Derby: Etwas Randale - und ein Bayern-Sieg

Die Bayern gewinnen das Derby im Grünwalder Stadion gegen den TSV 1860 mit 2:0. Vor dem Spiel kommt es zu Ausschreitungen.
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Traf per Freistoß zum 1:0: Benno Schmitz (Mitte) jubelt mit Patrick Weihrauch und Tobi Schweinsteiger (r.)
sampics Traf per Freistoß zum 1:0: Benno Schmitz (Mitte) jubelt mit Patrick Weihrauch und Tobi Schweinsteiger (r.)

 Die Bayern gewinnen das Derby im Grünwalder Stadion gegen den TSV 1860 mit 2:0. Vor dem Spiel kommt es zu Ausschreitungen.

München - Blitz, Donner, Dauerregen – das war kein lascher Sommerkick, da entlud sich einiges auf Giesings Höhen gestern Abend. Die Zweite des FC Bayern gewann das Derby im Grünwalder Stadion gegen die kleinen Löwen mit 2:0. Was völlig verdient war. Die Bayern wirkten reifer, strukturierter, cleverer. Schmitz und Sallahi entschieden das Spiel.

Und so bleibt Bayern II ganz oben unter Trainer Erik ten Hag: Sechs Spiele, sechs Siege. Souveräner Tabellenführer. Es war das Derby um die Vorherrschaft in München – in Liga vier. Der Champion der letztjährigen Regionalliga Bayern gegen den aktuellen Primus. Und ab sofort sind die Verhältnisse geklärt – weil umgekehrt.

„Es war mein zweites Derby, mein zweiter Sieg“, sagte Tobi Schweinsteiger, „das hat richtig Spaß gemacht, beide Fanlager waren überragend.“ Mit 10677 Zuschauern (davon 3900 Gäste-Fans) war das renovierte Grünwalder beinahe bis auf den letzten – erlaubten – Platz gefüllt.

Die Stimmung war freilich gut, allerdings standen sich beide Fangruppen in Sachen Pyrotechnik und Rauchbomben in nichts nach. Immer wieder wurde gezündelt. Eine blaue Rauchbombe der 1860-Anhänger flog einmal sogar ins Tor von Löwen-Keeper Eicher. Als es einige Sechzger-Fans übertrieben, unterbrach Schiedsrichter Günter Perl die Partie in der ersten Halbzeit für ein paar Minuten – nicht wegen des Gewitters.

Ansonsten hatten die über 250 Polizisten Sorge um die Sicherheit. „Es gab ein paar Ausschreitungen, ein bisschen Randale“, bilanzierte Christoph Reichenbach von der Polizei München, „etwa 500 Löwen-Fans sind in einem Marsch zum Stadion gezogen. Sie haben Flaschen und Pyrotechnik auf die Einsatzkräfte geworfen – auch im Stadion. Es herrschte ein gewaltiges Aggressionspotenzial.“ Im Stadion gab es keine Ausschreitungen.

Auf dem Feld war Kampf angesagt. Das 1:0 (16.) fiel durch einen von Benno Schmitz direkt verwandelten Freistoß ins Torwart(kreuz-)eck, den sich Eicher selbst ins Netz drückte. Erst ab Mitte der zweiten Hälfte bekamen die Löwen im Regen etwas Oberwasser: Café-Besitzer Andreas Neumeyer hatte zwei Mal den Ausgleich auf dem Fuß („Dafür hasse ich mich!“), einmal Latte, einmal Raeder, der Bayern-Torwart. Doch dann schlug der eingewechselte Ylli Sallahi zu, ein sehenswerter Weitschuss zum 2:0 (76.). Deckel drauf, 1860-K.o. Löwen-II-Coach Torsten Fröhling haderte: „Wir hatten keinen Mut und am Ende auch keine Kraft mehr.“

Viel Prominenz auf der Tribüne: Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge mit Sohn Roman sowie Sportvorstand Matthias Sammer. Außerdem: Der verletzte Pierre-Emile Höjbjerg („Das dauert leider vier Wochen“), der sich zu Sammer setzte und David Alaba, der mit Kumpels kam. Die Sechzger-Abordnung: Löwen-Boss Gerhard Mayrhofer, Cheftrainer Alex Schmidt plus die Spieler Schindler, Stark, Wood, Adlung, Stoppelkamp.

 

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