"Erstklassiger Trainer": Neuanfang bei 1860 mit Pereira

Nach einer turbulenten Hinrunde richtet Investor Ismaik den TSV 1860 München mal wieder neu aus. Ein Meistercoach aus Portugal soll den Abstieg abwenden. Zusätzliche personelle Korrekturen sind geplant.
| dpa/AZ
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Soll die Löwen endlich auf die Erfolgsspur bringen: Vítor Pereira
dpa Soll die Löwen endlich auf die Erfolgsspur bringen: Vítor Pereira

Nach einer turbulenten Hinrunde richtet Investor Ismaik den TSV 1860 München mal wieder neu aus. Ein Meistercoach aus Portugal soll den Abstieg abwenden. Zusätzliche personelle Korrekturen sind geplant.

München - Der Nächste, bitte! Nach einer verkorksten Hinrunde hat Investor Hasan Ismaik den international erfahrenen Portugiesen Vítor Pereira als nächsten Trainer des TSV 1860 München auserkoren. Der 48-Jährige soll die abstiegsbedrohten Löwen in der Winterpause fitmachen für den Neustart in der 2. Liga, der am 27. Januar mit dem Heimspiel gegen Greuther Fürth beginnt.

Ismaik kündigte nach dem 1:1 zum Hinrundenabschluss gegen den 1. FC Heidenheim am Freitagabend zudem an, weiteres Geld in den Kader zu investieren. "Wir werden auch die Mannschaft verändern und optimieren, um ein konkurrenzfähiges Team in die Rückrunde schicken zu können", schrieb der Jordanier auf Facebook. Nach der Beurlaubung von Thomas Eichin wird auch noch ein neuer Sportchef gesucht. Mit 16 Punkten stehen die Löwen  zwei Zähler vor dem Relegationsplatz 16.

Ismaik, Aigner, Eichin: Das war die Hinrunde des TSV 1860

Pereira-Verpflichtung "in trockenen Tüchern"

Schon vor der für Montag angekündigten Präsentation des neuen Trainers bestätigte Ismaik am Samstagabend bei einem Fanclub-Besuch die Personalie Pereira. Es sei alles "in trockenen Tüchern", sagte der Investor laut einem Bericht von "dieblaue24" bei der Weihnachtsfeier der Ilmtal-Löwen in Pfaffenhofen. "Wir werden diesmal einen erstklassigen Trainer haben", schwärmte Ismaik.

Pereira ist seit Wochen Topkandidat auf die Nachfolge von Kosta Runjaic. Er saß bei mehreren Partien im Stadion. Der temperamentvolle Portugiese war zuletzt bei Fenerbahce Istanbul. Dort musste er nach der verpassten Champions-League-Qualifikation gehen. In seinem Heimatland führte er den FC Porto zu zwei Meisterschaften (2012, 2013). Mit Olympiakos Piräus wurde er 2015 in Griechenland Meister und Pokalsieger.

Pereira soll seine Arbeit zu Jahresbeginn aufnehmen. Geplant ist ein zwei Wochen dauerndes Trainingslager in Portugal. "Wir sind gespannt, was passiert", sagte 1860-Profi Jan Mauersberger nach dem 1:1 gegen Heidenheim. "Natürlich haben wir zu wenig Punkte geholt. Wir haben aber jetzt genügend Zeit, um uns mit dem neuen Trainer auf die Rückrunde vorzubereiten", erklärte der stellvertretende Kapitän.

Ismaik will Minderleistung nicht mehr akzeptieren

Letztes Aufbäumen vor der Winterpause

Im letzten Spiel unter dem Interimsduo Daniel Bierofka/Denis Buschujew hatten die Löwen eine ihrer besseren Leistungen in der Hinrunde mit nur vier Siegen gezeigt. Trotz Überlegenheit reichte es nur zu einem Treffer von Sascha Mölders. Kapitän Marc Schnatterer konnte für Heidenheim mit einem Foulelfmeter ausgleichen.

"Jetzt haben wir Pause, das ist gut", sagte Torschütze Mölders nach den unruhigen vergangenen Wochen. Ismaik will weiter durchgreifen. "Ich werde die Minderleistung in allen Ebenen nicht mehr länger akzeptieren", kündigte der streitbare Investor an. Der Verein dürfe "nicht zu einer gut bezahlten Wohlfühloase verkommen". Er wolle ihn "leistungsorientiert" ausrichten, "um auch die Ziele zu erreichen".

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