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Ab sofort Änderungen beim Einzelhandel: Wann haben welche Geschäfte in Bayern geöffnet?

Der Lockdown wird auch in Bayern bis zum 18. April verlängert. Welche Geschäfte und Einrichtungen haben geöffnet – und welche sind geschlossen? Der Überblick.
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Ein Bild von Mitte Dezember: Die Fußgängerzone in München – (beinahe) menschenleer.
Ein Bild von Mitte Dezember: Die Fußgängerzone in München – (beinahe) menschenleer. © Sven Hoppe/dpa

Hinweis der Redaktion: Dieser Text hat den Stand des am 7. April veröffentlichten Berichts des bayerischen Kabinetts. Grundlage ist die am 22. März von Bund und Ländern beschlossene Verlängerung der Corona-Maßnahmen sowie der bekanntgegebenen Ergänzungen der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 23. März.


München - Das Coronavirus hat Deutschland weiterhin fest im Griff, deshalb haben sich Bund und Länder am 22. März auf eine erneute Verlängerung des Lockdowns geeinigt. Dieser gilt nun vorerst bis zum 18. April.

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Die AZ gibt einen Überblick, was die beschlossenen Maßnahmen konkret für den Einzelhandel bedeuten und welche Geschäfte während des Lockdowns wann öffnen dürfen.

Diese Geschäfte haben während des Corona-Lockdowns bereits geöffnet

Der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 15. Dezember zufolge war die Öffnung von Ladengeschäften mit Kundenverkehr und zugehörigen Abholdiensten untersagt. Jedoch gab es folgende Ausnahmen – diese Läden und Geschäfte durften deshalb auch während des "harten Lockdowns" weiterhin geöffnet bleiben:

  • Lebensmittelhandel
  • Lieferdienste
  • Getränkemärkte
  • Reformhäuser
  • Babyfachmärkte
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Drogerien
  • Optiker
  • Hörgeräteakustiker
  • Tankstellen
  • Kfz- und Fahrradwerkstätten
  • Banken und Sparkassen
  • Filialen des Brief- und Versandhandels
  • Reinigungen und Waschsalons
  • Geschäfte, die Presseartikel verkaufen (z.B. Souvenirstände)
  • Tierbedarf und Futtermittel

Im ersten Öffnungsschritt durften ab dem 1. März auch folgende Geschäfte und Einrichtungen wieder öffnen: 

  • Bau- und Gartenmärkte (regionale Öffnungen)
  • Blumenläden (regionale Öffnungen)
  • Gärtnereien (regionale Öffnungen)
  • Friseure
  • Baumschulen
  • Musikschulen
  • Maniküre/Pediküre/Gesichtspflege (regionale Öffnungen)

Zweiter Öffnungsschritt seit 8. März 2021

Der zweite Öffnungsschritt, der grundsätzlich seit dem 8. März gilt, sieht Öffnungen bei folgenden Geschäften und Dienstleistern vor:

  • Buchhandlungen
  • Blumenläden (deutschlandweit)
  • Gartenmärkte (deutschlandweit)
  • Maniküre/Pediküre/Gesichtspflege (deutschlandweit, aber teilweise mit tagesaktuellem Test)
  • Fahr- und Flugschulen (mit tagesaktuellem Test)

Söder: Öffnungen für einige Geschäfte werden wieder zurückgenommen

Am 7. April gab Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) jedoch einige Änderungen in diesem Bereich bekannt. Demnach werden Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen, Baumärkte und Buchhandlungen künftig wieder wie sonstige Geschäfte des Einzelhandels behandelt, deren Öffnungen sich an der Inzidenz im jeweiligen Landkreis oder der kreisfreien Stadt orientieren. Diese Regelung ist auch im Bericht der Kabinettssitzung vom 7. April festgehalten.

Beim Einzelhandel gilt in der Regel: Ein Kunde pro zehn bzw. 20 Quadratmetern – der Wert richtet sich je nach der Verkaufsfläche des Ladens.

