Kauczinskis Bubi-Plan: Besonders ein Weltmeister-Sohn sticht in Belek heraus
In Belek, wo sich der Löwe noch bis Samstag auf die Rückrunde vorbereitet, weltmeistert es. Das eine Talent, das mit den Profis des TSV 1860 in die Türkei reisen durfte, stand nach dem WM-Endspiel 2014 auf dem Feld und durfte sich mit seinem Papa, Zwillingsbruder Luan und dem Pokal ablichten lassen. Das andere Juwel verlor im vergangenen November das U17-WM-Finale gegen Portugal nur knapp mit 0:1, nun darf er sich Vize-Weltmeister nennen.
Klose und Husic trainieren in Teilen individuell
Die Rede ist von Noah Klose (20), Sohn von Miroslav Klose, und Loris Husic (17). Sechzigs weltmeisterliche Youngster. Chefcoach Markus Kauczinski will das Duo im Trainingslager weiter behutsam an die Profis heranführen. Und setzt damit die Marschroute des Präsidiums um, mehr auf den eigenen Talentschuppen zu setzen. An allen Einheiten nehmen die beiden Jungspunde bisher allerdings nicht teil.
Am Mittwochmorgen, während für die Teamkollegen das Spiel im letzten Drittel auf dem Programm stand, machten Klose und Husic nebenan Passübungen. Dürfen sie mitmischen, zeigen sie sich lernwillig. Klose, wie der Papa Stürmer, überzeugt mit einem strammen Schuss. Das gefällt freilich auch Geschäftsführer und NLZ-Leiter Manfred Paula.

Paula über Klose: "Er hat technische Fähigkeiten, die perspektivisch sind"
"Wir sehen in ihm sehr gute Ansätze", schwärmt der 61-Jährige. Der aktuelle Top-Scorer der Bayernligamannschaft des TSV 1860 (sieben Tore, sechs Assists) habe nicht nur gute Abschlussqualitäten, sondern auch "technische Fähigkeiten, die durchaus perspektivisch sind". Ob es 2026 für den ersten Einsatz in der Dritten Liga reicht?
Bisher durfte Klose, der vorübergehend die Rückennummer "7" von Florian Niederlechner (Muskelverletzung) bekam, nur im Testspiel gegen Amberg (11:0) ran. Damit ist er Husic schon einen Schritt voraus. Aber was nicht ist, kann noch werden. Wahrscheinlich schon am Freitag (13 Uhr MESZ) im Testspiel gegen den FC Winterthur. Kauczinski plant, in den dreimal 45 Minuten allen seinen Akteuren Einsatzzeiten zu geben.

TSV 1860 hat noch keine Angebote für Husic
"Wir wollen ihn behutsam aufbauen", sagt Paula über das vielversprechendste Talent aus dem eigenen Nachwuchs. Gut für Sechzig: Ein ablösefreier Abgang steht derzeit nicht zur Debatte. Husic hat noch einen Vertrag bis 2027. Zudem gibt es laut Paula angeblich noch keine Interessenten für den zweikampfstarken Mittelfeldspieler. Das ist überraschend.
Während das weltmeisterliche Duo noch Welpenschutz genießt, steht das dritte Talent in der Türkei bereits unter Druck: Damjan Dordan. "Das nächste halbe Jahr wird für ihn entscheidend", betont Paula: "Er muss jetzt seine PS auf den Platz bringen." Immerhin ist der Mittelfeldspieler bereits 22 Jahre alt.
Dordan hat laut Paula ein "unheimliches Auge"
Schon unter Michael Köllner, bis 2023 Trainer bei den Giesingern, stand er im Profikader. Der Durchbruch gelang ihm bisher allerdings nicht, obwohl Dordan laut Paula ein "unheimliches Auge" habe und "ein Spiel lesen kann". Allerdings bremsten ihn immer wieder Verletzungen aus. Nun heißt es: Der nächste Schuss muss sitzen.

