"Grotesk und ein falsches Signal": 1860-Präsident Reisinger reagiert auf Stadionverordnung

Die geplante Änderung der Stadionverordnung rund um das Grünwalder Stadion steht in der Kritik. Auch 1860-Präsident Robert Reisinger ist verärgert.
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Präsident des TSV 1860: Robert Reisinger.
Präsident des TSV 1860: Robert Reisinger. © IMAGO / Fotostand

München – Die von der Stadt geplante Verschärfung der Stadionverordnung stößt im Lager des TSV 1860 auf viel Kritik. Neben der Faninitiative "Löwenfans gegen Rechts", für die die neue Verordnung "wie blanker Hohn" ist, hat nun auch 1860-Präsident Robert Reisinger das Vorhaben der Stadt kritisiert.

"Aus meiner Sicht ist die geplante Neufassung eine Überregulierung, die weder wünschenswert noch erforderlich ist", sagte Reisinger gegenüber der "tz". "Es kann nicht sein, pauschal Tausende von Fußballfans an einem Spieltag zu potenziellen Kriminellen zu erklären. Das ist grotesk und ein falsches Signal."

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Rund ums Grünwalder Stadion wird demnächst wohl eine Bannmeile errichtet. Die geplante Änderung der Stadionverordnung soll der Polizei künftig das Eingreifen unter anderem bei Löwen-Spielen erleichtern. Für Reisinger ist eine Verschärfung der Maßnahmen nicht notwendig.

"Strafgesetzbuch und Polizeiaufgabengesetz bieten mehr als genug Handlungsmöglichkeiten, um tatsächlichen Bedrohungslagen Herr zu werden", so der 57-Jährige. Unter anderem taucht der Begriff "Risikospiel" in der neuen Vorlage nicht mehr auf, künftig sollen sämtliche Spiele im Grünwalder gleich behandelt werden. Auch Fanmärsche werden in Zukunft wohl untersagt.

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