TSV 1860: Daniel Bierofka stellt Timo Gebhart Startelf-Einsatz in Aussicht

Bierofka stellt dem Spielmacher einen Einsatz gegen Kaiserslautern in Aussicht: „Er ist jetzt in einer Verfassung, in der er dieses Spiel machen kann.“ Die Verpflichtung sei „zukunftsgerichtet“ gewesen
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Timo Gebhart posiert im neuen Wiesn-Trikot.
TSV 1860 Timo Gebhart posiert im neuen Wiesn-Trikot.

Bierofka stellt dem Spielmacher einen Einsatz gegen Kaiserslautern in Aussicht: „Er ist jetzt in einer Verfassung, in der er dieses Spiel machen kann.“ Die Verpflichtung sei „zukunftsgerichtet“ gewesen.

München - Fesch auf d'Wiesn, aber auch fesch auf dem Spielfeld? Glatzköpfig und mit den Händen ans dunkelblaue Trachten-Trikot in die Hüften gestützt, dazu klassische Lederhosn: So posiert Timo Gebhart für das achte Wiesn-Trikot des TSV 1860. Ob er am Samstag darin jubeln darf?

Passend zum 186. Oktoberfest treffen Gebhart und die Löwen am zehnten Spieltag der Dritten Liga im traditionellen Trachten-Outfit am Samstag im so traditionsreichen Duell auf den 1. FC Kaiserslautern. 14 Uhr, Grünwalder Stadion – das Spiel ist seit Wochen ausverkauft. (Magenta Sport, BR und im AZ-Liveticker)

Timo Gebhart posiert im neuen Wiesn-Trikot.
Timo Gebhart posiert im neuen Wiesn-Trikot. © TSV 1860

"Das wird ein tolles Spiel zwischen zwei Traditionsvereinen – auch für die Fans, die eine Freundschaft pflegen. Beide Vereine haben schon andere Zeiten erlebt und derzeit so ihre Probleme", erklärte TSV-Trainer Daniel Bierofka, der auf den gesperrten Linksverteidiger Phillipp Steinhart verzichten muss, vor dem Aufeinandertreffen zwischen Löwen und Roten Teufeln.

Aktuell, zum gemeinsamen Leidwesen der beiden stolzen Klubs, empfängt der Tabellen-14. (11 Punkte) den Tabellennachbarn (mit 10 Zählern auf Rang 15). Nicht nur Derby-Held Thomas Riedl bemitleidet seine beiden Ex-Klubs im AZ-Interview dafür, "wo der TSV 1860 und Lautern herumdümpeln". Wie sich das mittelfristig wieder ändern solle, könne Bierofka nicht beantworten, denn: "Das sind strategische Entscheidungen, die andere Leute treffen müssen."

Wird Gebhart gegen Lautern zum Entscheider?

Ein Stratege, der Sechzig auf dem Platz voranbringen soll, heißt Gebhart. Bierofka, der zuletzt nach dem 1:2 beim MSV Duisburg einen Entscheider-Mangel in der eigenen Elf festgestellt hatte, erklärt nun, dass der Spielmacher neben Torjäger Sascha Mölders besagte Qualitäten mitbringe. "Timo ist ein Spieler, der den Unterschied machen kann", sagte Bierofka einmal mehr und ergänzte nach Gebharts Fitnessmangel und Formtief: "Er ist jetzt in einer Verfassung, in der er dieses Spiel, das für ihn wichtig ist, machen kann." Fragt sich nur: Kann Gebhart gegen Lautern in die Rolle des Entscheiders schlüpfen, oder bleibt es, überspitzt formuliert, beim Wiesn-Model?

In der Regionalliga begann Gebhart 2017/18 mit fünf Treffern und vier Vorlagen bärenstark, bevor er einen Muskelbündelriss erlitten hatte und von einem Achillessehnenanriss endgültig aus der Bahn geworfen wurde. Jetzt stehen 271 Spielminuten zu Buche. Ohne entscheidende Akzente. Bierofka erklärt über Gebharts neuerliche Verpflichtung: "Sein Transfer war zukunftsgerichtet. Wir haben gesagt, dass wir diesen Spieler nehmen und ihn dorthin bringen, wo er mal war." Der 40-Jährige wisse, "was Timo kann, wenn er hundertprozentig fit ist". Nun habe der zehn Jahre jüngere Taktgeber sein optimales Gewicht erreicht – was den Ausschlag geben könnte, sich nicht mehr hinter dem laufstarken Youngster Dennis Dressel anstellen zu müssen.

Kaiserslautern ist schwer auszurechnen

Der alte Wiesn-Fluch ist gebrochen – kommt jetzt ein neuer? Mit dem FCK kommt ein Gegner ins Grünwalder, der nach dem Aus von Ex-Coach Sascha Hildmann und der Nachfolge von Boris Schommers nur schwer auszurechnen sei: Bierofka, der 1860 als "Spezialisten" gegen Teams mit Trainerwechsel bezeichnete: "Du hast nicht viele Blaupausen. Man versucht, sich über den Trainer zu informieren, aber wir können nicht genau sagen, was Schommers vorhat." Zu Schommers Auftakt hat der eigentliche Aufstiegsaspirant ein 1:1 gegen den 1. FC Magdeburg erreicht.

Übrigens: Den alten Wiesn-Fluch (fünf sieglose Spiele) haben die Giesinger gebrochen. "Den haben wir besiegt, gegen Greuther Fürth", erinnert sich Bierofka an das 1:0, bevor er mit einem gequälten Lächeln ergänzte: "Gegen Fürth zwei in der Regionalliga." Prompt blieb 1860 vergangene Saison wieder ohne Wiesn-Dreier. In der Dritten Liga sei es "eine andere Qualität, gegen die wir spielen." Vielleicht hilft ja Gebhart – schließlich soll der potenzielle Entscheider nicht nur zu Vermarktungszwecken eine gute Figur im Wiesn-Trikot abgeben.

Lesen Sie auch: Bierofka bangt gegen Lautern um Lex-Einsatz

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