TSV 1860 München: Timo Gebhart ist fit für die Relegation gegen Saarbrücken

Löwen-Spielmacher Timo Gebhart ist fit für die Relegation gegen den 1. FC Saarbrücken. Das ergibt eine Untersuchung in der Praxis von DFB-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt.
| V. Kunzmann, P. Mayer
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Timo Gebhart am Montagnachmittag vor der Praxis von Dr. Wilhelm Müller-Wohlfahrt in der Altstadt.
AZ/pm Timo Gebhart am Montagnachmittag vor der Praxis von Dr. Wilhelm Müller-Wohlfahrt in der Altstadt.

München - Es ist die wahrscheinlich wichtigste Botschaft für alle Löwen-Fans in diesen Tagen: Stand jetzt ist die Relegation für Sechzig-Leader Timo Gebhart nicht in Gefahr. Das ergab eine Untersuchung samt Kernspin am frühen Montagabend bei Nationalmannschaftsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in dessen Arztpraxis in der Münchner Innenstadt.

Nach AZ-Informationen hat der 29-jährige Allgäuer eine leichte Entzündung am Sprunggelenk. Die Diagnose hätte für den TSV 1860 ohne Zweifel weit schlimmer sein können. Demnach kann Gebhart wohl am Donnerstag wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen.

Gebhart kann in der Relegation spielen

Eben dieses hatte er am vergangenen Donnerstag noch unter starken Schmerzen abbrechen müssen – der Spielmacher klagte über Probleme an seiner bereits zuvor entzündeten Achillessehne. Jetzt also die Entwarnung! Dabei bangte der einstige Bundesliga-Profi noch beim Betreten der Praxis am Nachmittag, kurz vor halb fünf.

"Mal schauen, ob ich gleich drankomme", sagte er schmunzelnd und wurde auf AZ-Nachfrage, ob die Relegation für ihn denn so Sinn mache, ernster: "Es ist schwierig. Ich muss ja auch trainieren. Das Spiel gegen Bayreuth wäre nochmal ganz gut gewesen, weil ich nur zwei Kurzeinsätze hatte", sagte der Memminger. Wie er weiter erklärte, spürte er die Beschwerden wieder nach einem Zweikampf im Training.

"Ich bin mit Nico Karger zusammengestoßen, habe zwei Schläge aufs Schienbein bekommen, in der Nähe der Stelle, wo ich Probleme an der Achillessehne hatte", erzählte er. "Ich habe aber keine Schwellung, gar nichts. Ich hoffe, dass alles gut ist." Zweieinhalb Stunden später verließ er die Praxis mit einem Lächeln. "Man muss immer positiv sein", rief er, bevor er verschwand.

Der 1860-Leader: Vom Problem-Profi zum Hoffnungsträger

Die Untersuchung hatte der Chef persönlich, Bayern- und DFB-Doc Müller-Wohlfahrt, übernommen. Bislang war Gebhart ausschließlich bei dessen Praxis-Partner Dr. Peter Ueblacker in Behandlung. Doch die Untersuchung zog sich, weil Müller-Wohlfahrt selbst dazukam und die Beschwerden des Löwen-Profis eingehend checkte.

Die wichtigste Diagnose des Star-Mediziners: Es ist in jedem Fall nichts gerissen. Die frohe Nachricht kommt für die Sechzger zu einem psychologisch wertvollen Zeitpunkt. Die Giesinger gelten in der Aufstiegsrunde gegen den 1. FC Saarbrücken (24.5./27.5.) als Außenseiter – trotz prominenterer Vergangenheit.

Mölders nach Beschwerden wieder im Training

Für Löwen-Trainer Daniel Bierofka ist sein früherer Mitspieler Gebhart ein Fixpunkt. Auch am Montag war der 39-jährige Coach indes nicht beim Regenerationstraining seiner Mannschaft an der Grünwalder Straße dabei, während Assistent Oliver Beer die Einheit leitete.

Bei dieser war zumindest Stürmer Sascha Mölders wieder beschwerdefrei dabei, der 33-jährige Routinier hatte zuletzt wegen Schmerzen im Knie mit dem Training aussetzen müssen. Am Donnerstag soll auch Gebhart wieder mit dabei sein. Spielpraxis wird er aber voraussichtlich keine mehr bekommen, weil die Sechzger zuletzt betonten, wie schwierig es sei, am Ende der Saison noch einen Testspielpartner zu finden.

"Es ist nicht mehr lange hin", meinte Gebhart noch und wiederholte: "Ich hoffe." Tausende Löwen-Fans hoffen – auch auf seinen Einsatz.

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