TSV 1860 - Benny Lauth: Weiterwurschteln wie bisher wird keinen Erfolg bringen

Benny Lauth stammt aus der Löwenschmiede und ging sieben Jahre für die Profis des TSV 1860 München auf Torejagd. Seinen Stammverein beobachtet der heutige Fußball-Experte immer noch genau. Er kritisiert den Streit mit Investor Hasan Ismaik und hat einen Rat für die Sechzger. 
| AZ/Julian Huter
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Benny Lauth ist der Rekordtorjäger des TSV 1860
firo Sportphoto/Augenklick Benny Lauth ist der Rekordtorjäger des TSV 1860

Benny Lauth stammt aus der Löwenschmiede und ging sieben Jahre für die Profis des TSV 1860 München auf Torejagd. Seinen Stammverein beobachtet der heutige Fußball-Experte immer noch genau. Er kritisiert den Streit mit Investor Hasan Ismaik und hat einen Rat für die Sechzger. 

München - Benny Lauth ist im Grünwalder Stadion immer noch ein gern gesehener Gast. Aber der Fan-Liebling ist dieser Tage viel beschäftigt.

Lauth sieht TSV 1860 München kritisch

Als Experte und Co-Kommentator ist er für den Streaming-Dienst DAZN tätig und privat schnürt der 38-Jährige die Fußballschuhe für den 1. FC Unterföhring. Für Stadionbesuche in Giesing bleibt da nur noch selten Zeit. Trotzdem beobachtet der Ex-Stürmer, der aus der Löwenschmiede stammt, seinen Ex-Verein genau: "Diese Saison war ich gegen Münster im Stadion und jetzt im Totopokal gegen Haching. Wenn’s geht, schau ich mir die Spiele im Stream oder Fernsehen an", sagt Lauth im Interview mit dem "Münchner Merkur".

Lauth, der insgesamt sieben Spielzeiten als Profi für die Löwen aktiv war, sieht die Entwicklung an der Grünwalder Straße kritisch. Vor allem der Streit zwischen Vereinsführung und Investor Hasan Ismaik nervt ihn. "Das ist keine Basis, um in Zukunft erfolgreich zu sein", sagt der Rekordtorjäger der Löwen über die Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Parteien. Geht es nach Lauth, muss der Konflikt beigelegt werden, wenn es sportlich wieder aufwärts gehen soll.

Lauth: Ismaik und Löwen-Führung müssen Streit beilegen

"Man kann jetzt entweder so lange warten, bis die 50+1-Regel irgendwann fällt. Oder man geht aufeinander zu und sucht nach einem gemeinsamen Nenner. Weiterwurschteln wie bisher wird sicher keinen Erfolg bringen", meint Lauth. Vorbilder für die Löwen gäbe es viele: "Im Kontrast dazu zeigen Freiburg, Augsburg oder Mainz, wie es funktionieren kann", zählt Lauth auf. Alles Vereine, die im Vergleich zur Konkurrenz nicht die ganz großen finanziellen Mittel haben und trotzdem sportlich erfolgreich sind.

Dennoch sieht der 28-Jährige für die Sechzger, die mit 14 Punkten aus zwölf Partien in der 3. Liga auf Platz 15 abgerutscht sind, nicht komplett schwarz.  "Die Mannschaft ist in meinen Augen gut genug, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben", gibt sich Lauth zuversichtlich. Auf die Löwen wartet bis zum Jahresende ein schweres Restprogramm. Bis zur Winterpause müssen die Löwen gegen Rostock, Bayern II, Unterhaching, Halle und Ingolstadt ran. "Das ist ein Hammerprogramm. Aber das Gute ist, dass du diese Liga nicht tippen kannst, weil fast jeder jeden schlägt", resümiert Lauth. 

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