TSV 1860: Macht Daniel Bierofka Tim Rieder jetzt zum Sechser?

Neue Position für Tim Rieder beim TSV 1860? Löwen-Trainer Daniel Bierofka testete den Defensiv-Allrounder am Dienstag im Mittelfeld – eine Option mit Zukunft?
| Bernhard Lackner
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München - "Klar mache ich mir Gedanken, wenn ich nur einen Innenverteidiger zur Verfügung habe", sagte Trainer Daniel Bierofka, da war die vergangene Saison noch nicht einmal vorbei. Wissend, dass den Löwen ein enorm zäher Transfersommer bevorstehen würde.

Ein Vierteljahr später stellt sich die Situation in der Löwen-Defensive deutlich entspannter dar. In Dennis Erdmann verpflichtete Sechzig für die Abwehrzentrale ein Mentalitäts-Monster mit mächtig Zweitliga-Erfahrung, Aaron Berzel konnte dank der Hilfe externer Gönner doch noch gehalten werden. Kurz vor Toreschluss auf dem Transfermarkt kam mit Tim Rieder außerdem ein weiterer Defensiv-Allrounder, der neben der Innenverteidigerposition auch als Rechtsverteidiger und sogar im defensiven Mittelfeld spielen kann.

Tim Rieder kennt die Sechser-Position

Eben letztere Variante könnte in näherer Zukunft zum Tragen kommen. Im Mittelfeld-Zentrum fehlt mit Efkan Bekiroglu eine enorm wichtige Stütze. Der Spielmacher laboriert aktuell an einem Muskelfaserriss und wird beim Traditions-Duell gegen den 1. FC Kaiserslautern am Samstag definitiv ausfallen.  Am Dienstag ließ Daniel Bierofka Rieder, der noch bei der 1:2-Niederlage beim MSV Duisburg am Samstag in Abwesenheit des erkrankten Dennis Erdmann in der Innenverteidigung auflief, beim Trainingsspiel auf der Sechs spielen. Eine Option mit Zukunft?

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Das zentrale Mittelfeld ist Rieder jedenfalls keineswegs fremd: Schon während seiner Leihe beim Zweitligisten Darmstadt 98 bekleidete der gebürtige Dachauer mehrmals die Position vor der Abwehr, während seiner Leihe nach Polen zu Slask Wroclaw ebenfalls. Der 26-Jährige ist als gelernter Verteidiger prinzipiell defensiv orientiert, verfügt aber dennoch über ein starkes Passspiel und eine gute Technik. Eine Mischung, die den nicht immer ganz sattelfesten Löwen im Mittelfeld durchaus weiterhelfen würde.

Erdmann könnte von Rieder-Versetzung profitieren

Ein Mann dürfte die Situation seines Teamkollegen besonders aufmerksam verfolgen: Dennis Erdmann. Der Routinier kam mit großen Vorschusslorbeeren an die Grünwalder Straße, konnte den hohen Erwartungen bislang allerdings nur bedingt gerecht werden. Seinen Platz in der ersten Löwen-Elf will er dennoch nicht aufgeben.

"Klar will ich Stammspieler sein – sonst wäre ich nicht Fußballer geworden. Sonst hätte ich nichts erreicht in meinem Leben", erklärte Erdmann zuletzt gegenüber der AZ in gewohnt forschem Ton: "Ich bin ja nicht 18 Jahre alt, komme aus der A-Jugend und bin froh, überhaupt dabei zu sein."

Falls Rieder ins Mittelfeld versetzt wird, hätte Erdmann zumindest einen Konkurrenten weniger.

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