TSV 1860: Ismaik lobt Bayern-Bosse - und attackiert Reisinger

Die Anfeindungen gegen Dietmar Hopp am vergangenen Wochenende sorgten über Fußball-Deutschland hinaus für Diskussionen. Auch Hasan Ismaik  hat von den bundesweiten Fanprotesten mitbekommen. Der Investor des TSV 1860 lobt nun das Verhalten der Bayern-Bosse - und stichelt einmal mehr gegen Robert Reisinger.
| Matthias Eicher
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Hasan Ismaik wünscht sich bei Anfeindungen gegen seine Person mehr Rückendeckung von den Löwen-Bossen um Robert Reisinger.
imago images/Sven Simon Hasan Ismaik wünscht sich bei Anfeindungen gegen seine Person mehr Rückendeckung von den Löwen-Bossen um Robert Reisinger.

München - Anfeindungen in den Fankurven und ihre Folgen: Nach der Verbal-Attacke mehrerer Ultra-Gruppierungen gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp wird auch bei den Löwen hitzig diskutiert.

Trainer Michael Köllner hat sich klar positioniert – und auch bei 1860 Missstände erkannt. "Es ist eine Riesen-Sauerei, wenn Leute öffentlich beleidigt werden", schimpfte der 50-Jährige, "über die eigene Anonymität etwas anprangern, finde ich unmöglich. Das haben wir leider auch im Stadion." Köllner meint die Botschaften gegen Investor Hasan Ismaik wie das "Scheichlied" oder eine Fahne mit seinem durchgestrichenen Konterfei: "Ich kann das nicht in Gänze beurteilen, aber das hat da in meinen Augen auch nichts verloren."

Man müsse "über Sachthemen kontrovers diskutieren", so Köllner, "der Sport braucht Einigkeit. Uneinigkeit dividiert auseinander, und davon haben wir nichts." 1860 könne "nur erfolgreich sein, wenn wir geschlossen sind, und nicht drei Spieler auf dumm machen. Genauso muss man als Verein Geschlossenheit zeigen." Wohl eine Wunschvorstellung, denn der Gesellschafterstreit zwischen Funktionsträgern und Geldgeber Ismaik tobt schon seit Jahren.

Ismaik hat "Hochachtung und Respekt" vor Bayern-Bossen

Ismaik selbst äußerte sich am Montag ebenfalls, sprach Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Herbert Hainer "Hochachtung und Respekt" für den Umgang mit Hopp aus: "Das hat Stil und Niveau. Menschen wie Herr Hopp, Herr Kind und Herr Mateschitz oder auch andere Investoren, die den deutschen Fussball unterstützen, sind nicht nur Ehrenmänner, sondern bereichern diesen ungemein. Sie werden aber trotzdem von einigen Ultras zu Feindbildern aufgebaut. Was soll das, wovor haben diese Fans Angst?"

Zugleich äußerte er Unverständnis darüber, weshalb Investoren von Fans "zu Feindbildern aufgebaut" würden und kritisierte die 1860-Bosse. "Ich hätte mir von der Vereinsführung des TSV 1860 auch einmal gewünscht, dass sie ein deutliches Zeichen setzt und sich von den massiven und fortdauernden Beleidigungen gegen meine Person endlich einmal öffentlich distanziert", schrieb Ismaik auf Facebook: "Das ist nie geschehen, weil Präsident Reisinger an seinem Amt hängt und sich wegduckt, um seine Wähler und Unterstützer nicht zu verprellen."

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AZ-Kommentar: Schmähplakate gegen Dietmar Hopp: Eine Schande für den FC Bayern

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