TSV 1860: Trainer Daniel Bierofka schwärmt - Semi Belkahia hat kein Limit

Semi Belkahia, Innenverteidiger-Talent des TSV 1860, trifft beim 2:1-Sieg im Test gegen Zweitligist FC Ingolstadt – und kann Werbung in eigener Sache machen. "Er muss noch mehr an sich glauben", meint Trainer Daniel Bierofka.
| Matthias Eicher
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München - Mutige Löwen wollten Daniel Bierofka und Günther Gorenzel sehen, die guten Fußball spielen. Der Trainer und der Sportchef des TSV 1860 sahen im Sportpark Heimstetten auch, was sie sich erhofften: Phasenweise starke Sechzger besiegten die kriselnden Schanzer – und ein Junglöwe feierte dabei ein Debüt, das auffälliger kaum hätte sein können.

Nico Karger (14.) und Semi Belkahia (27.) schossen den TSV am Freitagnachmittag gegen Zweitliga-Schlusslicht FC Ingolstadt 04 zu einem verdienten 2:1-Testspielsieg. Dario Lezcano (70.) gelang per Strafstoß nur noch der Anschlusstreffer. "Es war gut, das Spiel zu haben", sagte Bierofka nach der Partie. "Die erste Hälfte war sehr gut, wir haben mit viel Tempo gespielt. Das haben wir in der zweiten Hälfte vermissen lassen."

Bierofka schwärmt von Belkahia

Vor allem das erst 19-jährige Innenverteidiger-Talent Belkahia zeigte dabei in Sechzigs Dreierkette eine weitgehend gute Leistung, die er bei seinem Startelfdebüt mit einem Abstaubertreffer zu krönen schien – bevor er etwas übermotiviert den etwas fragwürdigen Elfmeter vor dem Anschlusstreffer des FCI verschuldete.

Trotzdem gab es hinterher Lob von Bierofka: "Semi Belkahia merkt man die Entwicklung an, er hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir müssen ihn behutsam aufbauen, aber er wird seinen Weg machen. Er ist sehr introvertiert, muss noch mehr an sich glauben, aber sein Potenzial hat kein Limit."

Bierofka hatte in Sechzigs Anfangself neben dem 1,92 Meter langen, aber noch schmächtigen Belkahia auch dem jungen Schlussmann Johann Hipper eine Chance gegeben. Während das Duo durchspielen durfte, lief Bierofkas arriviertes Personal nur 45 Minuten auf. Rechtsverteidiger Herbert Paul und der Ex-Ingolstädter Stefan Lex wurden geschont.

Auch Jens Keller überzeugt von Belkahia

Lob für Belkahia, der neben seinem Tor auch mit seiner Schnelligkeit und gutem Stellungsspiel punkten konnte, gab es auch von zwei Ex-Löwen unter den rund 300 Zuschauern. "Eine sehr gute Leistung. Er hat sich nahtlos eingefügt", erklärte Matthias Imhof der AZ über das im Sommer von Regionalligist VfR Garching verpflichtete Abwehr-Juwel: "Den kann man auch in der Dritten Liga bringen."

Imhofs einstiger Teamkamerad Jens Keller sah es ähnlich: "Er macht das gut und hat wenig anbrennen lassen." Mit Ausnahme seines etwas zu ungestümen Einsatzes vor dem 1:2.

Keller, der 1860 "bei solchen Leistungen in der Liga keine Abstiegsgefahr" attestierte, fügte zudem einschränkend hinzu: "Ingolstadt hat aber auch relativ harmlos agiert. Mal sehen, wie sich der Junge im Ernstfall macht, wenn noch mehr Druck auf ihn zukommt."

Und mal sehen, wann Bierofka seinem hochaufgeschossenen Talent dazu in der Dritten Liga die Chance gibt.

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