Teil 2 der AZ-Serie: Halbwahrheiten auf der Piste

Teil Zwei der aktuellen AZ-Irrtümer-Serie rund um den Skisport. In diesem Teil dreht sich alles um die richtige Bindung, die Verletzungsgefahr auf der Piste, den passenden Helm und das Alter beim Skifahren. Reinschauen lohnt sich!
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Im zweiten Teil der AZ-Serie zu den aktuellen Ski-Irrtümern dreht sich alles um die passende Bindung, den richtigen Helm und das Alter.
dpa Im zweiten Teil der AZ-Serie zu den aktuellen Ski-Irrtümern dreht sich alles um die passende Bindung, den richtigen Helm und das Alter.

Teil Zwei der aktuellen AZ-Irrtümer-Serie rund um den Skisport. In diesem Teil dreht sich alles um die richtige Bindung, die Verletzungsgefahr auf der Piste, den passenden Helm und das Alter beim Skifahren.

München - Am Montag erschien der erste Teil der neuen AZ-Serie, die sich mit den gängigen Halbwahrheiten auf der Piste befasst. Nach den ersten Aussagen zu Lawinenverschütteten-Suchgeräten, Alkohol auf der Piste, dem Skikauf und der Bindungseinstellung nimmt die AZ nun drei weitere "Fabeln" rund um das Thema Skisport unter die Lupe.

Ski-Irrtum Nr. 15: „Die Bindung schützt mich vor Verletzungen.“

Eine korrekte Auslösung der Skibindung kann vor Verletzungen schützen, das ist richtig! Dafür muss sie aber genau dann auslösen, wenn der Skifahrer stürzt und der Ski am Fuß zu Dreh- und Biegeverletzungen führen kann. Gleichzeitig muss sie den Skischuh bei der Fahrt, auch über unebenes Gelände, stabil am Ski halten. Ist das nicht der Fall, kann sie wiederum durch eine falsche Auslösung sogar überhaupt erst zu Verletzungen führen. Die Skibindung kann, bei korrektem Einstellwert, ausschließlich vor Unterschenkelverletzungen, insbesondere Brüchen, schützen. Weichteilverletzungen von Sehnen, Bändern und Muskeln können zwar vorgebeugt werden – aber sie sind nie hundertprozentig zu vermeiden.

Die Statistik zeigt: Etwas mehr als ein Drittel aller Skiverletzungen betreffen das Knie. Diese können auch bei richtiger Bindungseinstellung passieren. Genau dann, wenn die Sturzenergie nicht ausreicht, die zum Skifahren notwendigen Haltekräfte zu überwinden und die Bindung auszulösen. Dies kann bei Stürzen mit geringer Geschwindigkeit passieren.

Hier geht's zum aktuellen Schneebericht der Alpen-Skigebiete

Ski-Irrtum Nr. 16: „Ohne sichtbare Risse schützt mich mein Helm einwandfrei.“

Um optimal schützen zu können, muss ein Skihelm einwandfrei funktionieren. Ist eine äußere Einwirkung sichtbar, etwa durch Risse oder Dellen, muss der Helm auf alle Fälle ausgetauscht werden. Ein Helm gewährleistet schließlich, dass die Sturzenergie bei einem Aufprall möglichst auf eine große Fläche verteilt wird und nicht konzentriert auf den Kopf einwirkt. Dafür sorgt hochwertiges Dämmmaterial in der Schale. Kommt es zu einem Sturz, bei dem hohe Kräfte auf den Helm wirken, kann sich die Stoßdämpfung verformen oder sogar brechen – auch ohne äußere Merkmale.

Experten raten daher: Im Falle eines Sturzes den Helm immer im Sportfachhandel eingehend überprüfen lassen! Nur so kann man sichergehen, dass die Schutzfunktion nicht beeinträchtigt wurde.

Hier geht's zum ersten und zweiten Teil der früheren Ski-Irrtümer

Ski-Irrtum Nr. 17: „Für's Skifahren bin ich viel zu alt.“

Skifahren kann bis ins hohe Alter eine Menge Spaß machen! Es muss jedoch klar sein: Wer Skifahren gehen will, sollte fit sein und seine Technik den eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten anpassen. Außerdem hat sich die Ski-Technologie in den letzten Jahren rasant weiter entwickelt. Eine besondere Errungenschaft – auch für ältere Skifans – ist der Genusscarver mit Rocker-Technologie. Er ermöglicht einfaches und kraftsparendes Skifahren. Denn spätestens in der zweiten Lebenshälfte kommt es zu funktionellen und morphologischen Veränderungen im Organismus. Die Muskelmasse schrumpft, die Ausdauerleistungsfähigkeit sinkt und auch die Gleichgewichtsfähigkeit sowie das Reaktionsvermögen nehmen ab. Außerdem verlieren Knorpel und Bandscheiben mit den Jahren an Flüssigkeit, so dass schmerzhafte Gelenkprobleme auftreten können.

Deshalb muss die Skitechnik auch immer dem Alter angepasst werden! Viele Skischulen, Skigebiete und Reiseveranstalter haben sich auf die Bedürfnisse von Menschen fortgeschrittenen Alters eingestellt. Neben den vergünstigten Senioren-Tarifen am Lift gibt es spezielle Skikurse für die ältere Generation. Auch wer jenseits der 50 noch nie auf Ski gestanden ist, muss nicht länger auf das Wintersportvergnügen verzichten. Skifahren kann bei körperlicher Fitness und unter fachkundiger Anleitung in fast jedem Alter innerhalb weniger Tage erlernt werden.

Am Mittwoch gibt's den dritten und letzten Teil der aktuellen Serie rund um die Ski-Irrtümer!

<strong>Weitere Beiträge und nützliche Tipps gibt's auf der AZ Ski- & Schneeseite</strong>

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