TSV 1860: "Bin angekommen" - Bahn frei für Kevin Goden

Sechzigs Neulöwe Kevin Goden steht nach langer Leidenszeit in den Startlöchern. "Bin endlich angekommen", sagt er.
| Matthias Eicher
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Weiß-blauer Wirbelwind, wenn er in die Gänge kommt: Kevin Goden, einer von drei Neuzugängen des TSV 1860.
Weiß-blauer Wirbelwind, wenn er in die Gänge kommt: Kevin Goden, einer von drei Neuzugängen des TSV 1860. © sampics/Augenklick

München - "Ich weiß auch, wo das Tor steht." Diese Worte stammen von Sechzigs Neuzugang Kevin Goden nach seinem Wechsel auf Giesings Höhen.

Am Freitag konnte er ihnen, nach langer Zwangspause, nun schon zum wiederholten Male Taten folgen lassen.

Goden: "Das war schon relativ viel Last"

Fast schon zwölf Uhr, Vormittagstraining der Blauen, Haupt-Trainingsplatz neben dem Löwen-Stüberl: Im Rahmen einer Flanken-und-Torschuss-Übung segelte eine scharfe Hereingabe von Mittelfeldspieler Daniel Wein in den Strafraum. Dort, in der Nähe des Elfmeterpunktes, schraubte sich der 22-Jährige nach oben, nahm Maß - und versenkte die Kugel am chancenlosen Torhüter Marco Hiller vorbei artistisch per Seitfallzieher. "Jawoll!", lobte der Flankengeber und klatschte ab, nachdem Goden auch noch ein Kopfballtor erzielte, ebenfalls von ihm serviert.

Schon beim 6:0-Kantersieg des TSV gegen den SC Freiburg II hatte der pfeilschnelle Außenbahnspieler Wort gehalten: Dabei setzte der gebürtige Bonner den Schlusspunkt (73.). Eine Aktion, die seine Leidenszeit endlich beenden soll, wie Goden nun selbst erzählt. "Ich denke, wer mich da bei dem Torjubel gesehen hat, der hat gemerkt: Das war schon relativ viel Last. Ich habe dann alles rausgeschrien", sagte der Rechtsverteidiger im Löwen-Podcast mit seinem Verteidiger-Vorgänger Jan Mauersberger.

Erst muskuläre Probleme, dann Corona

Die Lehren aus Godens Aussagen über seinen Auftakt: "Ich hatte zuerst muskuläre Probleme und bin von Corona nochmal zurückgeworfen worden", meinte Goden und bezeichnete sein vorheriges Wirken bei 1860 als "kleine Niederlage". Schließlich hatte es nach dem 8:2 in der Vorbereitung gegen den SV Heimstetten, wo Goden ebenfalls als Torschütze in Erscheinung getreten war, wegen seiner Wehwehchen und dem positiven Testergebnis nur zu fünf zumeist kurzen Einsätzen gereicht. Und jetzt, nachdem er sowohl gegen Freiburg, als auch in Osnabrück (1:3) eingewechselt wurde? "Ich denke, jetzt bin ich angekommen."

Und was sagt sein Cheftrainer dazu? "Kevin hat eine super Sprungkraft und ein super Tempo", lobte Köllner am Freitag im Gespräch mit der AZ die Fähigkeiten seines einstigen Nürnberger Spielers, der auf dem rechten Flügel überall agieren kann.

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"Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat schon verloren"

Eigenen Aussagen zufolge hat der Flügelflitzer die 100 Meter schon mal in unter elf Sekunden geschafft. Gerade bei Spielern mit solch schnell-zuckenden Muskelfasern gilt es für Köllner und Sechzigs medizinische Abteilung, Vorsicht walten zu lassen. Der Chefcoach über Godens Zustand: "Er hält im Training alles aus. Wichtig ist jetzt für ihn, dass er über einen längeren Zeitraum fit bleibt."

Das Motto des Sprinters mit dem Ball am Fuß, es lautet so: "Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, der hat schon verloren." Goden erklärt: "Ich bin einer, der immer alles geben will, denn es ist eine Verschwendung, wenn man nicht 100 Prozent gibt." Möglicherweise darf er das im nächsten Heimspiel gegen Duisburg (20. November, 14 Uhr bei Magenta Sport und im AZ-Liveticker), denn: Aushilfs-Rechtsverteidiger Yannick Deichmann fehlte zuletzt im Training, auch bei Leistungsträger Marius Willsch (Schambeinentzündung) ist weiter Dosierung angebracht.

Deshalb soll es jetzt endlich heißen, egal, ob rechts hinten oder vorne, wo er seine Torgefahr noch besser ausspielen kann: Bahn frei für Goden!

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