Punktabzug: Aalen klagt, die Löwen zittern

Die Zweitliga-Saison und damit auch das Schicksal der abstiegsbedrohten Löwen entscheidet sich womöglich erst am Grünen Tisch. Schlusslicht VfR Aalen klagt gegen den Abzug von zwei Punkten.
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Szene aus dem Löwen-Heimspiel gegen den VfR Aalen: Beim 1:1 am 20. März kämpfte Jannik Bandowski (2.v.l.) mit VfR-Torwart Daniel Bernhardt (2.v.r.) um den Ball.
dpa Szene aus dem Löwen-Heimspiel gegen den VfR Aalen: Beim 1:1 am 20. März kämpfte Jannik Bandowski (2.v.l.) mit VfR-Torwart Daniel Bernhardt (2.v.r.) um den Ball.

München - Der VfR Aalen könnte das Zünglein an der Waage sein und den Abstiegskampf in der 2. Bundesliga noch nach Ende der Spielzeit auf den Kopf stellen.

Dem Verein waren wegen wiederholten Verstoßes gegen die Lizenzierungsauflagen zwei Punkte abgezogen worden - derzeit liegt der VfR (31) zwei Zähler hinter dem TSV 1860 (33) auf dem letzten Platz. Auch der FSV Frankfurt (36), die SpVgg Greuther Fürth, der FC St. Pauli, Erzgebirge Aue (alle 34) zittern noch um den Klassenerhalt.

Das negative Eigenkapital des VfR Aalen habe sich in zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren verschlechtert, heißt es in der offiziellen Begründung der Deutschen Fußball-Liga (DFL), die Aalens Einspruch ursprünglich abgelehnt hatte.

Lesen Sie hier: Schicksalstage für 1860

Doch wie die "Sport-Bild" meldet, geht der VfR Aalen jetzt einen Schritt weiter und klagt vor dem Ständigen Schiedsgericht. Ziel der Klage ist es, den Punktabzug in eine Geldstrafe umzuwandeln.

Die Begründung von VfR-Geschäftsführer Carl Ferdinand Meidert: Der Klub habe sich durch die vermehrten Schulden keinen Wettbewerbsvorteil verschafft, und der finanzielle Aufwand für den Spielerkader habe sich in den vergangenen drei Jahren verringert - von über sieben Millionen auf etwa sechs Millionen Euro.

Lesen Sie hier: Verrücktes Zahlen-Spiel um das Nürnberg-Derby

"Theoretisch könnte es sein, dass die Entscheidung erst nach dem 34. Spieltag fällt", wird Meidert von der "Sport-Bild" zitiert. Alle Beteiligten wüssten um die zeitlich kritische Lage.

Aber: Sollte die neuerliche Klage des VfR abgeschmettert werden, wollen die Aalener laut Meidert "prüfen, ob wir noch weitere rechtliche Schritte einleiten".

Lesen Sie hier: Über 60 000 beim letzten Löwen-Heimspiel

Das Dilemma: So ist die Abstiegsfrage bei Schlusspiff der letzten Partien am 24. Mai noch nicht abschließend beantwortet. Weil sie eben am Grünen Tisch entschieden wird...

Der TSV 1860 erwartet am kommenden Sonntag auf den aktuellen Achten 1. FC Nürnberg und reist am letzten Spieltag zum derzeitgen Vierten Karlsruher SC.

Übrigens: Gegen den VfR Aalen holten die Löwen auf dem Rasen nur einen Punkt statt der möglichen sechs. Daheim gab's ein 1:1, auswärts eine 0:2-Pleite.

SV Sandhausen akzeptiert Punktabzüge

Der SV Sandhausen hingegen wird gegen die Punktabzüge durch die DFL keine Rechtsmittel einlegen. "Wir hätten gerne prozessiert, aber die DFL hat Recht, so dass wir das DFL-Urteil akzeptieren", erklärte SVS-Anwalt Christoph Schickhardt am Mittwoch.

Wegen Verstößen gegen die Lizenzierungsordnung sowohl für die laufende als auch für die nächste Saison war Sandhausen zu je drei Punkten Abzug in beiden Spielzeiten verurteilt worden.

SVS-Präsident Jürgen Machmeier übernahm die Verantwortung dafür, dass die Sicherung der Liquidität in einem Teilbereich nicht wie gefordert gewährleistet war.

 

 

 

 

 

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