Türkgücü-Beben: Saison in Gefahr

Mäzen Hasan Kivran steigt zum Jahresende bei Aufsteiger Türkgücü München aus. Gespräche mit Interessenten laufen.
| Krischan Kaufmann
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Überraschender Rückzug bei Türkgücü: Hasan Kivran (l.).
Überraschender Rückzug bei Türkgücü: Hasan Kivran (l.). © imago images/Passion2Press

München - Das Jahr 2020 endet für Türkgücü München mit einem Knall: Präsident und Mäzen Hasan Kivran will sein Engagement beim ambitionierten Drittliga-Aufsteiger schnellstmöglich beenden, angeblich sogar noch in diesem Jahr. Wie "Sport1" berichtet, sucht der 54-Jährige bereits einen Nachfolger.

Ohne neuen Investor gerät die Saison in akute Gefahr

Über die Gründe für den Ad-hoc-Rückzug ist nichts bekannt. Nach AZ-Informationen sind die ersten Gespräche mit möglichen Interessenten, die Kivrans Rolle als Mäzen beim ersten von Migranten gegründeten Profiverein Deutschlands übernehmen könnten, bereits angelaufen - Ausgang ungewiss!

Unklar ist ebenfalls noch, ob sich der Investor nur teilweise oder gar komplett zurückzieht. "Es kann von einem Teilrückzug bis hin zu allen 89 Prozent alles passieren", meinte Geschäftsführer Max Kothny nun gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Ohne einen neuen Investor - so ist aus dem Türkgücü-Umfeld zu hören - wäre die Saison in akuter Gefahr.

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Das ist bitter! Besonders, weil Trainer Alexander Schmidt und seine Mannschaft gerade erst in der Liga den Turnaround geschafft hatten. Nach einer ersten kleinen Leistungsdelle mit drei Niederlagen am Stück gelangen gegen Mitaufsteiger SC Verl (1:0) und dem famosen 4:1 im Nachholspiel beim SV Meppen kurz vor Weihnachten zwei ganz wichtige Siege. Mit aktuell Platz acht und einem Spiel (das Derby gegen Unterhaching) weniger sind die sportlichen Aussichten für den Drittliga-Neuling eigentlich recht ordentlich. Zudem gehören Türkgücüs Offensivkräfte Sercan Sararer und Petar Sliskovic mit jeweils 15 Torbeteiligungen zu den besten Scorern der Liga.

Gute Zahlen, die jedoch am Ende wertlos sind, wenn sich nicht rasch ein Nachfolger für Hasan Kivran findet. Ohne ist das Projekt Türkgücü zum Scheitern verurteilt.

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