Reaktionen auf das Ende von "Wetten, dass?"

Nach dem Showbeben: Das ZDF dementiert künftige Geheimpläne für „Wetten, dass?“ und Kanzlerin Merkel schweigt mal wieder
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Was vom Abend übrig bleibt: Servicekräfte reinigen die Kulissen von „Wetten, dass?“.
dpa Was vom Abend übrig bleibt: Servicekräfte reinigen die Kulissen von „Wetten, dass?“.

Nach dem Showbeben: Das ZDF dementiert künftige Geheimpläne für „Wetten, dass?“ und Bundeskanzlerin Angela Merkel schweigt mal wieder

Es ist alles zum Thema gesagt, nur nicht von allen: Aber zur Staatsaffäre wollte der frühere ZDF-Moderator und heutige Regierungssprecher Stefan Seibert das Ende von „Wetten, dass?“ dann auch nicht erheben: „Es bedarf nicht alles eines Kommentars der Bundesregierung. Schon gar nicht Veränderungen im Fernsehprogramm“, sagte er Journalisten, die am Montag nach einer Einschätzung der Bundesgerierung zum Thema fragten.

Dafür hielt sich Showmaster Dieter Thomas Heck (76) nicht zurück und machte in der „Bild“ für das Aus des ZDF-Klassikers „Wetten, dass?“ Moderator Markus Lanz (45) persönlich verantwortlich. „Er hätte auf Leute hören sollen, die mehr Erfahrung haben und es besser können als er“, sagte Heck. „Ich bin sicher, mit Thomas Gottschalk oder Frank Elstner wären die Quoten nicht so gesunken wie mit Lanz und die Show würde weitergehen“, ergänzte der langjährige Moderator der „ZDF-Hitparade“.

Das ZDF wies am Montag einen „Bild“-Bericht zurück, wonach der Sender bereits Planungen für eine Rückkehr von „Wetten, dass?“ nach mindestens einem Jahr Pause in der Schublade habe. „Es gibt keinen ,Geheim-Plan’“, sagte ein Sprecher in Mainz.

Frank Elstner rechnete damit, dass etwas passiert

Der Medienwissenschaftler Lutz Hachmeister sagte Deutschlandradio Kultur zum Ende der Show: „Man hatte ja doch schon das Gefühl, dass diese Sendung Teil des Retro-Fernsehens ist, dass sie sich selbst überlebt hat, und ich habe mich eigentlich gewundert, wie lange sie funktioniert hat.“ Show-Erfinder Elstner (71) hatte nach eigenen Worten damit gerechnet, „dass etwas passiert“, wie er im „Welt“-Interview sagte.

Nach den Diskussionen der jüngsten Zeit sei klar gewesen, „dass das ZDF eine Entscheidung fällen wird“. Er wollte sich nicht zur Rolle von Lanz bei der Absetzung des Dauerbrenners äußern. „Ich bin mit ihm befreundet, deswegen halte ich mich da raus.“

Die Show soll im Dezember eingestellt werden. Aufmunterndes sagte hingegen Showgast Cameron Diaz: „Es ist wirklich eine Erfahrung. Die Form ist einzigartig. Ich war noch nie in einer Show irgendwo auf der Welt, die auch nur ansatzweise damit vergleichbar wäre. Das finde ich ziemlich cool. Das Publikum ist so glücklich, alle sind aufgeregt, einfach dabei zu sein, die Gäste sind großartig und Markus, der Gastgeber, war wirklich reizend.“

Weiter mit Hape Kerkeling?

Im Internet fordern Zuschauer eine Fortsetzung der ZDF-Show. Und diverse Medien beschreiben mögliche Rettungspläne. Die Programmzeitschrift Auf einen Blick hat in einer aktuellen Umfrage  ermittelt, wer aus Sicht der TV-Zuschauer als Moderator am besten für die Nachfolge von Markus Lanz geeignet wäre.

Für 23 Prozent der Deutschen wäre Hape Kerkeling der beste Nachfolger von Markus Lanz bei "Wetten, dass..?". Auf Platz zwei der repräsentativen Umfrage im Auftrag von auf einen Blick (TNS Emnid/853 Befragte*) liegt Günther Jauch (18 Prozent) vor Thomas Gottschalk, den sich 16 Prozent der Zuschauer zurückwünschen.

Auf den weiteren Plätzen der Umfrage folgen Barbara Schöneberger (13 Prozent), Stefan Raab (7 Prozent), Jörg Pilawa (6 Prozent) und Kai Pflaume (6 Prozent) sowie Johannes B. Kerner (4 Prozent), Helene Fischer (4 Prozent) und Michelle Hunziker (3 Prozent).

 

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