Warnschuss für den Japaner

Das Trainerduo Wiesinger/Reutershahn überraschte mit der Aufstellung gegen Hamburg. Prominentestes Opfer war der Japaner Hiroshi Kiyotake.
| Christian Lehnhart
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Hiroshi Kiyotake brachte Coach Wiesinger zu wenig während der Trainingswoche.
firo/augenklick Hiroshi Kiyotake brachte Coach Wiesinger zu wenig während der Trainingswoche.

Nürnberg - Als gestern rund eine Stunde vor Anpfiff der Partie gegen Hamburg die Aufstellung des 1. FC Nürnberg durch den Medienbereich geisterte, staunten nicht wenige Pressevertreter über die Startelf des Club zum Rückrundenauftakt 2013. Einige Entscheidungen waren die Konsequenz kurzfristiger Entwicklungen. So musste Routinier Timmy Simons an die Seite von Timm Klose ins Abwehrzentrum, nachdem sich am Sonntagmittag Per Nilsson für das Spiel krank gemeldet hatte. Simons' frei gewordenen Platz im defensiven Mittelfeld übernahm kurzer Hand Almog Cohen, der zumindest in der Abwehrbewegung eine gute Partie ablieferte und HSV-Regisseur Rafael van der Vaart nahezu aus dem Spiel nahm. Auch Markus Feulners Platz auf der Bank hatte nachvollziehbare Gründe, lag der Scheßlitzer doch die ganze Woche mit Grippe im Bett.

Anders allerdings der Fall bei Hiroshi Kiyotake. Schon während des Trainingslagers in Spanien wirkte der kleine Japaner nicht zu 100 Prozent fit. Trainer Michael Wiesinger zeigte sich ob der Leisting Kiyotakes während der acht Tage in La Cala de Mijas unzufrieden, forderte mehr Einsatz und Engagement vom 23-Jährigen: "Ihm fehlt die Leichtigkeit. Ich hoffe auf mehr in den kommenden Trainingstagen in Nürnberg." Doch auch die fielen aus. Am Valznerweiher drängte sich Kiyotake während der Vorberieitung auf das HSV-Spiel nicht in den Vordergrund. Die Konsequenz: Michael Wiesinger und Armin Reutershahn setzten statt auf den feinen Techniker aus Japan auf die schnellen Mak und Esswein. "Wir wollten mit schnellen Zügen in die Spitze die Hamburger unter Druck setzen. Dafür sind Robert Mak und Alexander Essewein eigentlich mit ihrer Grundschnelligkeit wie geschaffen." Eigentlich! Denn bis auf die zwei Chancen von Robert Mak in den ersten 45 Minuten, von denen der Slowake wenigstens die Zweite in der 42. Minute, als er allein vor HSV-Keeper René Adler stehend am langen Pfosten vorbeischiesst, treffen muss, kam von der Nürnberger-Flügelzange über das Spiel hinweg zu wenig Druck. Erst in der 76. Minute dann die Einwechslung von Kiyotake für Esswein. Aber in der Schlussviertelstunde konnte der Japaner wegen des anhaltenden Hamburger Drucks nach vorne keine Akzente mehr setzen.

Somit bleibt zu hoffen, dass die Denkpause auf der Club-Bank für Kiyotake ein Warnschuss zur rechten Zeit war. "Er muss im Training einfach mehr bringen, es kam zu wenig", so Wiesinger nach der Partie über "Kiyos" Bankplatz. Dass der Japaner es kann, hat er hingänglich in der Vorrunde bewiesen. Nun gilt es, an diese Leistungen anzuknüpfen.

 

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