Zentrale Fragen: Auf wen Joachim Löw bei der DFB-Elf neben Joshua Kimmich setzt

Der Ex-Löwe Florian Neuhaus überzeugt gegen Dänemark an der Seite von Joshua Kimmich. Für den Bundestrainer bleibt er aber zweite Wahl - obwohl mehrere Stars um ihre optimale Fitness kämpfen.
| Maximilian Koch
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Bundestrainer Joachim Löw am Samstag auf dem Trainingsplatz in Seefeld.
Bundestrainer Joachim Löw am Samstag auf dem Trainingsplatz in Seefeld. © Christian Charisius/dpa

Seefeld - Mit seiner Leistung beim 1:1 im EM-Test in Innsbruck gegen Dänemark unterstrich Florian Neuhaus (24), warum mehrere Topklubs aus Europa an ihm interessiert sind - auch der FC Bayern.

Nach AZ-Informationen wollen die Münchner 2022 einen neuen Versuch wagen, um den Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach zu verpflichten. Dank einer Ausstiegsklausel in Höhe von 40 Millionen Euro darf Neuhaus trotz Vertrags bis 2024 wechseln. Ein Zukunftsthema.

Die Gegenwart heißt: DFB-Team. Und eine hoffentlich erfolgreiche EM für den früheren Löwen-Spieler (2007 bis 2017), der in Landsberg am Lech geboren wurde.

Neuhaus überzeugte gegen Dänemark

Nicht nur wegen seines Tores zum zwischenzeitlichen 1:0 gefiel Neuhaus gegen die Dänen, im zentralen Mittelfeld fand er an der Seite von Joshua Kimmich (26) immer wieder kreative Lösungen, agierte mutig.

"Flo ist ein sehr guter Fußballer mit einem guten Auge, mit einer guten Ballbehandlung", sagte Bundestrainer Joachim Löw über Neuhaus, der im sechsten DFB-Spiel seinen zweiten Treffer erzielte: "Er hat viel Laufarbeit verrichtet, ist mit in die Spitze gegangen und hat Wege nach hinten gemacht. Die Leistung war auf jeden Fall gut."

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Aber bringt sie Neuhaus mit Blick auf einen Platz in der EM-Startelf tatsächlich weiter? "Es hat Spaß gemacht, auf dem Feld zu stehen", sagte der Gladbacher bescheiden.

Weltklasse-Konkurrenten im Mittelfeld

Neuhaus weiß, dass es im Mittelfeld von Weltklasse-Konkurrenten geradezu wimmelt. Aber: Mit Ausnahme von Kimmich sind aktuell weder Ilkay Gündogan (30), der am Donnerstag die Vorbereitung in Seefeld begann, noch Leon Goretzka (26) oder Toni Kroos (31) in Bestform.

Ändert sich die Situation bis zum Turnierstart noch entscheidend? Zentrale Fragen für Löw, der am Donnerstag mit einem roten Mountainbike zur Entspannung durch die Tiroler Berge radelte.

Das sagt Löw über Neuhaus

Es sei "das Ziel, dass die Spieler, die hintendran stehen, den Druck immer hochhalten und andere antreiben mit guten Leistungen im Training", sagte der Bundestrainer, als er explizit auf Neuhaus angesprochen wurde: "Wenn sie dann die Chance bekommen im Laufe des Turniers, ist es die Erwartungshaltung, dass sie der Mannschaft entscheidend helfen können."

Übersetzt heißt das: Löw sieht Neuhaus nur als Ersatzspieler für die EM - obwohl Gündogan, Goretzka und Kroos körperlichen Rückstand haben.

Gündogan, Kroos und Goretzka haben Rückstand

Gündogan hatte sich vor dem verlorenen Champions-League-Finale mit Manchester City gegen Chelsea leicht am Knie verletzt. Für ihn ist nun physische wie mentale Aufbauarbeit nötig.

Kroos hat eine Corona-Erkrankung mit Fieber hinter sich, der Real-Star quält sich im Training zum Teil zwei Stunden lang. Gleiches gilt für Goretzka.

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Der Bayern-Star, der nach einer erfolgreichen MRT-Untersuchung am Dienstag zum DFB-Team stieß, wird laut Löw auch am Freitag kein Mannschaftstraining absolvieren können. "Jetzt dürfen wir bei Goretzka und Kroos keine Fehler machen, kein Risiko eingehen", sagte der Bundestrainer.

Speziell bei Goretzka wird es mit dem EM-Start gegen Frankreich sehr eng, intern geht man eher davon aus, dass er zum zweiten Gruppenspiel gegen Portugal (19. Juni) in die Startelf zurückkehrt.

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