Paulis Rettig selbstkritisch: "War der falsche Zeitpunkt"

Pauli-Manager Andreas Rettig begründet nun, warum sein Verein den Antrag vor der DFL-Mitgliederversammlung zurückgezogen hat. In einer ersten Reaktion wurde das von KSC-Präsident Wellenreuther als "guter Tag für die 2. Liga" bezeichnet.
| SID
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Frankfurt/Main - Manager Andreas Rettig vom FC St. Pauli hat sich selbstkritisch gezeigt und den Rückzug des Antrags des Zweitligisten bereits vor Beginn der Mitgliederversammlung der 36 Fußball-Profiklubs am Mittwoch verteidigt. "Nach Gesprächen am Dienstagabend haben wir festgestellt, dass es nicht der richtige Zeitpunkt war", sagte Rettig nach der Sitzung in einem Frankfurter Hotel und meinte: "Wir haben leider festgestellt, dass die Solidarität zwischen erster und zweiter Liga auf dem Spiel steht. Um Ruhe hereinzubringen, haben wir uns entschieden, den Antrag zurückzuziehen."

 

Pauli-Manager Rettig: "Wir kämpfen weiter dafür"

 

Dieser hatte vorgesehen, die Erstligaklubs Bayer, VfL Wolfsburg, 1899 Hoffenheim und Hannover 96 von der Verteilung der TV-Gelder auszunehmen. "Unsere einzige Motivation war die Stärkung der 50+1-Regel. Das war der Geist unseres Antrags. Das ist ein hohes Gut. Deshalb kämpfen wir auch weiter dafür", betonte Rettig, der glaubt, dass viele das Ansinnen der Hamburger falsch verstanden hätten. Deshalb habe er sich auch gefreut, "dass es für unseren Grundgedanken Zustimmung gab - auch aus der ersten Liga".

Lesen Sie hier: Pauli zieht Antrag zurück - Zentralvermarktung bleibt

 

KSC-Präsident: "Ein guter Tag für die 2. Liga"

 

Präsident Ingo Wellenreuther vom Karlsruher SC begrüßte den Rückzug des Pauli-Antrages. "Das war ein guter Tag für die 2. Liga", sagte er. Sportchef Rudi Völler von Bayer Leverkusen hatte Rettig in der vergangenen Woche nach dessen Vorstoß attackiert und gesagt: "Er gibt ein bisschen Schweinchen schlau".

Lesen Sie hier: Streit ums TV-Geld spitzt sich zu -

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge von Rekordmeister Bayern München hatte den Antrag von St. Pauli zur Dezentralisierung der TV-Vermarktung im deutschen Profifußball unterstützt - aber zugleich die vom Zweitligisten angegriffenen "Werksklubs" verteidigt.

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