TSV 1860: Das Ein-Prozent-Angebot von Hasan Ismaik

Hasan Ismaik bietet dem TSV 1860 eine ähnliche Summe wie der Hauptsponsor – mit geringer Verzinsung. Die Ablehnung gegenüber dem Investor ist für die Löwen riskant.
| Matthias Eicher
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Burgfrieden in Giesing: Ex-Löwen-Geschäftsführer Anthony Power, Investoren-Bruder Yahya Ismaik, Sechzig-Boss Michael Scharold und 1860-Präsident Robert Reisinger.
imago/MIS Burgfrieden in Giesing: Ex-Löwen-Geschäftsführer Anthony Power, Investoren-Bruder Yahya Ismaik, Sechzig-Boss Michael Scharold und 1860-Präsident Robert Reisinger.

München - In normalen, einträchtigen Fußballvereinen laufen die Planungen bereits auf Hochtouren.

Gegenangebot von Investor Hasan Ismaik

Mit normalen, konstruktiv zusammenarbeitenden Gesellschaftern müsste man sich zwischen zwei Finanzspritzen gar nicht erst entscheiden. Beim TSV 1860 heißt es aber: entweder oder. Entweder die Sponsoringerhöhung von Hauptsponsor "die Bayerische", jährlich statt 800 000 Euro 1,1 Millionen, dazu 500 000 Euro für die Namensrechte des Nachwuchsleistungszentrums für zwei Jahre. Oder: das bisher mysteriöse "Gegenangebot" von Investor Hasan Ismaik.

"Mit einer umgehenden Finanzspritze, die ich in Form eines Darlehens umgehend zur Verfügung stellen werde, können Daniel Bierofka und Günther Gorenzel die Mannschaft sinnvoll und zielgerichtet verstärken", hatte der Jordanier erklärt. Wie die AZ erfuhr, handelt es sich dabei um ein Darlehen etwa in derselben Höhe wie das Angebot von Sechzigs Hauptsponsor. Verzinsung: knapp ein Prozent.

Burgfrieden in Giesing: Ex-Löwen-Geschäftsführer Anthony Power, Investoren-Bruder Yahya Ismaik, Sechzig-Boss Michael Scharold und 1860-Präsident Robert Reisinger.
Burgfrieden in Giesing: Ex-Löwen-Geschäftsführer Anthony Power, Investoren-Bruder Yahya Ismaik, Sechzig-Boss Michael Scharold und 1860-Präsident Robert Reisinger. © imago/MIS

TSV 1860: Reisinger verschmäht Ismaik-Darlehen

Kein schlechtes Angebot würden Präsident Robert Reisinger und die Vereinsseite Ismaiks Darlehen nicht seit Winter 2018 verschmähen. Zum Vergleich: Das aktivierte Zwei-Millionen-Darlehen von "die Bayerische" ist mit 3,5 Prozent verzinst. Mittels 50+1-Regel haben sich Reisinger und Co. allein für den Geldkoffer des Sponsors entschieden - und gegen die Investorenschatulle.

Der Deal wird wohl am Freitag im Laufe des Tages verkündet. Nach AZ-Informationen hatte die Geschäftsführung versucht, eine Art "Kompromiss" einzufädeln - und beabsichtigt, von beiden Seiten Soforthilfe anzunehmen. Reisingers Vorgehensweise ist auf Basis der Argumentation, als hochverschuldeter Klub keine weiteren Kredite anzuhäufen, nachvollziehbar.

Ismaik könnte Darlehen auf fällig stellen

Die Tatsache, den Hauptgesellschafter lieber zu brüskieren als eine gemeinsame Lösung herbeizuführen, birgt aber ein großes Risiko: Sechzig hängt bekanntlich nach wie vor am Finanztropf Ismaiks - der seine gestundeten Darlehen nur fällig stellen müsste, um die Sechzger in die Zahlungsunfähigkeit zu stürzen.

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