Benny Lauth: "Werde den Tag nicht vergessen"

Verabschiedet und gefeiert: Benny Lauth erlebt einen Ausstand, wie er sich ihn gewünscht hat. "Insgeheim habe ich es mir erträumt", meint er. Die Abschiedsworte des Stürmer.
| M.Wessing
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Benny Lauth wird von Löwen-Präsident Gerhard Mayrhofer vor dem Spiel gegen den VfL Bochum verabschiedet.
sampics/augenklick Benny Lauth wird von Löwen-Präsident Gerhard Mayrhofer vor dem Spiel gegen den VfL Bochum verabschiedet.

Verabschiedet und gefeiert: Benny Lauth erlebt einen Ausstand, wie er sich ihn gewünscht hat. "Insgeheim habe ich es mir erträumt", meint er. Die Abschiedsworte des Stürmer.

München - Schon vor dem Spiel hatte Benny Lauth mit den Tränen zu kämpfen. Keine Frage: Der Abschied vor heimischer Kulisse ging ihm sichtbar nah. Nach seinem Abschiedstreffer in der Nachspielzeit - kein Drehbuch hätte es besser entwerfen können - wurde es in der Arena zur Lauth-Feier, die sich der Stürmer und die Fans so sehr gewünscht hatten.

Die Fans forderten Lauth nach dem Abpfiff als ersten Löwen-Spieler auf den Zaun, es folgten Daniel Bierofka und Necat Aygün, die ebenfalls ihr letztes Heimspiel für 1860 bestritten. "Das hätte ich mir nicht schöner vorstellen können, das war ein super Moment", meinte Lauth.

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Spätestens bei seiner anschließenden Ehrenrunde vergaß er dann wohl für ein paar Minuten, dass Trainer Markus von Ahlen ihm Bobby Wood vorzog, er selbst also erst einmal auf der Bank sitzen musste. "Klar hätte ich mir gewünscht, dass ich von Anfang an spiele", sagte der Rekordtorschütze. Vielen Fans sahen das genauso. Dennoch: "Den Tag werde ich natürlich nicht vergessen. Insgeheim habe ich mir erträumt, dass mein letztes Heimspiel so laufen würde. Jetzt genieße ich einfach den Moment."

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Gemeinsam mit seinem Sohn Liam (3) genoss er die letzten Minuten auf dem Platz der Arena. Nächste Saison wird diese nicht mehr seine Heimspielstätte sein. "Ich bin völlig offen für das, was jetzt kommt. Das entscheide ich dann mit meiner Familie." Lauth machte zuletzt kein Geheimnis daraus, dass er gerne bei 1860 geblieben wäre. Doch der Verein, vor allem Sportdirektor Gerhard Poschner, entschied sich gegen eine Vertragsverlängerung. "Ich hätte das Kapitel bei den Löwen nach dieser Saison gerne anders beendet. Aber so konnte ich es jetzt noch einmal schöner gestalten."

Trainer Markus von Ahlen meinte: "So einen Abschied erträumt man sich, so haben wir uns ihn alle gewünscht." Und warum Lauth nicht in der Startelf stand? "Benny hatte zuletzt sehr wenig Spielzeit, der Rhythmus fehlt dann. Ich hatte überlegt, ihn von Anfang an zu bringen und die Stimmung und Emotionen der Fans von Anfang an mitzunehmen. Aber Wood hat sich den Einsatz auch auf Grund der letzten Wochen verdient. Und außerdem: Wir haben auch eine Verantwortung der Liga gegenüber."

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