Miller über Magath: „Knallhart – das braucht Sechzig“

Was hält das Löwen-Umfeld von einer möglichen Verpflichtung von Felix Magath? Die AZ hat sich bei Wettberg, Grosser, Lorant und Co. umgehört. Einhellige Meinung: Der Ex-Bayer muss kommen!
| Matthias Eicher
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Als Trainer-Manager im Gespräch bei den Löwen: Ex-Bayern-Trainer Felix Magath.
dapd Als Trainer-Manager im Gespräch bei den Löwen: Ex-Bayern-Trainer Felix Magath.

München - Vize-Weltmeister und Europameister als Spieler, doppelter Double-Sieger mit dem FC Bayern als Trainer: Felix Magath hat viel erreicht in seinem Fußballer-Leben. Zuletzt ist er beim FC Fulham als Teammanager aber aus der Premier League abgestiegen. Jetzt könnte er den TSV 1860 nach dem Fast-Abstieg wieder glanzvolleren Zeiten entgegen führen. Was das Löwen-Umfeld zu einer Verpflichtung von Magath sagt? Die AZ hat sich umgehört.

Kulttrainer Karsten Wettberg: Ich stehe voll und ganz hinter Magath. Der passt wie die Faust aufs Auge. Er wohnt in München, kennt den deutschen Markt, wo er ein Riesen-Netz hat, und wäre genau der Richtige, um den Scherbenhaufen zusammenzukehren. Ich wollte ihn in meiner Zeit als Vize-Präsident (März 2007 bis Mai 2008, Anm. d. Red.) schon holen, damals hat aber schließlich Marco Kurz verlängert. Magath ist einer mit Fußball-Geruch und er hat die fachliche Kompetenz, die manchen im Verein fehlt. Ob es eins vor zwölf ist oder schon zwölf, das weiß ich nicht. Vor drei, vier Wochen hätte man mit Sicherheit noch bessere Transfers tätigen können. Wenn sich auf der Mitgliederversammlung nichts tut, dann spreche ich vor. Es muss endlich vorwärts gehen!

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Meisterlöwe Peter Grosser: Wenn er sich das antun will, wäre es eine sehr gute Lösung. Aber es wäre aufgrund des vorhandenen Spielermaterials auch für ihn eine sehr schwere Aufgabe. Bisher war es aufgrund der Patt-Situation zwischen Verein und Investor ja nicht möglich, neue Spieler zu holen. Magath wird das Seine dazu tun, dass er das Sagen bekommt. Und es ist allerhöchste Zeit, dass einer sagt, wo’s langgeht, um endlich aus diesem Tohuwabohu herauszukommen.

Ex-Verteidiger Thomas Miller: Felix Magath ist ein absoluter Fachmann, arbeitet sehr professionell, hat Beziehungen überallhin. Er ist knallhart – und genau das braucht Sechzig. Wer nicht mitzieht, fliegt. Ende! Sechzig ist nicht Wolfsburg, ich glaube nicht, dass wir dann auch 50 Spieler hätten. Es heißt zwar, dass Fröhling dann gehen muss, aber ich sehe das nicht so. Er hat gute Arbeit geleistet, und das unter schweren Bedingungen: Als unerfahrener Profi-Trainer hat er bewiesen, dass er großem Druck standhalten kann und ist durch ein Stahlbad gegangen. Er hat den Verein gerettet, er muss bleiben! Magath ist doch auch froh, wenn er einen Co-Trainer hat, dem er die tägliche Arbeit mit den Spielern anvertrauen kann, der das Training leitet. Der Chef ist natürlich Magath.

Ex-Trainer Werner Lorant: Felix Magath war ein Riesen-Fußballer und ist ein sehr guter Trainer. Er wäre der Richtige für Sechzig: Er hat fast überall, wo er war, Erfolg gehabt. Nachdem er auch schon in München wohnt, kann er ja fast zu Fuß zum Trainingsplatz laufen. Klar ist: Wenn man ihn holt, muss man ihn auch machen lassen. Von ihm müssen die Anderen was lernen. Aber das muss der Verein entscheiden, ob er kommt.

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Edelfan Svend Friderici: Ich stehe dem sehr positiv gegenüber. Dann hätten wir wenigstens eine starke Hand an der Grünwalder Straße. Dass so etwas funktionieren kann, wissen wir ja aus der Ära Wildmoser. Magath ist überraschend deutscher Meister geworden mit dem VfL Wolfsburg, das hat keiner erwartet. Und mit dem FC Bayern war er sowieso erfolgreich. Seine rote Vergangenheit spielt für mich aber keine Rolle mehr. Ich mochte Magath schon als Spieler.

Allesfahrer Franz Hell: Die Verpflichtung von Magath wäre eine Riesenchance für den gesamten Verein, die sollte auch wahrgenommen werden. Er könnte uns leidgeplagte Fans wieder zum Jubeln bringen. Vielleicht schaffen wir es dann, wieder in ruhigere Fahrwasser zu fahren. Der Verein lebt, das hat man in den letzten Spielen gesehen.

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