Glücklicher Punkt zum Rückrundenauftakt

Der 1. FC Nürnberg spielt nach guter erster Hälfte 1:1 gegen den HSV. Bereits am Freitag wartet der BVB auf den Club.
| Christian Lehnhart
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Auf zum Trikottausch: Hamburgs Rafael van der Vaart (l.) und der Nürnberger Torshcütze Tomas Pekhart.
dapd Auf zum Trikottausch: Hamburgs Rafael van der Vaart (l.) und der Nürnberger Torshcütze Tomas Pekhart.

Der 1. FC Nürnberg spielt nach guter erster Hälfte 1:1 gegen den HSV. Bereits am Freitag wartet der BVB auf den Club.

Nürnberg - „Ein glücklicher Punkt, für den wir uns aber nicht entschuldigen müssen!“ So lautete das Fazit von Michael Wiesinger zu seinem Einstand als Club-Trainer. Mit 1:1 trennen sich der 1. FC Nürnberg und der Hamburger SV nach einer Partie, die am Ende der HSV dank der mutigeren Schlussoffensive für sich hätte entscheiden können.

Der Club beginnt vor 42.601 Zuschauern im Stadion Nürnberg stark. Gleich nach zwei Minuten schickt Alexander Esswein Robert Mak den rechten Flügel entlang. Der Slowake zieht in den Strafraum, schiesst den Ball aber einen knappen Meter am langen Pfosten vorbei. Gute Chance zum frühen 1:0. Danach geschieht lange Zeit nichts mehr. Der Club hat den HSV gut unter Kontrolle, schafft nach vorne aber nichts Ausschlagebendes.

Für Aufregung sorgt Mitte der ersten Hälfte der Hamburger Tolgay Arslan. Binnen zwei Minuten rammt er zunächst Javier Pinola den Arm ins Gesicht (28.), sieht dafür Gelb. In der 29. Minute holt er dann, ebenfalls gelbwürdig, Timo Gebhart von den Beinen. Schiedsrichter Welz belässt es bei einer letzten Ermahnung. Glück für Arslan, den Fink in der 38. Minute stark Gelb-Rot-gefährdet vom Platz holt. „Man hätte ihn auch runterschicken können. Wer weiß, wie das Spiel dann gelaufen wäre“, kritisiert Hanno Balitsch nach der Partie die Entscheidung des Schiris. Aller Protest vergebens, mit elf gegen elf wird das Spiel fortgesetzt. Kurz vor der Pause hat dann erneut Mak die große Chance zur Führung. Allein vor Adler zieht er den Schuss wie in Minute zwei am langen Pfosten vorbei. Mit 0:0 ging es bei eisigen -5 Grad in die Pause. Nach dem Wiederanpfiff übernahm dann der HSV die Kontrolle.

Von Superstar Rafael van der Vaart war hingegen wenig zu sehen. Die Auswirkungen der Oberschenkelzerrung in der Vorbereitung waren dem Niederländer anzumerken. Zudem stand ihm Club-Spieler Almog Cohen bei fast jedem Ball auf den Füßen. Viel ging daher über die linke Angriffsseite der Hanseaten, auf der Marcell Jansen Club-Verteidiger Timothy Chandler immer wieder in Bedrängnis brachte. Für den US-Nationalspieler war die Partie dann aber nach 65 Minuten beendet. Ein Westermann-Ball aus kürzester Distanz trifft Chandler mit voller Wucht am Kopf. Mit Verdacht auf Gehirnerschütterung muss der Rechtsverteidiger vom Platz.

Markus Feulner übernimmt die Position in der Kette. Frisch von einer Grippe genesen kann Feulner Minuten später Dennis Aogo nicht an einer Flanke vom linken Flügel hindern. In der Mitte unterschätzt Javier Pinola den Ball. Der hinter ihm stehende Rudnevs kann relativ unbedrängt zum 0:1 einnetzen.

Doch der Club reagiert cool. Nur fünf Minuten nach der Hamburger Führung setzt sich Gebhart auf links durch. Mit einer präzisen Hereingabe auf Pekhart bereitet er sehenswert das 1:1 vor. Der Tscheche, der den Vorzug vor Sebastian Polter erhielt, nimmt den Ball direkt aus sechs Metern, lässt HSV-Keeper Adler keine Chance. 1:1 nach 75 Minuten.

Danach wird’s noch mal vogelwild in der FCN-Abwehr. Badelj flankt vom linken Flügel auf den ungedeckten Son. Der köpft aus kurzer Distanz, aber Schäfer kann den Ball abwehren (78.).Kurz darauf schickt der ansonsten blasse van der Vaart erneut Son. Aber auch hier ist der Club-Keeper aufmerksam, stürmt aus seinem Kasten und kann das Leder gerade noch vor Son ins Aus grätschen (82.). Aber noch nicht genug.

In Minute 90 und 91 müssen zunächst Pinola auf der Linie und danach der Pfosten dem Club den Punktgewinn gegen den HSV retten. Am Ende bleibt es beim 1:1.

Ein weiterer Punkt für den Club zum „Ziel Klassenerhalt“. HSV abgehakt, den Deutschen Meister im Blick. Für Michael Wiesinger beginnt nun, trotz Trainertagung am Montag in Düsseldorf, die Vorbereitung auf sein erstes Auswärtsspiel als Erstliga-Coach. Und da geht es gleich am Freitag (25. Januar, 20.30 Uhr) nach Dortmund zur Borussia. Wiesinger: „Das wird schwierig. Ich hab gestern auch gesehen, wie sie in Bremen gespielt haben.“

 

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