Stefan Reuter: "Bayerns Offensive ist für mich ein Phänomen"

Stefan Reuter wurde zweimal Meister mit Bayern, in der Saison 1991/92 spielte der heutige Augsburg-Manager für Juventus Turin. Im AZ Interview sieht er Peps Team in der Favoritenrolle
| Maximilian Koch
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Stefan Reuter wurde zweimal Meister mit Bayern, in der Saison 1991/92 spielte der heutige Augsburg-Manager für Juventus Turin.
dpa Stefan Reuter wurde zweimal Meister mit Bayern, in der Saison 1991/92 spielte der heutige Augsburg-Manager für Juventus Turin.

Stefan Reuter wurde zweimal Meister mit Bayern, in der Saison 1991/92 spielte der heutige Augsburg-Manager für Juventus Turin. Im AZ Interview sieht er Peps Team in der Favoritenrolle.

AZ: Herr Reuter, ist der FC Bayern aus Ihrer Sicht noch Favorit im Duell mit Juventus – trotz der großen Verletzungssorgen in der Defensive?
STEFAN REUTER: Für mich ist Bayern Favorit, auch wenn Juve eine sehr erfahrene Mannschaft hat, gerade in der Champions League. Es wird eine schwierige Aufgabe, aber ich sehe Bayern vorne.

Obwohl derzeit mit Joshua Kimmich und David Alaba zwei gelernte Mittelfeldspieler in der Abwehrmitte agieren?
Im Spiel gegen uns haben sie das grandios gemacht. Alaba und Kimmich sind unheimlich intelligente Spieler mit einer guten Spieleröffnung. Aber ich muss sagen, dass ich im Moment sehr mit Holger Badstuber leide. Ich hoffe, dass er schnell wieder fit wird.

Brauchen die Bayern gegen die kopfballstarken Juve-Spieler nicht einen großen Verteidiger wie Medhi Benatia?
Gerade bei Standards ist es von Vorteil, wenn du den einen oder anderen Spieler hast, der Kopfballduelle gewinnen kann. Aber Pep Guardiola wird im Training sehen, wie gut die Verfassung von Benatia schon wieder ist.

Wird Arturo Vidal in dieser Phase der Saison besonders wichtig für die Bayern?
Gegen uns sah das Zentrum mit Vidal und Thiago extrem gut aus: sehr ballsicher, sehr aggressiv. Für die Bayern kommen jetzt die wichtigen Spiele, um den Traum Champions League wahr werden zu lassen. Die Bayern haben viele Spieler, die sehr gutes Gegenpressing spielen. Natürlich ist Vidal da einer, der guttut.

In der Offensive gibt es aktuell kaum eine Mannschaft, die mit Bayern mithalten kann.
Das ist für mich ein Phänomen, absolute Weltklasse. Wenn man sieht, wie ruhig Robert Lewandowski und Thomas Müller im Torabschluss sind, wie sie sich die Räume suchen, wie sie sich drehen, diese Spielintelligenz – absolute Weltklasse. Nur noch der FC Barcelona ist da mit Bayern vergleichbar.

Wie sind denn Ihre persönlichen Kontakte nach Italien, nach Turin? Sie haben selbst eine Saison – 1991/92 – für Juve gespielt.
Ich war in den vergangenen Jahren ein paar Mal in Turin, aber meine Zeit dort liegt nun auch schon lang zurück, 25 Jahre. Ich glaube nicht, dass noch einer aus meiner damaligen Mannschaft spielt (lacht). Grundsätzlich verfolge ich Juventus noch, aber ein enges Verhältnis zum Klub habe ich nicht mehr.

Die beeindruckende Siegesserie dürfte Ihnen aber nicht entgangen sein, 15 Mal hat Juve in der Liga in Folge gewonnen, ehe es am Wochenende nur ein 0:0 gegen Bologna gab.
Das habe ich mitbekommen, die Serie ist beeindruckend. Das ist eine sehr gute Mannschaft, die Bayern gefährlich werden kann.

Auch wenn Mario Mandzukic, der Ex-Bayer, nach seiner Verletzungspause noch nicht bei hundert Prozent ist?

Juventus hat einen so guten Kader, auch Alvaro Morata ist sehr gefährlich, hat eine enorm hohe Geschwindigkeit. Nicht zu vergessen Paulo Dybala. Juve hat enorme Klasse in der Mannschaft.
 

 

 

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