Toto-Pokal des TSV 1860 München gegen Dorfen: 7:0 in Werner Lorants Heimat

Anfangs sieht es nicht danach aus. Doch dann fegt ein Sturm über Dorfen hinweg und der TSV 1860 zerlegt Werner Lorants Heimatklub in seine Einzelteile. Der Kulttrainer ist gar nicht erst vor Ort. 
| Matthias Eicher
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Für die Löwen hätte es nicht besser laufen können: 7:0 steht es am Ende gegen den TSV Dorfen.
sampics Für die Löwen hätte es nicht besser laufen können: 7:0 steht es am Ende gegen den TSV Dorfen.

Dorfen - Wie viel Löwen-Legende steckt in Timo Lorant? Wird dessen Vater Werner Lorant das Auswärtsspiel des TSV 1860 beim TSV Dorfen, wo der Kult-Coach der Sechzger jahrelang gewohnt hatte, vorbeischauen? Kann der Bezirksligist dem abgestürzten Regionalligisten ein Bein stellen?

Diese Fragen stellte man sich beim beim Zweitrundenduell im Toto-Pokal. Die Elf von Trainer Daniel Bierofka siegte letzten Endes vor 2500 Zuschauern bei wackeren Dorfnern, die in Runde eins Wacker Burghausen ausgeschaltet hatten, mit 7:0 (1:0). Sascha Mölders (25., 52.) brachte die Sechzger im Alleingang auf die Sieger- und Blamagen-Verhinderungs-Straße.

Nico Karger (54.), Markus Ziereis (68., 69.), Nico Andermatt (75., Foulelfmeter) und Felix Bachschmid (85.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Während Lorant junior seine Abwehrreihe bis zur Pause beinhart und konsequent dirigierte, aber gegen Aaron Berzel den Elfmeter verursachte, fand Lorant senior den Weg in die alte Heimat nicht.

Bierofka: "Den Gegner müde spielen"

Damit ziehen die Giesinger erwartungsgemäß ins Achtelfinale ein, während der Siebtligist zumindest ein friedliches Fußball-Fest feiern durfte. "Wir sind froh, dass wir eine Runde weiter sind. Erst haben wir uns schwer getan, dann haben es richtig gut gemacht", sagte Ziereis, der sich mit je zwei Toren und Assists zum Matchwinner kürte: "Ich denke, es ist eine ganz gute Ausbeute. Erst hatte ich ein paar unglückliche Situationen, aber danach hat es gepasst. Insgesamt bin ich zufrieden." 


Beide Mannschaften beim Einlaufen auf dem Dorfner Sportplatz. (Foto: Patrick Mayer)

Bierofka ergänzte nebst einem Kompliment für die Dorfner: "In so einem Spiel musst du den Gegner müde spielen. Sechs Verteidiger, drei davor - da tut sich jede Mannschaft schwer." Mölders habe dann "Gott sei Dank das 1:0 gemacht", nach der Pause und den beiden schnellen Toren "haben wir uns leichter getan." 

Mauersberger und Mölders treten an - Gehbart geschont

Bierofka ließ gegen den unterklassigen Gegner seine Stars Jan Mauersberger und Mölders ebenso auflaufen wie die beiden Rückkehrer Phillipp Steinhart und Ziereis, Spielmacher Timo Gebhart (Zehenverletzung) durfte sich schonen. Die erste Chance gehörte aber topmotivierten Dorfnern: Nach einem Freistoß von Markus Mittermeier landete der Ball bei Andreas Hartl, der aus der zweiten Reihe mit vollem Risiko volley abzog - und weit über das Tor traf (5.).

Nach einigen halbgaren Möglichkeiten sowie harter Verteidigungsarbeit Lorants und dessen Kollegen, setzte Mölders die Kugel schließlich genau neben den Pfosten zur Führung. Dorfen wehrte sich, weshalb es für die Bierofka-Löwen nur mit einem Treffer Vorsprung in die Kabine ging.

Die Bilanz: Zu wenig Tore in Halbzeit eins

Danach stand es umso schneller 3:0: Mit einem Doppelschlag durch Mölders und Karger machte der haushohe Favorit alles klar. Beim kleinen TSV von 1869 schwanden die Kräfte, der große und neun Jahre ältere TSV dominierte weiter das Geschehen. Ziereis war es, der sich beim Pflichtspieldebüt in der Startformation mit zwei Kopfballtreffern belohnte, bevor Andermatt und Bachschmid erhöhten.

"Zu wenig Tore", bilanzierte Bierofka trotzdem, meinte aber hauptsächlich "die erste Hälfte, in der wir zu viel liegenlassen haben." Und Lorant? Der bewies sein Können zumeist in harten Duellen mit Mölders und Ziereis. "Das ist ganz normal, wenn du tiefer spielst als der Gegner. Da musst du über die Härte kommen. Ich hab‘ auch mal in der Bezirksliga angefangen"“, urteilte Mölders über seinen Gegenspieler, "aber ich denke, das war alles im Rahmen." 

Ob’s nun gegen Drittligist SpVgg Unterhaching geht oder ein anderes Team? "Egal", so Ziereis: "Wir nehmen jeden Gegner, der kommt und wollen weiterkommen."

Lesen Sie hier: 7:0 gegen Siebtligisten - Kantersieg gegen Dorfen! Pokal-Löwen in der Einzelkritik

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