Olympia-Auftakt: Schwarz, Rot - und noch kein Gold

Pleiten, Pech und Pannen statt der erhofften Medaillen: Der erste Wettkampftag in London brachte für Deutschland einige Enttäuschungen.
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Er wendet sich ab - gescheitert im Vorlauf: Paul Biedermann
dpa Er wendet sich ab - gescheitert im Vorlauf: Paul Biedermann

Pleiten, Pech und Pannen statt der erhofften Medaillen: Der erste Wettkampftag in London verlief für die deutsche Mannschaft alles andere als wunschgemäß. Wenigstens der Deutschland-Achter erfüllte die Erwartungen. Das erste Gold ging an eine Schützin aus China.

London - Paul Biedermann und die Freistil-Staffel mit Britta Steffen im Vorlauf gescheitert, keine Final-Teilnahme auch im Schießen und Judo: Der erste Wettkampftag der Olympischen Spiele in London hat für das deutsche Team mit herben Enttäuschungen begonnen. Für einen Lichtblick sorgte am Samstag der Deutschland-Achter, der sich als Vorlauf-Sieger für das Finale am Mittwoch qualifizierte.

Das erste Gold der Spiele sicherte sich die chinesische Schützin Yi Siling im Wettbewerb mit dem Luftgewehr. Zweite wurde die Polin Sylwia Bogacka vor Yu Dan ebenfalls aus China. Jessica Mager und Beate Gauß verpassten das Finale der besten Acht. Mager erreichte nur 394 Ringe, Gauß sogar nur 392.

Lange Gesichter gab's auch im Schwimmstadion, wo Medaillenhoffnung Biedermann über 400 Meter Freistil nur mit der zwölftbesten Vorlaufzeit anschlug. 1,24 Sekunden fehlten ihm zum Endlauf. Nicht besser erging es seiner Freundin Britta Steffen, die mit der 4 x 100-Meter-Freistilstaffel in 3:39,16 Minuten auf Rang neun landete. "Es war der erste Tag, schlechter kann es nicht werden", gestand die Doppel-Olympiasiegerin von Peking. Von einem "rabenschwarzen Tag" sprach Leistungssportdirektor Lutz Buschkow.

Auch die übrigen deutschen Starter schafften den Sprung in den olympischen Endlauf nicht. Die Brustschwimmer Christian vom Lehn und Hendrik Feldwehr schieden als 19. bzw. 21. aus. Olympia-Debütantin Alexandra Wenk scheiterte im Vorlauf über 100 Meter Schmetterling. Über 400 Meter Lagen war für Yannick Lebherz früh Endstation.

Für Judo-Leichtgewichtler Tobias Englmaier war Olympia schon nach dem ersten Kampf beendet. Der 24-Jährige unterlag zum Auftakt in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm dem Armenier Johannes Dawtjan.

Nichts zu holen gab es auch zum Auftakt der Radbewerbe für die deutschen Medaillenhoffnungen: Der Kasache Alexander Winokurow hat am Samstag in London die Goldmedaille im Straßenrennen gewonnen. Der Olympia-Zweite von Sydney 2000 siegte nach 250 Kilometern im Spurt vor Rigoberto Uran aus Kolumbien. Dritter wurde der Norweger Alexander Kristoff. André Greipel beendete das Rennen als bester Deutscher auf Platz 27.

Der Deutschland-Achter erfüllte dagegen zum Regatta-Auftakt die in ihn gesetzten Erwartungen. Die seit Olympia 2008 ungeschlagene Ruder-Crew setzte sich im Vorlauf vor den Niederlanden durch und zog direkt ins Finale ein. Auftaktsiege fuhren auch Marcel Hacker im Einer, die Doppelvierer der Männer und Frauen sowie Eric Knittel und Stephan Krüger im Doppelzweier heraus.

Philipp Petzschner erreichte durch einen Zweisatz-Sieg gegen den Slowaken Lukas Lacko die zweite Runde des Tennis-Turniers in Wimbledon. Für Mona Barthel war das erste Spiel auch schon das letzte. Sie unterlag der Polin Urszula Radwanska 4:6, 3:6. Bereits im Achtelfinale steht Florettfechterin Carolin Golubytskyi.

Ohne Probleme starteten Deutschlands Beachvolleyballer ins Turnier. Julius Brink und Jonas Reckermann gewannen ebenso ihr erstes Gruppenspiel wie Katrin Holtwick und Ilka Semmler. Marc Zwiebler gab sich zum Start des Badminton-Turniers keine Blöße.

Für den ersten Dopingfall sorgte der albanische Gewichtheber Hysen Pulaku. Nach Angaben des IOC wurde der 19-Jährige bei einer Trainingskontrolle auf das anabole Steroid Stanozolol getestet. Der EM-Sechste in der Klasse bis 77 Kilogramm wurde mit sofortiger Wirkung von den Spielen ausgeschlossen. Über mögliche Sanktionen gegen den Athleten muss der Gewichtheber-Weltverband IWF entscheiden.

 

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