöglichen, Menschen anzuwerben, die wir in Deutschland erst zu Fachkräften weiterbilden, da es weltweit keine vergleichbare Berufsausbildung gibt, wohl aber Berufserfahrung."

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