TSV 1860: Neuzugang Erdmann formuliert seine Ansprüche

Neuzugang Dennis Erdmann formuliert selbstbewusst seine Ansprüche auf einen Stammplatz im 18er-Kader des TSV 1860. Seine Situation ähnelt der von Angreifer Stefan Lex.
| Matthias Eicher
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Hier zwickt’s: Erdmann mit Trainer Daniel Bierofka.
sampics/Augenklick 2 Hier zwickt’s: Erdmann mit Trainer Daniel Bierofka.
Zuletzt in Duisburg blass: Stefan Lex (l.).
firo/Augenklick 2 Zuletzt in Duisburg blass: Stefan Lex (l.).

Neuzugang Dennis Erdmann formuliert selbstbewusst seine Ansprüche auf einen Stammplatz im 18er-Kader des TSV 1860. Seine Situation ähnelt der von Angreifer Stefan Lex.

München - Dennis Erdmann und Stefan Lex kennen sie, diese Zweitliga-Luft. Erdmann stand in der vergangenen Saison für den 1. FC Magdeburg auf dem Rasen, bevor der Innenverteidiger und sein Klub den Gang in die Dritte Liga antreten mussten. Lex kickte einst für den FC Ingolstadt 04, schoss die "Schanzer" sogar in die Bundesliga. Beim TSV 1860 hinken beide Spieler ihrer Form dagegen hinterher. Startelf-Ambitionen hegt das Duo trotzdem – mit mehr oder weniger Wortgewalt.

Erdmann: Starke Konkurrenz und durchwachsener Einstand

"Ich bin ja nicht 18 Jahre alt, komme aus der A-Jugend und bin froh, überhaupt dabei zu sein. Ich bin 28, habe letzte Saison Zweite Liga gespielt", erklärt Neulöwe und Innenverteidiger Erdmann der AZ.

Auf Giesings Höhen hat sich der Ex-Magdeburger bisher allerdings nicht mit Ruhm bekleckert: Sechs Startelfeinsätze, einmal nur eingewechselt, Stammplatz verloren – und dann kam mit Augsburgs Tim Rieder auf den letzten Drücker auch noch ein bärenstarker Konkurrent, der zuletzt neben Kapitän Felix Weber verteidigen durfte. Erdmann dagegen musste beim 1:2 beim MSV Duisburg aufgrund einer Grippe passen.

Was er zu seinem durchwachsenen Einstand und der neu einzuordnenden Konkurrenzsituation sagt? "Es gibt immer wieder Dinge, die kann man nicht beeinflussen. Von daher bin ich dem Trainer gegenüber auch nicht böse oder sonst was." Der gebürtige Frechener sagt aber auch: "Es interessiert mich nicht, ob da jemand ein Brocken ist oder nicht. Es ist nicht so, dass ich der Blindeste von allen bin. Ich habe die Jahre zuvor bewiesen – egal, in welchem Verein – dass ich spiele."

Hier zwickt’s: Erdmann mit Trainer Daniel Bierofka.
Hier zwickt’s: Erdmann mit Trainer Daniel Bierofka. © sampics/Augenklick

Dennis Erdmann besteht auf Stammplatz

Welche Ansprüche Erdmann hege? "Mein Anspruch ist es, jedes Wochenende im 18er-Kader zu stehen und 90 Minuten auf der Bank zu sitzen", meint der Mann, der bei 1860 "Erde" gerufen wird, mit viel Ironie. Erdmanns Galgenhumor. Sechzigs neues Raubein ist bekannt für Späßchen und markige Sprüche. Ein Stammplatz auf der Bank wäre weder mit seinem Selbstverständnis noch mit seinen Karriereplänen vereinbar.

Umso ernsthafter ist die Botschaft des unzufriedenen Löwen an die Konkurrenz: "Klar will ich Stammspieler sein – sonst wäre ich nicht Fußballer geworden. Sonst hätte ich nichts erreicht in meinem Leben."

Am Ende entscheide "der Trainer", aber: "Wenn ich bei 100 Prozent bin, dann glaube ich, kommt er nicht an mir vorbei." Erdmanns Startelf-Ansage, sie geht so: "Ich bin die letzten acht Jahre in jedem Verein Stammspieler gewesen – ich werde auch bei 1860 Stammspieler sein."

Stefan Lex: Nach Verletzung wieder im Spiel

Flügelflitzer Lex (fünf Einsätze, erst 203 Spielminuten) gibt sich weniger forsch. Selbstkritisch sagt er zur AZ: "Es läuft noch nicht so, wie ich mir das vorstelle." Der 29-jährige Erdinger verweist dabei auf seinen Syndesmosebandriss, der ihn seit Ende April bis in die neue Spielzeit hinein lahmgelegt hatte: "Ich war noch nie so lange verletzt. Zum ersten Mal in meiner Karriere war ich länger weg als sechs Wochen."

Der quirlige Angreifer gesteht, dass er sich nach seinem Comeback wohl zu früh gefreut habe, denn: "In den ersten ein, zwei Wochen dachte ich: ‚War ja gar nicht so schlimm.‘ ‘Danach merkst du aber, dass du noch nicht so weit bist, wie du glaubst." Weder konditionell noch "vom Kopf her" sei Lex wieder der Alte. Jüngster Beleg: Zuletzt in Duisburg gelangen ihm kaum Offensiv-Akzente.

Zuletzt in Duisburg blass: Stefan Lex (l.).
Zuletzt in Duisburg blass: Stefan Lex (l.). © firo/Augenklick

Doch auch der Ex-Bundesligaspieler weiß: Verlernt hat er das Fußballspielen nicht. Er müsse "meinen Rhythmus finden, wieder vernünftig reinkommen." Es ist zwar noch lange keine Erdmann-Ansage, doch mit dem Selbstbewusstsein eines ehemaligen Erstliga-Akteurs sagt er: "Mit konstanten Trainingsleistungen wird das über kurz oder lang wieder funktionieren mit dem Stammplatz."

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