"Das Stadion soll ein Juwel werden": 1860 gründet eine neue Stadiongesellschaft

Der TSV 1860 gründet eine neue Stadiongesellschaft. Das Eröffnungsspiel soll 2030 stattfinden, die Finanzierung ist noch ungeklärt.
Matthias Eicher
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So soll die Wesktuve aussehen. Weiter dabei: die historische Anzeigentafel.
So soll die Wesktuve aussehen. Weiter dabei: die historische Anzeigentafel. © Powerhouse Company

Unter Tagesordnungspunkt 13b) wurde es ernst für die Stadionpläne der Löwen: "Wir wollen das Grünwalder Stadion in Erbpacht übernehmen und ausbauen. Am Ende des Tages wird es ein Sechzgerstadion", erklärte Walter Lechner, Vorsitzender der Stadionkommission, am Sonntag im Rahmen der Mitgliederversammlung des TSV 1860 und erntete bei der Vorstellung der Machbarkeitsstudie der Firma "Powerhouse Company" frenetischen Applaus: "Das Stadion soll ein Juwel werden!"

Die dafür notwendige Gründung der "Betriebsgesellschaft Sechzgerstadion mbH" wurde mit 1060 Stimmen von den Mitgliedern durchgewunken (sechs Gegenstimmen). Den Plan des erstligatauglichen und ersten klimaneutralen Stadions in Deutschland hat die AZ bereits am Freitagabend offengelegt: 25.000 Zuschauer plus 2.000 Business-Seats, Westkurven-Erweiterung auf 13.000 Zuschauer.

Das Olympiastadion ist als Ausweichspielstätte während der Bauphase vorgesehen

Was die Planung angeht, sei man laut Lechner von der Stadt bestens unterstützt worden: "Der Antrag zum Baubescheid wird noch vor der Sommerpause bei der Landeshauptstadt München eingereicht." In sechs bis acht Monaten sei der Erbpachtvertrag ausgehandelt.

Unrealistisch erscheint Lechners (Ideal-)Zeitschiene: Einreichung der Bauanfrage Ende Juli 2026, Baugenehmigung Ende 2027, Baustart Mitte 2028, Eröffnungsspiel im August 2030!

Als Ausweichspielstätte in der Bauphase sei das Olympiastadion vorgesehen.

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Planungen bei den Anwohnern in Giesing "wunderbar angekommen"

Die technische Machbarkeit soll nun durch eine soziale Machbarkeit von mehreren im Stadion untergebrachten Einrichtungen wie einer Kinder-Tagesstätte oder Shops ergänzt werden.

Übrigens: Bei den Anwohnern sei die am Freitag vorgestellte Planung "wunderbar angekommen", meinte Lechner, nicht zuletzt, weil die Lärmbelästigung durch die neue Überdachung ebenso sinken solle wie die Lichtemissionen. Die Kult-Flutlichtmasten würden nur aus optischen Gründen erhalten bleiben.

Sechzigs Eigenanteil der stark von Münchens Zuschlag für die Olympischen Spiele und der Stadt abhängige Finanzierung ist ungeklärt, aber ein Seitenhieb gegen die Bayern durfte nicht fehlen: "Wir wären natürlich Herr im Hause und dann wird es auch einen klar abgestimmten Farbenkatalog der teilnehmenden Mannschaften geben", sagte Vizepräsident Peter Schaefer nach einer Wortmeldung, ob die Roten darin spielen würden.

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