Warum der Platzverweis gegen Felix Weber regelkonform war

Es ist der Aufreger im Spiel des TSV 1860 beim 1. FC Nürnberg II: Felix Weber fliegt vom Platz, weil er zu früh wieder reinläuft. Die Löwen sind stinksauer, die Regel ist jedoch eindeutig.
| Patrick Mayer
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Der Aufreger des Spiels: Nach dem Platzverweis für Felix Weber diskutieren Weber und Jan Mauersberger mit Schiedsrichter Eduard Beitinger.
Rachensteiner/Augenklick Der Aufreger des Spiels: Nach dem Platzverweis für Felix Weber diskutieren Weber und Jan Mauersberger mit Schiedsrichter Eduard Beitinger.

Nürnberg/München - Rudelbildung, wilde Diskussionen, Wortgefechte - die Gelb-rote Karte gegen Felix Weber erhitzte beim Spiel beim 1. FC Nürnberg II (2:2) die Gemüter. Es ging eine Szene voraus, die in den Fußball-Regeln des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) jedoch klar geregelt ist. Konkret heißt es unter Punkt 3.8.: Wenn ein Spieler das Spielfeld ohne Erlaubnis des Schiedsrichters erneut betritt, nachdem er dieses zuvor mit Erlaubnis des Referees verlassen hat, ist dieser Spieler zu verwarnen.

Felix Weber fliegt vom Platz

So geschehen: dem Kapitän des TSV 1860. So interpretiert: Von Schiedsrichter Eduard Beitinger. Dieser schickte den 23-jährigen Innenverteidiger – zuvor verwarnt - in der 67. Minute mit Gelb-rot vom Feld. Er war nach einer kurzen Behandlung wieder reingelaufen.

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Die Konfusion war groß. Denn: Laut Weber soll ihm der Vierte Offiziellen das Go gegeben haben. "So, wie er es geschildert hatte, ist er wohl einen Meter kurz reingelaufen, weil der Vierte Offizielle gesagt hatte: ‚Okay‘. Dann soll dieser plötzlich ‚nein, nein, nein‘ gesagt haben. Dann ist Felix wieder zurück, stand aber noch auf dem Feld", erzählte Abwehrkollege Jan Mauersberger seine Eindrücke. "Dann winkt der Vierte Offizielle den Schiedsrichter her, und der stellt ihn vom Platz."

Daniel Bierofka kritisiert Entscheidung

Auch Löwen-Coach Daniel Bierofka monierte. "Es war äußerst unglücklich vom Vierten Offiziellen. Felix hat mir gesagt, dass er ihm gesagt habe, er dürfe rein. Auch mein Betreuer stand dabei. Unglücklich", meinte Bierofka.

Sein Vize-Kapitän war weniger gemäßigt, vielmehr stinksauer. "Am Ende mussten wir nicht nur gegen Nürnberg ankämpfen, sondern auch noch gegen andere", sagte Mauersberger und meinte ohne Zweifel das Schiedsrichtergespann: "Diese Situation ist für mich sowas von unverständlich. Das ist nicht nur unsouverän gelöst. Eigentlich gibt es dafür Worte, aber wenn ich die sage, darf ich das nächste Spiel wahrscheinlich auch nicht spielen." Klare Kante vom Vize-Kapitän. Die Regeln ändert das nicht.

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