TSV 1860 München ringt Wacker Burghausen bei Heimpremiere nieder

Sechzig ringt in seinem ersten Spiel im Grünwalder Stadion Wacker Burghausen mit 3:1 nieder. Die Routiniers Mauersberger, Gebhart und Mölders drehen die Partie. Trainer Bierofka: "Ein tolles Erlebnis für uns alle."  
| Matthias Eicher/Patrick Mayer
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Die Löwenherzen Sascha Mölders und Eric Weeger klatschen die Fans ab.
sampics/Augenklick Die Löwenherzen Sascha Mölders und Eric Weeger klatschen die Fans ab.

Sechzig ringt in seinem ersten Spiel im Grünwalder Stadion Wacker Burghausen mit 3:1 nieder. Die Routiniers Mauersberger, Gebhart und Mölders drehen die Partie. Trainer Bierofka: "Ein tolles Erlebnis für uns alle."

München - Tatzeit: Freitag, der 21. Juli 2017, 20.49 Uhr, der Abpfiff. Tatort: Das Stadion an der Grünwalder Straße. Das blaue Wunder hätte keine passendere Kulisse haben können als die traditionelle Löwenheimat.

"Oh, wie ist das schön, sowas hat man lange nicht gesehen“, skandierten die Löwen-Fans im mit 12.500 Zuschauern rappelvollen Sechzgerstadion. Sie meinten beides. Die Heimkehr der verlorenen Fußballer – und den 3:1-Sieg der Sechzger nach einem 0:1-Rückstand gegen Wacker Burghausen im ersten Heimspiel dieser Regionalliga-Saison. Hier geht's zum Liveticker zum Nachlesen!

Tobias Janietz brachte die Gäste in der 33. Minute überraschend in Führung. Doch dann bissen die Löwen-Routiniers zu: Erst köpfte Jan Mauersberger für lange zu umständlich anrennende Giesinger zum Ausgleich (49.) ein. Dann sorgte Timo Gebhart mit einem Abstaubertor für die Führung.

"Nach dem Tor bin ich zu meiner Familie gesprungen, zu meiner Frau und meinen Kleinen, alle waren da, meine Mutter und meine Brüder. Das war ein geiler Moment", sagte Timo Gebhart der AZ. Und das auch noch in Minute Sechzig!

Torjäger Sascha Mölders setzte zum Schluss noch einen drauf (84.). Ein einziges Beben in des Löwen altem und neuem Wohnzimmer auf Giesings Höhen! "Damit musst du erstmal klarkommen", sagte Trainer Daniel Bierofka, "das war ein tolles Erlebnis für uns alle – die Spieler, mich als Trainer und vor allem für die Fans."

"Das Tor war ein Genickschlag" 

Unter ihnen: Horst Heldt: "Hast du dich verlaufen?", fragte der frühere 1860-Spieler und -Manager Roland Kneißl Ex-Löwe Heldt, Sportchef von Bundesligist Hannover. Er zählte zu so vielen, die sich die Rückkehr in die altehrwürdige Spielstätte nicht entgehen lassen wollten.

Heldt zur AZ: "So ein Spiel schaut man gerne an. Viele Leute haben dafür gekämpft, dass 1860 endlich heimkehren konnte – leider verbunden mit dem unglücklichen Abstieg."

Die Viertliga-Löwen begannen, dem Ausnahmezustand dahoam geschuldet, gehemmt. Trotzdem lag der Ball schnell im Kasten, doch Mölders Volleyschuss unter die Latte wurde zurecht wegen Abseits zurückgepfiffen (5.). Danach Glück für den TSV: Mohamed Subasic setzte einen Freistoß an den Querbalken (16.), Sascha Marinkovic legte sich die Kugel allein auf weiter Flur zu weit vor (31.).

Burghausens dritte Möglichkeit saß – und versetzte die Bierofka-Elf in Schockstarre: 0:1! Sechzig fehlten – auf dem Spielfeld wie andauernd in finanzieller Hinsicht – die Mittel. Heldts Halbzeitfazit: "Da ist viel Luft nach oben. Die Jungs sind wegen der Heimpremiere ordentlich nervös. Ich hoffe, dass Biero die richtigen Worte in der Kabine findet."

Hat der Coach getan: "Das Tor war ein Genickschlag. Ich habe in der Halbzeit gesagt: Es steht nur 1:0, ich will sehen, dass wir Welle um Welle fahren", sagte er. Das tat seine Elf. Nicht von ungefähr, dass in Mauersberger, Gebhart und Mölders die Säulen des Teams per Kopfball, gedankenschnellem Abstauber und feinem Schlenzer trafen und für frenetischen Jubel sorgten.

Bierofka über das Trio: "Sie sind unsere Achse, deswegen haben wir sie geholt. In so einer Phase beim 0:1 brauchen die jungen Spieler Halt, das haben sie überragend gemacht."

Zwei Spiele, zwei Siege, Tabellenzweiter – die Regionalliga-Saison kann so weitergehen für 1860. Laut Heldt, der sich vom völlig normalen Löwen-Wahnsinn überzeugen durfte, wird sie das auch: "Ich glaube, Sechzig schafft es gleich wieder hoch."

Die Herzblut-Löwen!

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