Manuel Neuer: Keine Angst vor Marc-Andre ter Stegen

DFB-Torhüter Manuel Neuer ist wieder in Topform – und gibt forsch den EM-Titel 2020 als Ziel aus. Den Konkurrenzkampf mit Marc-André ter Stegen fürchtet er nicht: "Ich spüre keinen heißen Atem."
| Maximilian Koch
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So ausgelassen sieht man ihn selten: DFB-Kapitän Manuel Neuer paddelt im Kanu im Freizeitparadies "Blaue Lagune".
twitter.com/DFB_Team So ausgelassen sieht man ihn selten: DFB-Kapitän Manuel Neuer paddelt im Kanu im Freizeitparadies "Blaue Lagune".

Venlo - Ein Kapitän marschiert vorneweg – und manchmal paddelt er auch. So wie Manuel Neuer, der Spielführer der deutschen Nationalmannschaft. Bei einer Teambuilding-Maßnahme im Freizeitparadies "Blaue Lagune" im niederrheinischen Wachtendonk hatte Neuer sichtlich Spaß, als er im Kanu übers Wasser paddelte. Seine Kollegen Leroy Sané und Marco Reus schipperten im Schlauchboot umher, Thilo Kehrer zeigte sich auf einem Wakeboard in Jubelpose. Die perfekte Einstimmung für den Länderspiel-Doppelpack zum Ende einer langen Saison?

So ausgelassen sieht man ihn selten: DFB-Kapitän Manuel Neuer paddelt im Kanu im Freizeitparadies "Blaue Lagune".
So ausgelassen sieht man ihn selten: DFB-Kapitän Manuel Neuer paddelt im Kanu im Freizeitparadies "Blaue Lagune". © twitter.com/DFB_Team

Schlagmann Neuer fordert jedenfalls zwei Siege in den EM-Qualifikationspartien am Samstag in Weißrussland und drei Tage später in Mainz gegen Estland (beide 20.45 Uhr/RTL). "Wir wollen unserem Trainer zeigen, dass er sich total auf uns verlassen kann, auch wenn er nicht dabei ist. Dass er weiß: Auf diese Spieler ist Verlass, das sind gute Jungs und super Typen – und die holen sechs Punkte für mich", sagte Neuer am Dienstag über Bundestrainer Joachim Löw, der verletzt ausfällt.

Manuel Neuer will den EM-Titel 2020

Und wenn man dem Kapitän der Nationalelf und des FC Bayern so zuhörte, spürte man, dass er schon wieder die ganz großen Ziele im Blick hat. "Unser Job ist es, uns zu finden, uns einzuspielen mit Blick auf die EM 2020, dass wir dort so konkurrenzfähig sind, um den Titel zu gewinnen. Wir wollen im nächsten Sommer angreifen", sagte Neuer. Volle Fahrt voraus für den nächsten Pokal nach dem WM-Triumph 2014!

Dass Neuer wieder so optimistisch über die Zukunft spricht, hat Gründe. Der 33-Jährige ist nach Jahren der verletzungsbedingten Rückschläge wieder in der Weltspitze angekommen. Das demonstrierte Neuer kürzlich mit einer fabelhaften Leistung im Pokalfinale gegen RB Leipzig (3:0). "Ich liebe meinen Beruf und liebe es, auf dem Platz zu stehen", erklärte Neuer: "Ich möchte so lange spielen, wie mein Körper funktioniert – und es Spaß macht." Während Rivale Marc-André ter Stegen (27), der Top-Keeper des FC Barcelona, seine Patellasehnenprobleme auskuriert und deshalb nicht beim DFB-Team dabei sein kann, festigt Neuer seinen Status als Nummer eins. "Ich spüre keinen heißen Atem", sagte er voller Selbstvertrauen.

Manuel Neuer bekommt Rückendeckung im DFB-Team

Bei der Nationalelf ist man beruhigt, dass Neuer sein altes Spitzenniveau erreicht hat. "Er ist die Nummer eins und spielt in Weißrussland", sagte Bundestorwarttrainer Andreas Köpke: "Ich bin froh, dass er nach seiner Verletzung gleich wieder so zurückgekommen ist."

Neuer tut diese Rückendeckung nach einer schwierigen Phase gut. "Der Rückhalt ist für jeden Spieler wichtig, auch für mich als erfahrenen Spieler. Wenn man das Vertrauen hat, dann kann man Leistung bringen", sagte er.

Den Kopf müssen sich die Verantwortlichen der Nationalmannschaft wegen der Torhüter-Situation ohnehin nicht zerbrechen. Hinter Neuer und ter Stegen stehen in Kevin Trapp (28) und dem am Daumen verletzten Bernd Leno (27) zwei weitere starke Torhüter in bestem Alter bereit. Und der erstmals für die Nationalmannschaft nominierte Sven Ulreich (30) zeigte beim FC Bayern, dass auf ihn als Neuer-Ersatz Verlass ist. Daher sei es "nicht fair, immer nur über ter Stegen und mich zu sprechen", meinte Neuer: "Wir haben auf der Torhüterposition in Deutschland nie Probleme gehabt. Wir brauchen uns da keine Sorgen zu machen."

Erst recht nicht um den Kapitän – weder auf dem Platz noch im Wasser.

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