Öffnung des Einzelhandels: Planänderung in Bayern

Zumindest für Bayern gibt es nun abermals Änderungen beim Einzelhandel, die seit dem 12. April gelten – das teilte Söder auf der Pressekonferenz am 7. April mit. Die Öffnungspläne für den Einzelhandel wurden dabei nochmals konkretisiert und angepasst.

Bei einer 7-Tages-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt unter 50 wird der Einzelhandel wieder "normal" geöffnet – vorausgesetzt, es besteht ein allgemeines Schutz- und Hygienekonzept (Mindestabstand, Maskenpflicht, Quadratmeter pro Kunde).

In Landkreisen oder kreisfreien Städten, in denen die Inzidenz zwischen 50 und 100 liegt, darf der Einzelhandel auch nach den Osterferien nur mit vorheriger Terminbuchung des Kunden ("Click & meet") öffnen. Zudem gilt eine Kundenbegrenzung: Für einen Kunden sind dabei 40 Quadratmeter Verkaufsfläche vorgesehen.

Neuerungen gibt es ab dem 12. April nun bei einer Inzidenz zwischen 100 und 200. Hier ist in den Läden "Click & meet" zulässig, bisher war das nicht der Fall. Jedoch muss der Kunde zusätzlich noch einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen. Dabei darf ein PCR-Test nicht älter als 48 Stunden sein, bei einem Schnelltest sind es 24 Stunden.

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz von über 200 ändert sich vorerst nichts. Hier ist weiterhin nur die Abholung vorbestellter Waren im Geschäft ("Click & collect") zulässig. Dies ist jedoch auch ohne negativen Corona-Test möglich.

Die von der Bundesregierung beschlossene "Notbremse" ist dann zumindest für den Einzelhandel vorerst hinfällig. Bislang galt: Sollte die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden auf über 100 ansteigen, tritt ab dem zweiten darauffolgenden Werktag die "Notbremse" in Kraft, die die Regeln, die bis zum 7. März gegolten haben, wieder herstellt. Dann wäre der Einzelhandel - mit einigen Ausnahmen - wieder komplett dicht!

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Wann dürfen Restaurants wieder öffnen?

Bei der Außengastronomie sowie Kultureinrichtungen gibt es vorerst keine weiteren Lockerungen – anders als beim Einzelhandel erfolgen Öffnungsschritte hier nicht bereits nach den Osterferien. Wie Söder am 7. April bekannt gab, ist bei Gastro und Kultur erst ab dem 26. April mit weiteren Öffnungen zu rechnen.

Solange in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt eine Inzidenz von unter 50 besteht, gilt:

  • Öffnung der Außengastronomie
  • Öffnung von Theatern, Konzert- und Opernhäusern sowie Kinos
  • Kontaktfreier Sport im Innenbereich, Kontaktsport im Außenbereich

Solange in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt eine Inzidenz zwischen 50 und 100 besteht, gilt:

  • Öffnung der Außengastronomie mit vorheriger Terminbuchung und aktuellem Schnell- oder Selbsttest
  • Öffnung von Theatern, Konzert- und Opernhäusern sowie Kinos mit aktuellem Schnell- oder Selbsttest
  • Kontaktfreier Sport im Innenbereich, Kontaktsport im Außenbereich mit aktuellem Schnell- oder Selbsttest

FFP2-Maskenpflicht im Einzelhandel

Seit dem 18. Januar gilt beim Einkaufen eine FFP2-Maskenpflicht. Selbst genähte sowie Einwegmasken sind damit nicht mehr erlaubt.

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"Click & collect" seit 11. Januar

Einzelhändler dürfen seit Montag, 11. Januar, auch in Bayern Waren per Telefon oder Internet verkaufen und zur Abholung anbieten. Diese Regelung galt in einigen anderen Bundesländern schon seit einiger Zeit. Voraussetzung: FFP2-Masken müssen getragen werden und es dürfen sich keine Menschenansammlungen vor den Geschäften bilden. 

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