Auf der Torhüter-Position hat Sechzig keine Sorgen

Die frühe Rote Karte für Sechzigs Keeper Marco Hiller wird zum Knackpunkt des Spiels. Trost gibt's aber von den Fans und Bossen.
| Matthias Eicher
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"Wir haben lauter Typen, die alles für den Verein geben" - Marco Hiller ist so ein Typ.
Jürgen fromme /firo Sportphoto "Wir haben lauter Typen, die alles für den Verein geben" - Marco Hiller ist so ein Typ.

Diese verflixte 9. Spielminute wird Marco Hiller vermutlich nicht so schnell aus seinem Gedächtnis verdrängen können. . .

Im Showdown bei den Schanzern (1:3) eilte der 1860-Torhüter aus seinem Tor, um einen Angriff des FC Ingolstadt über den schnellen Stürmer Fatih Kaya zu entschärfen.

Marco Hiller ist ein starker Rückhalt für den TSV 1860

Das Ende ist bekannt: Hiller grätschte nach dem Ball, Kaya fiel - und Schiedsrichter Denis Aytekin schickte den 25-Jährigen wegen einer Notbremse vom Platz. Eine knifflige Szene, die plötzlich alles, worauf sich die Sechzger mit ihrem Matchplan vorbereitet, worauf sie eine ganze Saison lang hingearbeitet hatten, pulverisierte.

"Das Spiel ist mit dem Platzverweis über Bord geworfen. Es war klar, dass es ein Spiel auf Augenhöhe wird. Wenn du dann 80 Minuten in Unterzahl spielen musst, ist es ja klar, dass es schwer wird", erklärte Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel hinterher.

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Es wurde zu schwer - obwohl der unerfahrene Ersatzkeeper Tom Kretzschmar ein bärenstarkes Spiel ablieferte, nachdem er ins kalte Wasser geworfen worden war. Trainer Michael Köllner konnte nur beipflichten: "Wir hatten keinen guten Auftakt ins Match. Der Platzverweis hat die Statik des Spiels komplett verändert."

Köllner und Fans loben Marco Hiller

Keiner der Verantwortlichen wollte Hiller nach der zu riskanten Aktion einen Vorwurf machen, wohl auch, weil jeder weiß: Ohne den so verlässlichen Stammtorhüter (15 weiße Westen) wäre der TSV wohl erst gar nicht in die Lage gekommen, am letzten Spieltag noch auf ein Endspiel um die Relegation hoffen zu können. Kein Wunder also, was sich nach der Rückreise enttäuschter Sechzger auf dem Dach des Löwen-Stüberls zugetragen hat, nachdem die ersten Tränen getrocknet waren: "Ohne Hiller wären wir gar nicht hier!", sangen die Löwen-Fans zum Trost für ihre Nummer eins.

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Hiller, der eine Halbe Bier in den Händen hielt, dankte es der Anhängerschaft mit Applaus - und einem "Humba Täterä". Auch eine Erkenntnis aus dem verlorenen Saisonfinale: Auf der Torhüter-Position muss sich der TSV nach wie vor keine Sorgen machen.

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