Stefan Raab überzeugt beim TV-Duell

Die Experten sind sich einig: Peer Steinbrück erringt gegen Merkel einen knappen Punktsieg, doch einer siegt durch K.o.: ProSieben-Moderator Stefan Raab stellte seine Kollegen in den Schatten und bekam anschließend von allen Seiten großes Lob.
| (dr/spot)
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Stefan Raab ist endgültig als Politik-Moderator akzeptiert
SAT.1/Andre Kowalski/Bernd Jaworek Willi Weber/fotolia.de Stefan Raab ist endgültig als Politik-Moderator akzeptiert

Er war das Salz in der Suppe! So könnte man den Auftritt von Stefan Raab (46) beim gestrigen Kanzlerduell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Peer Steinbrück bezeichnen. Neben den gestandenen Politik-Journalisten Peter Kloeppel, Anne Will und Maybrit Illner versuchte Raab mit locker formulierten Fragen seine Interviewpartner aus der Reserve zu locken. Mit Erfolg. Zuvor wurde seine Nominierung als Teil des Moderatoren-Teams zum Teil auch kritisch betrachtet.

Eigentlich ist Stefan Raab im Showgeschäft zu Hause. Seine Spielshow "Schlag den Raab" gibt es auch als PS3-Game. Hier finden Sie es

Stefan Raab stahl vor allem seinen Moderatoren-Kollegen die Show, die zum Teil verstaubt und ohne Emotionen ihre Fragen vortrugen. Raab hingegen nervte die Kandidaten, ohne aufdringlich zu wirken. Er fragte geschickt nach, zeigte sich schlagfertig und ohne Berührungsängste. Auch archivierte Politiker zollten nach der Show dem ehemaligen TV-Clown Respekt. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) auf "Bild.de": "Gegenüber dem Establishment war Raab ganz erfrischend. Er hat ein neues Element hinein gebracht. Er hat nicht geschadet, sondern bereichert."

Vor allem seine Einstiegsfrage an Frau Merkel, welche Partei herauskommen würde, wenn sie den Wahl-O-Mat ausfüllen würde, stieß im sozialen Netzwerk Twitter auf große positve Resonanz. Auch als später Raab dem Herausforderer Steinbrück vorschlug, dass der sein Wahlziel überdenken und besser eine große Koalition anstreben solle, wurde ausnahmslos positiv aufgenommen.

So sah es auch der ehemalige Tennis-Star Michael Stich, der überrascht feststellte: "Er stellt die Fragen manchmal näher am Bürger dran!" Den absoluten Ritterschlag gab es allerdings vom ehemaligen Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust, der in einem Kommentar zu "Bild.de" meinte: "Der ist auch nicht schlechter als die anderen."

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