Erstligatauglich und riesige Westkurve: Machbarkeitsstudie für Grünwalder Stadion veröffentlicht

Der TSV 1860 stellt die Machbarkeitsstudie fürs Grünwalder Stadion vor. Demnach möglich: insgesamt 27.000 Plätze, eine große Westkurve, viel Platz für VIPs – und sogar eine Genehmigung für Erstligafußball.
Felix Müller
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So soll die Westkurve aussehen. Weiter dabei: die historische Anzeigentafel.
So soll die Westkurve aussehen. Weiter dabei: die historische Anzeigentafel. © Powerhouse Company

Zugegeben, die Erste Liga scheint in diesen Giesinger Wochen sehr, sehr weit weg für den TSV 1860. Und doch ist es bei den Erweiterungsplänen fürs Grünwalder Stadion ein zentraler Aspekt. Dass die Löwen wissen, dass sie – sollte es eines Tages tatsächlich wieder ganz nach oben gehen – auf dem Giesinger Berg sogar Bundesliga spielen könnten.

Und es könnte funktionieren. Das ist das Ergebnis der lang erwarteten Machbarkeitsstudie, die die Sechzger am Freitagabend  an der Grünwalder Straße Nachbarn und Fans vorstellten. Es sind ambitionierte Pläne, die der EV vorantreiben will. Immerhin: Wie mehrmals berichtet, stehen Stadtspitze und Stadtrat dem Plan, dass die Löwen das städtische Stadion, das ihnen einst gehört hatte, in Erbpacht wieder selbst übernehmen, sehr offen gegenüber.

Die AZ erklärt die bisher bekannten Details aus der Studie

An diesem Sonntag soll bei der Mitgliederversammlung die Gründung einer Stadionbetreibergesellschaft beschlossen werden. Und nun ist deutlich klarer, mit welchen Ideen die Sechzger ihre Mitglieder überzeugen wollen. Erste Simulationen zeigen eine Osttribüne, die architektonisch an die heutige Stehhalle angelehnt ist. Eine andere Visualisierung zeigt die Westkurve weiter als Fanblock – aber als eine Gerade direkt hinter dem Tor.

Die neue Osttribüne erinnert architektonisch an die heutige Stehhalle. Ist aber ein modernes Bauwerk.
Die neue Osttribüne erinnert architektonisch an die heutige Stehhalle. Ist aber ein modernes Bauwerk. © Powerhouse Company

Mindestens genauso spannend für Fans (und Politiker und Nachbarn): die Eckdaten, was laut der Studie am Standort möglich werden könnte. Neben der Erstligatauglichkeit waren die ersten Punkte, die am Freitag zu erfahren waren, folgende:

Durch PV-Anlage und Einspeisung könnte das Stadion ganz CO2-neutral werden. Ein Punkt, der für die öffentliche Debatte durchaus eine Rolle spielen könnte – und auch bei der grün-geführten Stadtspitze gut ankommen könnte.

In der Machbarkeitsstudie ist die Rede von 25.000 Zuschauern. Eigentlich sind es sogar 27.000 – weil bei den Löwen mit Bezug auf die Machbarkeitsstudie nun explizit von "zusätzlich" 2000 Business-Seats und Logen gesprochen wird. Diese sind für die Sechzger ein wesentlicher Punkt. Am Standort Giesing gilt seit langem als großer Wettbewerbsnachteil, dass es ganz anders als in modernen Fußballarenen fast überhaupt nicht möglich ist, sehr teure Angebote für Firmenkunden und Co. zu machen – was für die Einnahmen im Profifußball aber sehr wichtig geworden ist.

Die Westkurve wird auf 13.000 Zuschauer erweitert – und das offenbar mit einem Neubau. Nicht nur, dass eine erste Simulation eine gerade Tribüne (wenn auch mit geschwungenem Dach) hinterm Tor zeigt. Bei den Löwen war am Freitag auch die Rede davon, dass es auf halber Höhe der Tribüne einen Umlauf geben werde "mit Gastroangebot und reichlich Toiletten". Die historische Anzeigentafel aber soll integriert werden.

Schon in den nächsten Wochen sollen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie dann auch der Stadt übergeben werden – die noch vor wenigen Jahren die Ansicht vertrat, mehr als 12.500 Zuschauer könnten nie wieder auf Giesings Höhen Fußball schauen. Dann doch wieder 15.000 erlaubte und zuletzt von einer Obergrenze von 18.100 sprach. Nun also scheint denkbar, dass der Traum einer modernen Fußballarena am Giesinger Berg wahr wird. Zumindest, wenn man sehr optimistisch ist, was die Finanzierung betrifft.

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  • Peterauslaim vor einer Stunde / Bewertung:

    Eine Rechenaufgabe:
    Ein Verein hat keine 2,7 Millionen um den Spielbetrieb zu sichern.
    Der Verein will ein Stadion bauen, das mindestens 125 Millionen kostet. Stadt und Freistaat Bayern würden bei Olympiabewerbung von München ca. 75 Millionen zahlen. Wie viele Volldeppen benötigt der TSV München von 1860 somit, um die restlichen 50 Millionen aufzubringen?
    🤣🤣🤣🤣🤣🤣

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  • Chris_1860 vor 7 Stunden / Bewertung:

    Erst passiert Jahre lang nichts mit dem Sechzger, max. 15 000 Zuschauer und der e.V. ist Schuld , was ja auch zum Teil zutraf, Reisinger brachte ebenso nix zsamm, wie Reiter.

    Jetzt geht endlich was vorwärts, unter Mang wurde endlich die Machbarkeitsstudie erstellt, am Sonntag stimmen wir Mitglieder über die neue Stadion-Betriebsgesellschaft ab, die neue Stadtregierung blockiert nicht mehr aus ideologischen Gründen, evtl. klappt's mit Olympia und Zuschüssen, Ismaier ist bald Geschichte und es kommt dennoch wieder nur das übliche negative Gebrabbel von einigen Typischen.

    Klar ist die Situation derzeit sportlich traurig und es ist noch vieles ungeklärt, aber dass es nur ohne HAM nun aufwärts gehen kann un d das mim Stadion ein weiterer Lichtblick ist, könnte man auch anerkennen. Aber das passt halt ned zu Grissmaik24 und dessen Tiraden gegen den Verein.

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  • Löwenmandi vor 49 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Chris_1860

    Es wurden schon früher Machbarkeitsstudien erstellt. D.h. Mang hat bis jetzt nichts besonderes geleistet.

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