Müller sei Dank! Traumtor sichert Unentschieden gegen Spanien

Deutschland und Spanien trennen sich in einem starken Testländerspiel mit 1:1. Der Bayern-Star erzielt mit einem Kunstschuss den Ausgleich. "Man hat gesehen, was die Teams für Fähigkeiten haben."
| Patrick Strasser
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Was für ein Hammer! Bayerns Stürmerstar Thomas Müller zieht in der 35. Minute ab und trifft aus 20 Metern in den Winkel. Das 1:1 für Deutschland gegen Spanien.
firo/Augenklick Was für ein Hammer! Bayerns Stürmerstar Thomas Müller zieht in der 35. Minute ab und trifft aus 20 Metern in den Winkel. Das 1:1 für Deutschland gegen Spanien.

Düsseldorf - Ein Test macht dann Sinn, wenn man den Ernstfall proben kann und so richtig gefordert wird. Also war der gestrige Abend eine rundum gelungene Angelegenheit für die deutsche Nationalelf und Bundestrainer Joachim Löw. Auch wenn es gegen Spanien nicht zu einem Sieg reichte.

Beim Auftakt ins WM-Jahr endete der Vergleich der letzten beiden Weltmeister in Düsseldorf 1:1. Thomas Müllers Traumtor war die Antwort auf spanischen Spielwitz. Die Gäste zeigten, dass nach zwei schwächeren Turnieren wieder mit ihnen zu rechnen ist, sie sind nun schon seit 17 Partien unbesiegt. Titelverteidiger Deutschland setzt auf seine Stärke bei Turnieren. Diesmal, so Löw, wird ihnen "Unmenschliches abverlangt", weil: "Wir sind die Gejagten."

"Die Spielfreunde kann man den Spaniern niemals nehmen, aber man kann ihnen das Leben schwer machen. Sie sind auch ein bisschen verwundbar, das hat man gesehen", sagte Müller, "am Anfang haben wir es nicht so gut gemacht. Man hat aber schon gesehen, was beiden Mannschaften für Fähigkeiten haben. Aber es war schon noch Luft nach oben."

Premiere hatte gestern das grüne WM-Ausweichtrikot im Retro-Stil. Wenig fortschrittlich dagegen war der Start der DFB-Elf. Schon nach sechs Minuten durften die Spanier jubeln, als Iniesta mit einem feinen Pass die grün-weiße Abwehr aushebelte und Rodrigo zum 0:1 traf (6.). Die Spanier, mit Bayerns Thiago in der Startelf, traten nicht an wie eine Auswahl, die mal eben ein Freundschaftsspiel zwischen dem Champions-League-Achtelfinale und Viertelfinale einschiebt.

Hitzelsperger: Diese Elf könnte eine gute WM spielen

Da war Feuer drin, Engagement, Zug zum Tor und: ganz, ganz feiner Fußball mit schnellen Ballstafetten. Man hatte den Eindruck, dass sich die deutsche Mannschaft erst einmal schütteln musste ob der Spielfreude und Zielstrebigkeit der Gäste.

Löw schickte die Elf auf den Platz, die man sich gut vorstellen könnte als Startelf beim WM-Auftakt am 17. Juni, wenn es in Moskau gegen Mexiko geht. Doch Löw betonte, man sollte diesen Test "nicht als Maßstab für die WM nehmen". Aber welchen dann?

"Man kann die Elf so stehen lassen, die könnte eine gute WM spielen", sagte denn auch ARD-Experte Thomas Hitzlsperger. Es war vor Anpfiff als er sagte: "Ich traue dieser Mannschaft viel zu, auch die Titelverteidigung. Die Mannschaft hat den absoluten Willen und Topspieler. Wir sind Mitfavorit. Es ist ein Segen, wenn man eine solche Auswahl an Spielern hat." Aber eben auch sehr lehrreich, wenn man seine Grenzen aufgezeigt bekommt.

Doch wenn's nicht läuft, dann packt eben Müller einen aus. Der Raumdeuter sah die Lücke, erkannte, dass Spaniens Torhüter de Gea eine Spur zu weit vor der Linie stand und überwand ihn mit einem Hammerschuss - das 1:1 (35.). Eine Einzelaktion gegen das überlegene Kollektiv. Nach der Pause verflachten Tempo und Partie, nun arbeiteten die Defensivreihen besser.

Auf Wunsch von Löw blieb das Dach der "Esprit Arena" geschlossen, weil man so Verletzungen besser vorbeugen könne. So war es muckelig warm unterm Düsseldorfer Dach, iberische Temperaturen. Ein bisschen sommerliche WM-Gefühle für alle.

Noch in der Nacht reiste die Nationalelf weiter nach Berlin, dort geht es am Dienstag (20:45 Uhr, ZDF live) gegen Brasilien. Dies ist der letzte Test vor der Nominierung des vorläufigen WM-Kaders am 15. Mai. Und die nächste Härtefallprüfung.

Einzelkritik zum Spanien-Unentschieden: Die Fünf für den Kapitän!

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