Wiesinger überrascht: "Heute hat es Kiyo erwischt"

Nürnbergs neuer Trainer Michael Wiesinger überraschte bei seinem Bundesliga-Debüt gegen den Hamburger SV (1:1) mit der Degradierung von Hiroshi Kiyotake. Rafael van der Vaart hält 90 Minuten durch.
| SID
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1. FC Nürnberg gegen den HSV: Trainer Michael Wiesinger gibt Anweisungen am Spielfeldrand
dapd 1. FC Nürnberg gegen den HSV: Trainer Michael Wiesinger gibt Anweisungen am Spielfeldrand

Nürnbergs neuer Trainer Michael Wiesinger überraschte bei seinem Bundesliga-Debüt gegen den Hamburger SV (1:1) mit der Degradierung von Hiroshi Kiyotake. Beim HSV hielt Rückkehrer Rafael van der Vaart 90 Minuten durch.

Nürnberg - Beim Anblick der Aufstellung des 1. FC Nürnberg gab es einige staunende Gesichter. Ob das gut geht, fragte sich mancher. Wenn das nicht klappt, hat er gleich ein Problem, meinten andere. Es ging um Michael Wiesinger, und es ging um Hiroshi Kiyotake. Der eine, Wiesinger, überraschte den anderen, Kiyotake, indem er ihm den Platz auf der harten Reservebank zuwies. Nach dem 1:1 (0:0) gegen Hamburger SV musste sich der Bundesliga-Debütant nicht dafür rechtfertigen. „Im Training kam von ihm zu wenig“, sagte der neue Club-Coach schlicht. Nachfragen blieben aus.

Kiyotake durfte beim Rückrunden-Auftakt übrigens noch spielen, ab der 76. Minute – kurz nachdem Tomas Pekhart (75.) das 0:1 von Artjoms Rudnevs (70.) ausgeglichen hatte. Eindruck hinterließ der Japaner in dieser Zeit nicht, viel zu sehr war der Club damit beschäftigt, den Punkt abzusichern. Doch die Personalie Kiyotake blieb dennoch hängen, war doch der 23-Jährige bei Vorgänger Dieter Hecking der Fixpunkt im Offensivspiel der Franken sowie mit drei Toren und fünf Vorlagen ein echter Faktor. Bei Wiesinger muss Kiyotake sich dies offenbar erst mal erarbeiten.

In der Mannschaft wurde die Entscheidung sehr gelassen hingenommen. „Wir sind einfach breiter aufgestellt und leben vom Kollektiv“, sagte Hanno Balitsch, „da kann man auf Einzelschicksale keine Rücksicht nehmen. Heute hat es eben Kiyo erwischt“. Torhüter Raphael Schäfer, der sein Team in der Schlussphase vor einer Pleite bewahrte, sekundierte, es habe sich unter der Woche bereits angedeutet. Das neue Trainergespann Wiesinger/Armin Reutershahn hat mit dem Warnschuss für Kiyotake jedenfalls gleich ein deutliches Zeichen gesetzt.

Unterm Strich konnte Wiesinger mit seiner Premiere gegen seinen Freund, HSV-Trainer Thorsten Fink, leben. Der 40-Jährige wertete den Punkt positiv, da der Club auch sein Acht-Punkte-Polster auf den Relegationsplatz behauptete. „Wir müssen nicht für den Punkt entschuldigen. Die Reaktion nach dem Rückstand war hervorragend, das gibt uns Moral“, sagte Wiesinger.

Nürnberg gegen HSV: Die Stimmen zum Spiel

Beim HSV war Rückkehrer Rafael van der Vaart nach zweimonatiger Leidenszeit dagegen einfach nur glücklich. „Fußball ist das Schönste, was es gibt. Ich bin froh, dass ich wieder fit bin“, sagte der Niederländer, der während seiner Verletzungspause vor allem durch die Trennung von Ehefrau Sylvie in den Schlagzeilen gestanden hatte. Die gelben Sylvie-Schuhe trug er aber immer noch.

Wobei, fit wirkte van der Vaart noch nicht ganz, aber er biss auf die Zähne und kämpfte sich über die 90 Minuten. „Eine ordentliche Leistung“, attestierte ihm Trainer Fink: „Wenn er ein paar Spiele mehr auf dem Buckel hat, wird er noch spritziger“.

Und der HSV wahrscheinlich noch stärker. Das haben die Hanseaten aber auch nötig, soll denn der Blick in Richtung internationales Geschäft nicht nur ein verschämtes Zwinkern sein. Spielerisch sah Fink seine Elf in der zweiten Halbzeit schon europareif. „Viel besser geht es nicht“, sagte er. Den Sieg habe man aber mit schlechter Chancenauswertung hergeschenkt. „Wir haben noch viel Arbeit“.

 

 

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