Blauer Umbruch: Wer beim TSV 1860 geht und wer bleiben soll

Dennis Erdmann verlässt die Löwen, bei Quirin Moll und Keanu Staude ist die Zukunft noch offen. Und Trainer Michael Köllner denkt schon an die kommende Saison: "Wir brauchen neue Spieler, um den letzten Schritt zu machen."
| Matthias Eicher
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Quirin Moll und Dennis Erdmann.
Quirin Moll und Dennis Erdmann. © sampics

München - Ein letztes Mal trafen sich Michael Köllner und seine Kicker am Sonntag nochmal an der Grünwalder Straße 114, bevor es für die Sechzger hieß: ab in den Urlaub! Fragt sich nur: Wer kommt nicht mehr zurück?

"Es geht darum, dass wir um Sascha Mölders wieder ein starkes Team auf den Platz bringen. Wir brauchen auf der einen oder anderen Position neue Spieler, um den letzten Schritt zu machen", sagte der Trainer des TSV 1860 noch im Audi Sportpark in Ingolstadt. Ein klarer Wunsch nach Verstärkungen für den Aufstieg in der kommenden Saison.

Heuer war 1860 im Vergleich mit dem Spitzentrio Dresden, Rostock und Ingolstadt als Underdog ins Rennen gegangen, im kommenden Jahr wird auch wieder eine Hand voll Teams aufrüsten, um die Zweite Liga anzustreben.

Und was macht Sechzig? Die AZ wirft einen Blick auf die aktuellen Personalentscheidungen auf Giesings Höhen.

Dennis Erdmann: Er verlässt den TSV 1860 im Sommer

Der Kult-Kicker aus Frechen war bereits verabschiedet worden im Grünwalder Stadion, gemeinsam mit Leon Klassen, Ahanna Agbowo und Matthew Durrans. Danach durfte der 30-Jährige aufgrund der Gelb-Sperre von Senkrechtstarter Semi Belkahia im Saisonfinale beim FC Ingolstadt 04 (1:3) doch nochmal auflaufen - und sogar ins Tor treffen.

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Köllner trauert dem Abgang hinterher, auch aufgrund Erdmanns Charakters: "Ich muss mich hinlegen und weinen, dass wir einen solchen Spieler verlieren. Dennis kannst du um 4 Uhr in der Nacht wecken und er holt dich aus Amsterdam ab." Köllner gefallen Akteure wie der wortgewaltige Erdmann, der "gegen den Mainstream" schwimmt.

Auf Nachfrage, weshalb der Verteidiger dann nicht einfach doch noch geblieben ist, meinte Köllner: "Leider müssen Spieler und auch der Verein irgendwann Entscheidungen treffen." Erdmann, seinem Selbstverständnis nach Stammspieler und nicht Reservist, hatte in den vergangenen beiden Transferperioden vergeblich um Freigabe gebeten. Jetzt kann er ablösefrei gehen und ist auf der Suche nach einem Auslandsabenteuer.

TSV 1860: Bei Keanu Staude geht die Tendenz zum Verbleib

Von Sport-Boss Günther Gorenzel als Kreativ-Kicker gepriesen, feierte der zweitligaerfahrene Ex-Bielefelder einen denkbar ungünstigen Einstand. Zuerst positiv auf das Coronavirus getestet und in Hotel-Quarantäne, dann mit einem unglücklichen Debüt inklusive Pfostenschuss gegen Saarbrücken (1:2). Als er mit seinem Tor und Assist beim 4:0-Sieg gegen den Halleschen FC langsam ins Rollen kam, warf ihn ein Sehnenriss zurück.

Weiter ein Löwe? Keanu Staude.
Weiter ein Löwe? Keanu Staude. © sampics / Stefan Matzke

Nach AZ-Informationen verpasste der 24-Jährige (acht Einsätze) daher eine automatische Vertragsverlängerung durch eine Klausel mit einer bestimmten Anzahl an Einsätzen. Und jetzt? Gehen oder bleiben? Die Zukunft des Mittelfeldmannes soll sich bald entscheiden. Tendenz: Staude bleibt ein Löwe.

Vertrag läuft aus: Bleibt Quirin Moll beim TSV 1860?

Der Dachauer wollte Sechzig nach seinem Wechsel im Sommer 2018 in die Zweite Liga führen. Stattdessen verletzte er sich schwer und kam nach dem Riss des vorderen Kreuzbandes lange nicht auf die Beine. Nach 19 Einsätzen, zwei Toren und drei Assists in der laufenden Saison wurde er erneut durch einen (hinteren) Kreuzbandriss zurückgeworfen, doch in Rekordzeit kämpfte er sich heran und in Ingolstadt stand er erstmals wieder im Kader.

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Geht es nach Köllner, wird Moll ein Löwe bleiben. "Da schauen wir schon, dass Quirin nächste Saison auch an der Grünwalder Straße spielen wird", meinte der TSV-Trainer.

Schon seit Wochen hat Moll ein Vertragsangebot vorliegen, die Sechzger und der 30-Jährige konnten allerdings noch keine Einigkeit erzielen. Vorher Topverdiener, müsste Moll Gehaltsabstriche in Kauf nehmen.

Grundsätzlich wollen beide Seiten, doch bisher ist die Moll-Frage noch nicht geklärt - es könnte also nach wie vor in beide Richtungen gehen.

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