Auch Forschungsministerin Bär sagt für Erhard-Gipfel ab

Nach CSU-Chef Markus Söder sagt auch dessen Parteikollegin, Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, ihre Teilnahme für den Ludwig-Erhard-Gipfel ab. Begründung: Terminliche Überschneidungen.
dpa |
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Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hatte laut Weimer Media für den Erhard-Gipfel bereits zugesagt. (Archivbild)
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hatte laut Weimer Media für den Erhard-Gipfel bereits zugesagt. (Archivbild) © Markus Lenhardt/dpa
Berlin

Auch Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat ihre ursprünglich geplante Teilnahme am Ludwig-Erhard-Gipfel (LEG) der Weimer Media Group Ende April abgesagt. "Terminliche Überschneidungen machen eine Teilnahme am Gipfel nun leider nicht möglich", schrieb ihr Ministerium auf Anfrage. Die Ministerin werde auf einer Auslandsreise sein, bei der es insbesondere um einen Austausch zu den Themen der sogenannten Hightech Agenda Deutschland gehen solle. Einer Sprecherin zufolge reist Bär nach Norwegen.

Ursprünglich war Rede geplant 

Eine Teilnahme der CSU-Politikerin sei seitens des Ministeriums grundsätzlich vorgesehen gewesen, "die endgültige Entscheidung hierzu stand jedoch noch aus", hieß es. Im November hatte eine Sprecherin gesagt, es sei geplant, dass Bär eine Rede auf dem Erhard-Gipfel halten werde. Neben der Forschungsministerin hatten laut Weimer Media Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (auch CSU) und Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) zugesagt. 

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte zu Wochenbeginn den Verzicht auf seine Teilnahme und Schirmherrschaft in diesem Jahr erklärt. "Man muss ökonomische und politische Dinge klar trennen und da möchte ich auch kein Geschmäckle entstehen lassen an der Stelle", sagte der CSU-Chef

Gipfel und Kulturstaatsminister gerieten in die Schlagzeilen

Der Gipfel, der eng mit dem Namen des Kulturstaatsministers Wolfram Weimer verbunden ist, war nach Berichten in den Fokus gerückt, wonach die Weimer Media Group dort Unternehmen gegen Geld exklusiven Zugang zu Bundesministern bieten und dabei explizit mit "Einfluss auf die politischen Entscheidungsträger" werben soll. Die Weimer Media Group hatte ihrerseits jegliche Vorwürfe zurückgewiesen. 

In der Folge der Berichterstattung über die Kritik an der Veranstaltung hatte sich der parteilose Kulturstaatsminister vorläufig von seinen Anteilen am Verlag Weimer Media Group getrennt. Noch vor seinem Amtsantritt hatte er die Geschäftsführung niedergelegt. Weimer besitzt 50 Prozent an der Verlagsgruppe, die er mit seiner Frau 2012 gegründet hatte. Für die Dauer seiner politischen Amtszeit gehen diese an einen Treuhänder.

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